Anonyme Bewerbungen: Bloß kein Foto!

Anonyme Bewerbungen, also ohne Bild und persönliche Angaben funktionieren. Das hat ein Pilotprojekt bewiesen, das heute in Berlin – und in der aktuellen BRIGITTE - vorgestellt wird.

Ein Jahr lang haben drei öffentliche Arbeitgeber und fünf Unternehmen - darunter Riesen wie Deutsche Telekom, L'Oréal und Procter & Gamble – das anonymisierte Bewerbungsverfahren getestet. Dabei wurde bei 8550 Bewerberinnen und Bewerbern auf alle Daten verzichtet, die einen Hinweis auf Alter, Geschlecht, Herkunft, Behinderung oder Familienstand gaben. Erst beim Vorstellungsgespräch sahen die Personalverantwortlichen wen sie eingeladen hatten.

Damit werde der "Fokus auf die Qualifikation" gelenkt, sagte Christine Lüders, die die Antidiskriminierungsstelle des Bundes leitet und den Feldversuch gestartet und ausgewertet hat. Frauen, so Lüders heute vor der Presse weiter, könnten von der Anonymität besonders profitieren - dies gelte auch für jüngere Bewerberinnen, die zum Beispiel wegen eines möglichen Kinderwunsches bislang schlechtere Chancen hatten.

Mehr zu dem Projekt und die konkreten Erfahrungen einer Firma mit anonymen Bewerbungen in der aktuellen BRTIGITTE Heft 10/2012, ab 18.4 am Kiosk.

Autor: Silke Baumgarten

Wer hier schreibt:

Silke Baumgarten

Kommentare (1)

Kommentare (1)

  • Anonymer User
    Anonymer User
    Ich finde die Einführung der anonymen Bewerbung toll. Und wenn es dann noch klappt, dass nur noch die Quali zählt, dann ist es endlich mal gerecht. Aber ich sehe da trotzdem ein Problem. Wenn alles persönliche ("...Hinweis auf Alter, Geschlecht, Herkunft, Behinderung oder Familienstand...") weggelassen werden soll/darf, wie soll ich mich dann dort vorstellen? Ich muss ja wenigstens meinen Namen angeben, der ist nunmal weiblich. Auf allen Weiterbildungs- und Arbeitszeugnissen steht auch mein Name, manchmal auch mein Geburtsdatum drauf. Soll ich das alles löschen? Ist der Lebenslauf mit der schulischen und beruflichen Ausbildung dann ohne Jahresangaben, nur: von Monat-bis Monat?

    Wie erfolgt dann die Kontaktaufnahme? Nur telefonisch oder per E-Mail? Denn wenn ich eine Postadresse angebe, ist das ja auch schon wieder "persönlich" durch Name, Straße und Wohnort.

    Wenn es sich durchsetzt, sollten aber mal konkrete Hinweise für die Bewerber erstellt werden.

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