Schönheitsoperationen

Nasenkorrektur, Brustvergrößerung oder Botox-Behandlung –
wir erklären die neuesten Methoden und sagen, wo die Risiken liegen.
In diesem Artikel:

Die Blitzlampentherapie, abgekürzt IPL (Intense Pulsed Light), arbeitet mit der Energie einer Blitzlampe. Der Lichtstrahl wird von Wasser, dem roten Blutfarbstoff oder dem Farbstoff des Haares in Wärme umgewandelt. Dies führt zur Zerstörung der betroffenen Trägersubstanz. Die Eindringtiefe des Strahles ist von der Wellenlänge abhängig. Auf einer Neuentwicklung der "fraktionierten Photothermolyse" basiert der Fraxel-Laser. Dabei werden nur ca. 20 Prozent der Haut auf einmal behandelt, der Rest bleibt intakt.

Wirkung

Mit der IPL-Methode lassen sich rote Äderchen, Pigmentflecken und störende Haare wegblitzen. Während das Handstück über die Hautoberfläche fährt, spürt man allenfalls ein Brennen bis Stechen. Der Fraxel-Laser stanzt ähnlich wie bei Pixeln in der digitalen Fotografie winzigste Punkte aus der Haut. Das soll durch die angeregte Kollagenstraffung in der Lederhaut bei gleichzeitiger Regeneration der Oberhautzellen eine Hautverjüngung bewirken. Auch Altersflecken, Sonnenschäden, vergrößerte Poren und flache Narben lassen sich auf diese Weise beseitigen.

Effekt

Durch die IPL-Bestrahlung kommt zur so genannten Photo-Oxidation in der Haut. Ausgelöst durch diesen Prozess verdunkeln sich die Pigmentflecke zunächst leicht und werden anschließend vom Körper abgestoßen. Um ein kosmetisch ansprechendes Ergebnis zu erzielen, sind zwischen ein und vier Behandlungen im Abstand von vier Wochen erforderlich. Bei dem Fraxel-Laser wird eine beginnende Hautstraffung nach etwa zwei bis drei Tagen sichtbar. Auch hier verfärben sich die gepixelten Stellen bräunlich und schälen sich dann, bis die reorganisierte obere Hautschicht das tote Gewebe Stück für Stück ersetzt. In der Regel sind mehrere Sitzungen in monatlichen Abständen nötig. Das optimale Ergebnis zeigt sich nach vier bis fünf Monaten und hält mehrere Jahre bei entsprechender Lebensführung.

Risiken und Nebenwirkungen

Leichte Schwellung und Rötung in den ersten drei bis fünf Tagen sind nach einer Photothermolyse normal. Eine unsachgemäße Behandlung kann bei beiden Methoden zu Pigmentverschiebungen und Narben kommen.

Verhalten nach der Behandlung

Die Photothermolyse-Methoden sind so minimal invasiv, dass keine Ausfallzeiten zu erwarten sind. Allerdings muss die Haut mindestens sechs Wochen vor schädigender UV-Strahlung geschützt werden. Mindestens LSF 30 verwenden. Nur so lassen sich Pigmentverschiebungen vermeiden. Um eine starke Hautdurchblutung zu verhindern, ist auf Sport oder körperliche anstrengende Aktivitäten, heiße Bäder oder Sauna je nach Größe des behandelten Areals und Heilungsverlaufes mindestens einen Tag lang, unter Umständen bis zu einem Monat zu verzichten. Make-up ist schon nach einem Tag möglich, sofern keine offenen oder nässenden Wunden bestehen.

Kosten

Je nach Größe der zu behandelnden Hautpartie kostet die IPL-Technologie ab 150 Euro pro Sitzung, die Behandlung mit dem Fraxel ab 1000 Euro.

Letzte Kommentare
  • dieter roloff
    am 28.02.12 um 20:25
    Man spricht hier von einer auswählenden oder partiellen Absorption der Laserstrahlung. Die aufgenommenen Photonen werden in Wärme umgewandelt. Die Laserstrahlung muss also unter anderem auch genügend energiereich sein. Siehe auch: http://www.ltc-gmbh.de/ipl_geraete.html
 
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