Existenzgründung: Die eigene Chefin werden

Endlich frei: Zwei Frauen erzählen auf BRIGITTE.de, wie sie ihren Traum von der Existenzgründung wahr werden ließen, was man beachten sollte und wo man sich beraten lassen kann.

Sybille Riepe: Von der Architektin zum PR-Profi

Auf todlangweilige Reihenhäuser hatte Sybille Riepe absolut keine Lust. Das wusste sie schon während des Architektur-Studiums, ahnte aber, dass sich die architektonische Fließbandarbeit im Angestelltenverhältnis kaum vermeiden lassen würde. Den Job, den sie sich wünschte, gab es schlicht nicht. Zusammen mit 13 Kommilitonen beschloss sie darum noch zu Uni-Zeiten, sich selbstständig zu machen. Aus diesem fast kommunistischen Traum, wurde nach dem Studium ein ganz reales und kapitalistisches Einmann-Unternehmen: Sybille packte, den Uni-Abschluss gerade in der Tasche, das Unterfangen Selbstständigkeit alleine an.

"Ich war total naiv, na ja, eigentlich sogar total verrückt", sagt sie heute. Sie hatte sich in den Kopf gesetzt, sich selbständig zu machen. Über die Jahre wurde aus dem Schwerpunkt Messebau eine PR-Agentur mit dem Schwerpunkt regenerative Energien. Bei der "Garage", einer Art Start-up-Brutkasten für junge Menschen, die sich selbstständig machen wollen, ließ sie sich aufs Dasein als eigene Chefin vorbereiten.

Im Jahr 2000 war es dann soweit: Sybille gründete ihre Agentur Motum.Mit Arbeitstagen, die bis in die Nacht hinein dauerten, etablierte sie sich Schritt für Schritt in der PR-Branche. Sie gestaltete Werbeflyer, organisierte Informations-Veranstaltungen, schrieb Pressemitteilungen, erledigte alles in allem klassische Public-Relations-Aufgaben.

Dann, nach einem Jahr, kündigte sich ein Baby an.Dank Großeltern und Kita vor Ort meisterte Sybille auch noch die Mutter-Rolle, zog ihre Tochter und die Agentur, ihren "Erstgeborenen", groß. Mittlerweile ist Motum 8 Jahre alt und kräftig gewachsen. Fünf Angestellt arbeiten in der Agentur. Jeder ist nach wie vor für alles zuständig. Wenn es um Geld geht, berät sie sich mit ihrer kaufmännischen Geschäftsführerin und Partnerin Jule Claussen - so kann jede ihre Stärken optimal nutzen.

Jedem, dem es wir ihr geht, empfiehlt sie darum, sich unbedingt beraten zu lassen und die Finanzplanung möglichst in Expertenhände zu legen. Und auch wenn's mit der Planung und Finanzierung nicht auf Anhieb klappt, ist Sybille von einer Sache fest überzeugt: "Man wächst da rein, das klappt schon."

Ihr Tipp an Selbstständige auf dem Sprung:

"Wenn der Sicherheitsaspekt im Leben eine zu große Rolle spielt, die Angst vorm Risiko zu groß ist, sollte man sich lieber nicht selbstständig machen."

Ihr Lebensmotto:

"Immer an das Gute Glauben."

Mahnaz Hagen: Beauty-Galerie statt Baby

Zahnärztin wollte sie eigentlich werden. Nach dem Abitur Teheran verlassen, nach Deutschland gehen und dort studieren. Doch dann kam alles anders: Bevor sie das Studium beginnen konnte, traf Mahnaz Hagen in Bremen eine Friseurin, machte bei deren Chef ein Praktikum - und verliebt sich in den Beruf. 19 Jahre alt war sie zu dem Zeitpunkt. Doch schon damals wusste sie, dass sie sich eines Tages mit einem eigenen Salon selbstständig machen, ihr Talent fürs Styling ausbauen würde.

Sie ging ihr Ziel systematisch an, Machte zunächst eine Friseurlehre in Bremen, nahm an Meisterschaft teil und arbeitete dann als Stylistin bei einer prominenten Hamburger Friseurin. Von Anfang an hat sie sich nur an den erfolgreichsten Friseuren orientiert. Ihr Maxime: "Niemals klein, sondern immer nur groß anfangen, sich an erfolgreichen Leuten orientieren und abgucken, warum sie so erfolgreich sind." Irgendwann hatte sie sich genug abgeguckt, sie wollte endlich ihr Wissen und Talent auf ihre Weise einsetzen. Mit dreißig war sie am entscheidenden Punkt angekommen: "Jetzt wirst Du 30. Entweder bekommst du ein Baby oder Du machst Dich selbstständig.", überlegte Mahnaz. Ihr damaliger Mann nahm ihr die Entscheidung ab, als er für sie einen Laden in der Moorweidenstraße auftrieb. Muffig, fiesester 70er-Jahre-Stil, grüner Teppich, gemusterte Tapeten - der Laden sah alles andere als einladend aus. Mahnaz war das egal, für sie war es Liebe auf den ersten Blick. Sie mietete den Laden, renovierte ihn mit Freunden und Familie und legte so den Grundstein zu einer Erfolgsgeschichte.

Elf Jahre ist Mahnaz mittlerweile selbstständig. Seit ihren ersten Styling-Handgriffen im Bremer-Frisör-Salon hat sie sich zu einer etablierten Schönheitsberaterin, zu einem "Arzt für die Seele" wie sie sagt, entwickelt. Menschen sind für die 41-Jährige wie Leinwände. Sie sieht sie an, versucht ihre Persönlichkeit zu erkennen und mit Make-Up und Frisur ein Gesamtkunstwerk aus ihnen zu machen.

Sechs Angestellte arbeiten in Mahnaz' Salon. In den Jahren 2002 bis 2008 konnte sie ihren Umsatz um 300 Prozent steigern. Stammkunden kommen aus der ganzen Welt - aus Mexiko, Monte Carlos, der Schweiz - zu ihr. Zwei Mal wurde sie für den Global Salon Business Award nominiert. Ihre Beauty-Galerie gehört zu den Topsalons des Jahres 2008. Was empfiehlt eine derartig erfolgreiche Gründerin Menschen die auf dem Sprung in die Selbstständigkeit sind: "Ich glaube, dass jeder erfolgreich sein kann. Der Glaube daran versetzt Berge. Sie müssen risikobereit sein. Als Angsthase sollte man sich nicht selbstständig machen."

Ihr Tipp an Selbstständige auf dem Sprung:

Vor der Selbstständigkeit sollten Sie sich über folgende Fragen klar werden: Wer bin ich und was kann ich? Was will ich? Wo will ich hin? Wer sind meine Konkurrenten?

Ihr Lebensmotto:

"Glauben versetzt Berge."

Sind Sie ein Unternehmertyp?

Sybille Rieper und Mahnaz Hagen und haben es geschafft. Sie sind ihre eigenen Chefinnen geworden und haben ihren Traum von der Selbstständigkeit wahr werden lassen. Haben auch Sie schon lange eine Geschäftsidee im Kopf, zögern wegen der bürokratischen Hürden, diese auch in die Tat umzusetzen? Dann Trauen Sie sich. Wenn Sie die Hürden kennen, können Sie sich auf sie vorbereiten und ihnen ausweichen. BRIGITTE.de hat deswegen einen Leitfaden für Gründer zusammengestellt. In ihm haben finden Sie die besten Tipps und Adressen.

Sind Sie ein Unternehmertyp? Eigenverantwortlich arbeiten können, ohne vom Chef bevormundet oder von Kollegen kritisiert zu werden. Es gibt viele gute Gründe sich selbstständig zu machen. Und wenn die Selbstständigkeit nur der letzte Rettungsanker vor dem Absturz in die Arbeitslosigkeit ist. Vom finanziellen Risiko bis zur hohen Arbeitsbelastung gibt es aber auch viele Gründe, die dagegen sprechen. Darum sollte Sie versuchen, genau festzustellen, ob Sie überhaupt das Zeug zum Unternehmer haben.

Der Erfolgsfaktor Ihrer Geschäftsidee ist auch eine Sache Ihrer Persönlichkeit. Nicht jeder ist der geborenen Unternehmer. Wenn Sie sich nicht selbst motivieren können, werden Sie erst recht Schwierigkeiten haben, dies bei Ihren Mitarbeitern zu tun. Selbst wenn Sie nur als Einzelkämpfer Ihren Lebensunterhalt bestreiten wollen, ein paar Eigenschaften sollten Sie auf jeden Fall mitbringen: Selbstdisziplin, Kreativität, Ehrgeiz, Belastbarkeit, Geduld, Kommunikationsfähigkeit und ein Gefühl für Risiken sind die wichtigsten. Auch ohne ein Grundverständnis für Kaufmännisches und Finanzielles werden Sie nicht auskommen. Auch wenn Sie kein gelernter Finanzbuchhalter oder Kaufmann sind, sollten Sie bereit sein, sich mit Zahlen und Zinsen auseinanderzusetzen.

Außerdem sollten Sie darüber nachdenken, inwieweit sich die Selbstständigkeit in Ihr Privatleben eingliedern lässt. 60-Stunden-Wochen lassen sich als Freiberufler oft nicht vermeiden. Wenn Sie also Familie oder einen Partner haben, sollten Sie vorher genau besprechen, inwiefern sie oder er bereit ist, diese Arbeitszeiten zu akzeptieren.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie das Zeug zum Unternehmer haben, können Sie im Internet kostenlose Tests machen. Zum Beispiel die Persönlichkeits-Tests des Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, der Uni-Rostock oder der Eurpean Business School.

Beratungsangebote für Gründer

Viele Gründer wissen oft zu wenig vom Marktgeschehen. Sie überschätzen die Nachfrage für ihr Produkt und unterschätzen die Konkurrenz. Informationsdefizite sind in Deutschland die zweithäufigste Ursache für das frühzeitige Aus junger Unternehmer. Bevor Sie sich selbstständig machen, sollten Sie sich deshalb umfassend von Experten beraten lassen und folgende Fragen klären:

  • Ist meine Geschäftsidee Erfolg versprechend?
  • Reichen meine fachlichen Kenntnisse aus?
  • Stimmen meine Markteinschätzungen?
  • Sind meine finanziellen Überlegungen realistisch?
  • Was muss ich rechtlich beachten?

Beratungsgespräche für Gründer werden vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bezuschusst. Allerdings übernimmt es die Kosten nur, wenn Sie sich von Organisationen der Wirtschaft oder von selbstständigen Beratern/Beratungsunternehmen informieren lassen. Dann trägt der Bund 50 Prozent der Beratungskosten (maximal 1.500 Euro). Sie können den Zuschuss bis zu drei Monate nach Ihrem Beratunsgespräch beantragen. Dem Antragsformular müssen Sie die Rechnung und den Bericht Ihres Beraters sowie einen Kontoauszug beilegen, der belegt dass Sie die Beratung tatsächlich bezahlt haben. Das Antragsformular finden Sie hier.

Einreichen können Sie den Antrag bei folgenden Leiststellen:

DIHK – Service GmbH: Breite Strasse 29, 10178 Berlin, www.dihk.de

Zentralverband des Deutschen Handwerks: Mohrenstraße 20-21, 10117 Berlin, www.zdh.de

Leitstelle für Gewerbeförderungsmittel des Bundes: Agrippinawerft 28, 50678 Köln, www.leitstelle.org

Förderungsgesellschaft des BDS-DGV mbH für die gewerbliche Wirtschaft und Freie Berufe August-Bier-Straße 18, 53129 Bonn, www.foerder-bds.de

Bundesbetriebsberatungsstelle für den Deutschen Groß- und Außenhandel GmbH, (BGA): Am Weidendamm 1 A, 10117 Berlin, www.betriebsberatungsstelle.de

Interhoga Gesellschaft zur Förderung des Deutschen Hotel- und Gaststättengewerbes mbH: Bornheimer Str. 135-137, 53119 Bonn www.interhoga.de

Viele Institutionen bieten kostenlose Beratungsgespräche und Informationen zur Existenzgründung an. Zum Beispiel:

Industrie- und Handelskammern (IHK) Unter www.dihk.de können Sie Broschüren anfordern, Termine für ein Beratungsgespräch vereinbaren oder Gründer-Seminare in Ihrer Nähe finden.

Gründerinnenagentur Unter www.gruenderinnenagentur.de finden Sie eine Liste von Beratungsangeboten in den einzelnen Bundesländern.

Leitstelle für freiberufliche Beratung beim ZDH Auf der Internetseite der Leistelle können Sie nicht nur Ihren Fördermittel-Antrag einreichen, sondern sich auch über Beratungs- und Coaching-Angebote informieren.

Agentur für Arbeit Die Agentur für Arbeit stellt Kontakte zur Kammern und Verbänden her, berät sie in über den Gründerzuschuss und informiert Sie über Existenzgründungszentren in Ihrer Nähe.

Garage In der Garage arbeiten Gruppen von jeweils 15 Leuten gleichzeitig daran, ihre Idee von der eigenen Firma umzusetzen oder sich als Freiberufler selbstständig zu machen. Gleichzeitig werden sie sieben Monate lang finanziell unterstützt. Mehr Informationen unter: www.wasistgarage.de

Der Businessplan: Wofür man ihn braucht und wie er aussehen sollte

Zum einen brauchen Sie einen Businessplan, um den Gründerzuschuss bei der Agentur für Arbeit zu beantragen. Zum anderen hilft er, alle Faktoren, von denen eine gelungene Selbstständigkeit abhängen, zu berücksichtigen. In ihm sollten Sie folgende Fragen unbedingt beantworten:

  • Was ist Ihre Geschäftsidee beziehungsweise Ihr Vorhaben?
  • Wer sind Ihre Kunden?
  • Wer sind Ihre Konkurrenten?
  • Was zeichnet Sie gegenüber möglichen Konkurrenten aus?
  • Welche Qualifikationen/Berufserfahrungen haben Sie?
  • Welchen Standort planen Sie und warum?
  • Was sind die Risiken und Chancen Ihres Unternehmens?
  • Wie sieht Ihre Personalplanung aus?
  • Zu welchem Preis wollen Sie Ihr Produkt bzw. Ihre Dienstleistung verkaufen?
  • Wollen Sie für Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung werben? Wenn ja wie?
  • Welche Rechtsform wollen Sie für Ihr Unternehmen wählen und warum?

 

Der Finanzplan: Was er bringt und wie er aussehen sollte

Auch wenn ihre Geschäftsideen gut sind und echte Chancen haben, sich auch auf einem hart umkämpften Markt durchzusetzen, schätzen viele Gründer ihren Kapitalbedarf falsch ein. Wenn Kunden unpünktlich oder gar nicht bezahlen, geraten sie sofort in finanzielle Schwierigkeiten. Spätestens wenn es um die Finanzierung Ihres Vorhabens geht, sollten Sie sich deshalb unbedingt von einem Steuer- oder Unternehmensberater informieren lassen. Als nächstes sollten Sie einen Finanzplan erstellen. Auch wenn Sie ihn als lästig empfinden: Er hilft Ihnen, alle finanziellen Posten zu berücksichtigen und einzukalkulieren. Das ist auch für potenzielle Geldgeber wichtig. Ohne einen Finanzplan für die nächsten zwei bis drei Jahre werden Sie sie kaum von Ihrem Vorhaben überzeugen können. Folgende Punkte sollten in Ihrem Finanzplan enthalten sein:

Rentabilitätsvorschau: In ihr sollten Sie zwei Dinge deutlich machen: Wie viel Sie zu verdienen hoffen und wie viel Sie glauben, ausgeben zu müssen. Ausgaben können Dinge wie Büromaterialien, die Miete von Räumen, jede Art von Arbeitsgeräten, Computer, usw. sein. Sie sollten bei Ihren Investitionen nicht zu knapp kalkulieren. Für Unvorhergesehenes sollten Sie immer ein finanzielles Polster haben.

Die Rentabilitätsvorschau hilft Ihnen im Laufe Ihrer Selbstständigkeit zu überprüfen, ob Sie Ihre Ziele erreichen oder etwas an Ihrer Planung ändern müssen.

Kapitalbedarf: Dieser Punkt Ihres Finanzplans sollte folgende Fragen beantworten: Wie viel Eigenkapital können Sie mit einbringen? Der Anteil an Eigenkapital sollte 15 Prozent nicht unterschreiten. Wie viel Geld müssen Sie sich von Banken leihen? Welche Förderprogramme könnten Sie in Anspruch nehmen.

Lebenshaltungskosten: Wie hoch sind die Kosten für meinen Lebensunterhalt (Miete, Versicherungen, Lebensmittel, usw.)? Wie viel Geld will oder muss ich mit meiner Selbstständigkeit verdienen, um diese zu decken? Habe ich Reserven für den Fall, dass ich krank werde oder einen Unfall habe?

Liquiditätsvorschau: Ihr Lieferant könnte plötzlich die Preise erhöhen oder Ihr Computer den Geist aufgeben. Darum ist es immer wichtig liquide zu sein. Das heißt, dass Sie genug Rücklagen haben, um spontan anfallende Kosten bewältigen zu können.

Der Gründerzuschuss: So bekommen Sie die staatliche Starthilfe

Der Staat fördert Gründer mit einem Zuschuss. Seine Höhe richtet sich nach der des persönlichen Arbeitslosengeldes zuzüglich einer Pauschale von 300 Euro. Die folgende Liste sagt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie zu der staatlichen Finanzspritze kommen.

1) Als erstes müssen Sie sich bei der Agentur für Arbeit mindestens drei Monate bevor ihr Vertrag ausläuft arbeitslos melden und Arbeitslosengeld beantragen. Wenn Sie gekündigt wurden, sollten Sie dies möglichst sofort machen, ansonsten kann die Agentur eine einwöchige Sperrzeit verhängen, in der Sie kein Geld bekommen. Wenn Sie bereits Arbeitslosengeld I beziehen, überprüfen Sie, ob Sie noch über die notwendigen 90 Tage Restanspruch verfügen. Dieser ist absolut notwendig, um den Zuschuss zu bekommen. Was Sie beachten sollten: Wenn Sie selbst gekündigt haben, haben sie keinen Anspruch auf den Zuschuss

2) Den Antrag auf Gründerzuschuss ausfüllen. Wichtig: Sie bekommen den Antrag ausschließlich und persönlich bei der Agentur für Arbeit.

3) Genehmigungen: Für mache selbstständige Tätigkeit brauchen Sie eine amtliche Erlaubnis oder Genehmigung. Wenn Sie zum Beispiel ein Taxi-Unternehmen gründen wollen, brauchen Sie eine Personenbeförderungsgenehmigung. Erkundigen Sie sich frühzeitig bei der Handels- oder Handwerkskammer, ob Sie eine brauchen.

4) Businessplan und fachkundige Stellungnahme: Ihr Business- und Finanzplan muss zusammen mit dem Antrag für Gründungszuschuss von einer fachkundigen Stelle geprüft und bestätigt werden. Als fachkundige Stelle sind Unternehmens- und Steuerberater, Branchenverbände, Banken, Existenzgründungseinrichtungen oder auch Institutionen und Kammern wie die Handels- oder Handwerkerkammer zugelassen. Die Bearbeitung dauert meist 14 Tage und kostet zwischen bis zu 150 Euro.

5) Finanzamt: Ihr Unternehmen müssen Sie als Gewerbetreibender beim Gewerbeamt, als Freiberufler beim Finanzamt anmelden.

6) Wenn Sie die fachkundige Stellungnahme, den Businessplan und die Anmeldungsbestätigung vom Finanz- oder Gewerbeamt haben, können Sie diese zusammen mit dem Antrag auf Gründerzuschuss, einem Finanzplan und einem Lebenslauf bei der Arbeitsagentur abgeben.

Die Förderdatenbank: Wo sie Zuschüsse und Darlehen bekommen

Neben den Zuschuss für Beratungsgespräch und dem Gründerzuschuss gibt es noch einige andere staatliche Förderungen. Welche Sie wo und wie bekommen, können Sie detailliert auf www.foerderdatenbank.de abfragen. Einfach bei der Schnellsuche unter dem Punkt "Förderberechtigte" Existenzgründer und unter dem Punkt "Fördergebiet" das Bundesland anklicken, in dem Sie wohnen.

Text: Britta Hesener

Kommentare (1)

Kommentare (1)

  • Anonymer User
    Anonymer User
    Man sollte als Gründerin die zahlreichen Möglichkeiten die es gibt nutzen, um sich im Vorfeld einen genauen Überblick zu verschaffen. Naiv an die Sache heran zu gehen kann teuer werden.

    Ich habe dafür eine Plattform geschaffen auf welcher Gründer und Gründerinnen aus ganz Deutschland ganz schnell regionale Ansprechpartner zu den verschiedensten Themen finden. So kann man sich schnell professionelle Hilfe holen und die Chancen, dass die Gründung erfolgreich wird steigen immens. Das Portal finden Sie unter www.selbstständig-selbstständig.de.

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