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Sexshop-Chefin Lea-Sophie Cramer: Weg vom Schmuddel-Image

Lea-Sophie Cramer gab ihre Spitzenposition in der Wirtschaft auf und machte sich mit einer extravaganten Idee selbstständig: einem Online-Sexshop für Frauen.

  Lea-Sophie Cramer

Lea-Sophie Cramer

Wer sie ist: Mit gerade mal 25 Jahren hat Lea-Sophie Cramer einen Online-Sexshop gegründet - "Amorelie.de" hat mittlerweile 25 Mitarbeiter und will das Schmuddel-Image von Sexshops aufpolieren.

Woher sie kommt: Die Berlinerin hat bereits eine steile Karriere hinter sich: Sie studierte in Mannheim BWL, lebte für ein Semester in Japan und bekam sofort nach ihrem Bachelorabschluss eine Anstellung bei einer Unternehmensberatung. Nach sechs Monaten wechselte sie zum Rabatt-Coupon-Anbieter "Groupon" und bekam die Verantwortung für den Geschäftsbereich Asien. Mit 24 Jahren war Lea-Sophie Cramer verantwortlich für 1200 Mitarbeiter und pendelte fast täglich zwischen elf asiatischen Ländern. "Wenn ich mir das heute so anhöre, klingt das vollkommen verrückt", gesteht sie. Nach Jahren im Ausland kündigte sie schließlich, es zog sie zurück zu Freunden und Familie nach Berlin.

Ihre Idee: Auslöser für die Gründung von "Amorelie.de" war eine Zugfahrt von Berlin nach München. In jedem Wagon beobachtete Cramer Frauen, die in den "Shades of Grey"- Erotikromanen schmökerten. "Dass die Menschen öffentlich diese Bücher verschlangen, hat mir gezeigt, wie neugierig und offen die Leute für Sinnlichkeit und Sexualität sind", erklärt die 26-Jährige. Doch in herkömmlichen Sexshops fühlte sich Lea-Sophie Cramer nie wohl: "Man schleicht durch den Shop, kauft kleinlaut ein und duckt sich dann schnell aus dem Laden heraus, damit einen bloß keiner sieht." Anfang 2013 eröffnete Lea-Sophie Cramer dann den Online-Shop "Amorelie.de". Ihr Shop, in dem hochwertige Dessousmarken und ästhetisch designtes Sexspielzeug angeboten werden, spricht insbesondere Frauen und Paare an. "Wir wollen den Menschen einen Shop zur Verfügung stellen, der selbstbewusst, stilvoll und souverän mit dem Thema Sexualität umgeht". In Berlin, Hamburg und München hat Lea-Sophie Cramer bereits für einige Wochen Probe-"Amorelie"-Läden eröffet, um zu testen, wie die Idee bei den Käuferinnen ankommt. Aufgrund des positiven Feedbacks wird wahrscheinlich bald die erste dauerhafte "Amorelie"-Filiale eröffnen.

Was ihr wichtig ist: Nicht nur beruflich hat Lea-Sophie Cramer große Ziele. Die Berlinerin ist ein Familienmensch und möchte fünf Kinder. Den passenden Mann hat sie aber noch nicht gefunden. Weil ihr die Meinung ihrer Familie sehr wichtig ist, war Lea-Sophie Cramer gespannt, was diese von ihrer Idee eines Online-Sexshops halten würde. Ihre Eltern unterstützen sie von Anfang an, schwieriger wurde es bei ihrer 90-jährigen Großmutter, die meinte: "Lea, du hast doch Tiere immer so gern gehabt. Willst du nicht lieber was mit Haustieren machen?"

Frauen, die sich selbstständig machen wollen, rät sie: Besonders für junge Frauen sei es wichtig, auch Männern gegenüber selbstbewusst aufzutreten. "Ich lief immer Gefahr, nicht ernst genommen zu werden: Ich bin eine Frau, ich bin jung und dann habe ich auch noch lange, blonde Haare!", erzählt Cramer. Ihr Gegenmittel sei immer eine gute inhaltliche Vorbereitung gewesen. "Wenn du den Mund aufmachst und mitdiskutierst, wirst du auch respektiert. Selbst, wenn du an einem Tisch von 13 Investoren die einzige Frau bist." Ganz so abgebrüht, wie die Jung-Unternehmerin sich gibt, ist sie allerdings nicht immer. Manche Produkte aus ihrem Shopangebot, die "Analkette" zum Beispiel, bringen auch die Erotik-Fachfrau noch zum Kichern.

Text: Teresa Pfützner

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