"Alles Fake!" Der irre Auftritt von Donald Trump vor der Presse

Selbst wenn man von ihm schon einiges gewohnt ist: Diese Pressekonferenz von Donald Trump sorgte mächtig für Verwirrung - und Wut, auch aus der eigenen Basis.

Auftritt voller Häme

Es war keine angenehme Woche für : Sein Sicherheitsberater Michael Flynn musste zurücktreten, nachdem die New York Times offenlegte, dass er im Wahlkampf enge Kontakte zu Russland geknüpft hatte - ein Umstand, den Flynn stets abgestritten hatte. Auch Trump selbst ist durch den Skandal belastet, denn es ist unklar, inwiefern auch er über die dementierten Kontakte zu Russland informiert war. Der US-Präsident entschied sich für die Flucht nach vorn - und ging zum Frontalangriff auf die versammelte Presse über.

"Es sind alles Fake News!"

Trump beschwerte sich darüber, dass die Presse Informationen aus seinem Stab verbreitet hatte. "Die Informationen sind wahr, aber die Art und Weise, wie sie verbreitet wurden, war falsch."

Auf den Widerspruch angesprochen, wie denn wahre Informationen falsch werden könnten, schoss Trump sich auf den Journalisten ein, der die Frage gestellt hatte: Ihm gefalle "der Ton" nicht, in dem über ihn berichtet werde, so Trump. Er legte dem CNN-Mitarbeiter anschließend nahe, dass er seinen Job doch lieber "anders" machen solle.

"Machen Sie einen Termin?"

Auch sonst irritierte Trump mit seinen Aussagen: Nachdem er damit geprahlt hatte, die "meisten Wahlstimmen des Electoral College seit Reagan" bekommen zu haben, wies ihn ein Reporter darauf hin, dass das schlicht nicht stimme. Trumps Antwort: "Ich habe diese Info bekommen, eben gerade. Da gibt es wohl Spielraum."

Einer dunkelhäutigen Reporterin, die ihn nach Plänen zur Zusammenarbeit mit schwarzen Mitgliedern des US-Kongresses fragte, schlug er spontan vor: "Wollen Sie einen Termin einrichten?". Als sie mit "Ich bin nur eine Reporterin" antwortete, hakte Trump gleich nach: "Sind das Freunde von Ihnen? Machen Sie einen Termin!"

Konservative Basis ist sauer

Dieser Auftritt war selbst Trumps Unterstützern zu viel: Der Sender Fox News wurde vom Präsidenten in der Konferenz zwar ausdrücklich als der einzig vernünftige Sender gelobt, dessen Moderator Shepard Smith platzte aber trotzdem live auf Sendung der Kragen: "Hören Sie auf, uns für dumm zu verkaufen!" forderte er, nachdem er mit den vielen Falschaussagen Trumps abgerechnet hatte.

Schon jetzt sind die Umfragewerte Trumps auf historischem Tiefstand - es bleibt abzuwarten, ob er es schafft, sich von dem schlechten Start wieder zu erholen.

heh

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