Laverne Cox: Das erste Transgender-Cover-Model

Für viele Menschen ist es nur ein weiteres Coverbild des "Time"-Magazins. Für Transsexuelle wie die Schauspielerin Laverne Cox ist es ein wichtiger Schritt zu mehr Gleichberechtigung.

Transsexualität: Laverne Cox: Das erste Transgender-Cover-Model

Serienjunkies kennen sie aus der US-amerikanischen Serie "Orange is the New Black". Hier spielt Laverne Cox die transsexuelle Friseurin Sophia Burset in einem Frauengefängnis. Wer Cox bisher nicht kannte, wird die Schauspielerin nun als erstes Transgender-Model auf dem amerikanischen "Time"-Magazin kennenlernen. Das Magazin hob Cox nach Protesten um seine "Time 100" auf den Titel. Cox hatte es nicht in die renommierte "Time 100"-Liste der einflussreichsten Frauen der Welt geschafft, obwohl sie laut "Out Magazine" zu den wichtigsten Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transsexuellen in den USA zählt und als Schauspielerin erfolgreich ist.

Das "Time"-Magazin machte Cox nun zum Gesicht der Geschichte "The Transgender Tipping Point: America's Next Civil Rights Frontier" (zu dt.: "Der Transgender-Wendepunkt: Amerikas nächster Kampf um Bürgerrechte"). Für die Transsexuellen in den USA, aber auch in anderen Ländern der Welt, ist das Cover und die dazugehörige Geschichte ein Durchbruch im Kampf um gleiche Rechte - und die konsequente Weiterführung der Bürgerrechtsbewegung. Homo-, Bi- und Transsexuelle sind weltweit immer noch Diskriminierung und Verfolgung ausgesetzt.

Cox arbeitet als Schauspielerin und Produzentin, hat Bildende Kunst studiert und engagiert sich für die Rechte von Transsexuellen. Als Junge im tiefen Süden der USA geboren, wurde Cox 2010 Star der Reality-Show "TRANSform ME" und damit die erste afroamerikanische Transfrau, die in den USA eine eigene TV-Show produziert und in ihr die Hauptrolle übernimmt. Auf ihrer Facebook-Seite präsentiert Cox stolz "ihr" Cover und bedankt sich bei ihren Unterstützern: "Vielen Dank an alle, die mir tagtäglich Liebe und Unterstützung schicken. Es bedeutet mir und #girlslikeus (zu dt.: "Mädchen wie uns") überall auf der Welt so viel zu wissen, dass wir geschätzt werden." Und in einem weiteren Post: "Lasst uns die Welt verändern und sie sicherer für alle Menschen machen, damit sie sie selbst sein können." Was für die meisten Menschen nur ein weiteres Magazin-Titelbild ist, ist für Menschen wie Laverne Cox ein großer Schritt in Richtung Gleichberechtigung.

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Kommentare (2)

Kommentare (2)

  • Anonymer User
    Anonymer User
    @ Kim Schicklang: Wenigstens wird hier nicht, wie in der Springerpresse üblich, dick in die Headline Geschrieben: "Diese Frau ist in Wirklichkeit ein ER". Insofern empfinde ich die Beschränkung auf eine einzelne Erwähnung der Geschlechtszuweisung bei der Geburt schon als erfreuliche Entwicklung. One step at a time. Wenigstens tut sich etwas. Und auch wenn dass für einige Menschen schmerzhafte Konsequenzen hat: Wir sind stand heute eben immer noch eine Welt, in der der Arzt den Säugling hochhebt, und anhand dessen, was zwischen den Beinen ist laut erklärt: Es ist ein ...

    Der Tag, an dem junge Eltern auf die Frage, was Ihr Säugling im Kinderwagen denn nun sei antworten werden: Es scheint als werde es ein Junge, aber lassen wir uns überraschen, ich glaube auf den warten wir noch locker weitere 20 Jahre...
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Es war klar, das irgendwann wieder die Lüge vom "Als Junge... geboren" in einem Text erscheinen muss. Im transphoben Deutschland ist das so sicher, wie das Amen in der Kirche, dass Redakteure diesen dummen, falschen Satz bringen müssen. Das ist wohl irgendeine Zwangsstörung.

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Für viele Menschen ist es nur ein weiteres Coverbild des "Time"-Magazins. Für Transsexuelle wie die Schauspielerin Laverne Cox ist es ein wichtiger Schritt zu mehr Gleichberechtigung.

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