Schönheitsoperationen

Nasenkorrektur, Brustvergrößerung oder Botox-Behandlung –
wir erklären die neuesten Methoden und sagen, wo die Risiken liegen.

In diesem Artikel:

Als Profilplastik bezeichnen Ärzte die gleichzeitige Korrektur von Nase und Kinn, um ein ausgewogenes Gesichtsprofil zu erreichen. Aber auch für sich allein kann ein stark fliehendes oder auffällig vorstehendes Kinn dank einer Kinnkorrektur operativ verändert werden. Ist allerdings eine Kieferfehlstellung die Ursache, muss diese zuerst von einem Kieferchirurgen behoben werden. Ein zu kleines oder fliehendes Kinn wird mit einem Implantat vergrößert. Zur Wahl stehen körpereigene Substanzen wie Knochen/Knorpel aus dem Becken, Ohr oder Rippen. Wird gleichzeitig der Nasenhöcker abgetragen, verwendet man dieses Material. Solche Transplantate müssen zwar erst geformt werden, haben aber den Vorteil, dass sie am besten einheilen und nicht abgestoßen werden. Bei vorgeformten Silikonkissen oder künstlichem Knochen (Hydroxylapatit) sind Fremdkörperreaktionen möglich, aber das ästhetische Ergebnis ist oft besser. Soll eine Kinnverkleinerung vorgenommen werden, wird der Knochen entweder abgefeilt oder durch Herausnehmen eines Keils an der Kinnunterseite korrigiert. Beide Methoden der Kinnkorrektur dauern jeweils 40 bis 60 Minuten und können in Vollnarkose oder unter örtlicher Betäubung mit Dämmerschlaf durchgeführt werden.

Wirkung

Der Zugang erfolgt bei einer Kinnkorrektur durch einen Schnitt im Mund an der Innenseite der Unterlippe oder von außen durch einen Schnitt unter dem Kinn. Bei der Vergrößerung werden Haut und Unterhautgewebe abgetrennt, um eine Tasche für das Implantat zu schaffen. Kunststoffimplantate werden mit Nähten an der Knochenhaut fixiert, während Knochen-/Knorpeltransplantate mittels einer Platte und Schrauben, die im Gewebe verbleiben, mit dem Kinn verbunden werden. Bei einer Verkleinerung wird der zu stark vorspringende Knochen entfernt und der verbleibende Teil glatt gefeilt. Nähte im Mund werden mit einem selbst auflösenden Faden vernäht. Den äußerlichen Schnitt verschließt ein Faden, der nach etwa einer Woche gezogen wird. Zum Schluss erhält das Kinn eine Stütze durch Pflasterstreifen.

Effekt

Etwa fünf Tage nach der Kinnkorrektur beginnen die Schwellungen abzuklingen und die neue Kinnform stellt sich dar. Eine Woche nach der Kinnkorrektur kann man sich auch wieder der Öffentlichkeit zeigen. Ist das Kinn einmal mit Erfolg korrigiert, hält es ein Leben lang.

Risiken und Nebenwirkungen

Schmerzen treten vor allem nach Eingriffen am Knochen auf. Komplikationen sind bei einem erfahrenen Chirurgen eher selten. Allerdings kann es wie bei jeder Operation auch bei einer Kinnkorrektur zu Infektionen, Blutungen und Nervenverletzungen kommen. Implantate können sich infizieren oder verrutschen. Bei Abwehrreaktionen des Körpers muss das Polster wieder entfernt werden. Normal ist bei einer Kinnkorrektur ein Taubheitsgefühl an Kinn und Unterlippe für etwa zwei bis drei Wochen.

Verhalten nach der Behandlung

Gegen die Schwellungen nach einer Kinnkorrektur hilft ein Hochlagern des Oberkörpers im Liegen und kühlen mit Kältepacks. Zu viel Wärme wie heiße Wannen- oder auch bereits Fußbäder sind in den ersten Tagen eher ungünstig. Lieber nur kurz warm duschen. Das Essen anfangs auf flüssige Nahrung beschränken und körperliche Anstrengungen nach einer Kinnkorrektur vermeiden.

Kosten

Eine Kinnkorrektur kostet ab 2000 Euro.

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