Anti Aging

Laser, Spritzen, Peelings - glatte Haut auf die sanfte Tour?

Botox ist Partygespräch, Laser klingt schön modern und Lunchtime-Peel nach einem leichten Eingriff - doch Vorsicht: Glatte Haut gibt es nicht ohne Risiko.

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Es sind die Zeichen der Zeit: Die Lippen werden schmaler, über der Lippe kräuselt es sich, um Mund und Nase bildet sich ein scharfer Zug, Lachfältchen bleiben, auch wenn es ernst wird. Ärzte bieten Abhilfe, am liebsten per Spritze. Sie wirkt sofort und verschönert "heimlich". Ohne sichtbare Nähte und erklärungsbedürftige Heilungsprozesse. Mit der Botox-Spritze glätten Hautärzte Falten, die noch nicht so stark ausgeprägt sind. Der Muskel, der die Mimik auslöst, wird vorübergehend lahm gelegt. Um tiefere Falten aufzupolstern, stehen etwa 15 verschiedene Füllstoffe (Filler) zur Verfügung. Sie werden vom Körper aufgenommen und kontinuierlich wieder abgebaut. Sowohl Botox als auch abbaubare Füllstoffe müssen deshalb alle drei bis sechs Monate nachgespritzt werden.

Glatte Haut dank Milchsäure und Silikon

Länger, ungefähr zwei Jahre, halten Spritzen mit Milchsäure. Filler mit kleinen Kunststoffkügelchen (z. B. Artecoll oder Dermalive) wirken sogar dauerhaft, allerdings zu einem hohen Preis! Auch wenn zunächst alles nach Wunsch verläuft, kann es sein, dass sich die "Fremdkörper" irgendwann entzünden. Dadurch kommt es zu schlimmen Gewebeverhärtungen (Granulomen), die die Größe eines Golfballes erreichen können. Besonders leicht passiert das, wenn zu viel auf einmal gespritzt wurde - oder früher bereits andere Substanzen. Die eingewachsenen Kügelchen lassen sich nur noch herausschneiden - und das gibt tiefe Narben.

Genauso schlimm ist flüssiges Silikon, das in Deutschland gar nicht zugelassen ist (nicht zu verwechseln mit Silikon-Gel in Brust-Implantaten). Trotzdem wird es immer wieder gespritzt, vor allem im benachbarten Ausland - oft ohne Wissen der Patientinnen. Es kann im Körper wandern und noch nach vielen Jahren Knoten bilden, sich dauerhaft entzünden und die Haut dunkel verfärben. Seriöse Ärzte setzen deshalb abbaubare Füllstoffe wie Eigenfett, Kollagen oder Hyaluronsäure ein. Sie werden direkt unter die Falte gespritzt und heben sie sofort sichtbar an. Das klappt gut bei Mimikfalten, die weder beim Facelift noch durch ein Peeling verschwinden würden. Auch Lippen können dadurch vorübergehend mehr Volumen bekommen.

Fäden für glatte Haut?

In Deutschland kaum noch angeboten werden feine Goldfäden. Ihr Effekt ist gering, sie lassen sich nur schlecht wieder entfernen. Erfolg versprechender sind neue Fäden aus Russland (Aptos), die mit Widerhaken in die Haut gelegt werden. Auch Gore-Tex-Fäden sind unter der Bezeichnung SoftForm oder Sam im Handel. Die poröse, aber kompakte Substanz wird vom Körper akzeptiert und verwächst dauerhaft. Trotzdem können sie, anders als Silikon, mit einem Schnitt wieder entfernt werden.

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  • Text: Margit Rüdiger