Schönheitsoperationen

Nasenkorrektur, Brustvergrößerung oder Botox-Behandlung –
wir erklären die neuesten Methoden und sagen, wo die Risiken liegen.

In diesem Artikel:

"Hypoplasie" lautet der medizinische Fachausdruck für einen zu flachen Po. Er kann schon bei Jugendlichen erbbedingt sein und ein Problem darstellen. Mit einem Po-Implantat kann ihm der Chirurg zu schöneren Rundungen und mehr Volumen verhelfen. Po-Implantate sind wie die Silikonkissen für die Brust aus einem schnittfesten Gel mit oberflächlich angerauten oder glatten, stärkeren Hüllen. Die speziell für den Po entwickelten Polster gibt es in mehreren Größen für Männer und Frauen von 180 bis 400 Milliliter. Welches Po-Implantat gewählt wird, richtet sich nicht nur nach dem eigenen Geschmack. Ausschlaggebend sind auch Beckendurchmesser und Dehnbarkeit der Muskulatur. Der etwa dreistündige Eingriff findet in Vollnarkose und Bauchlage statt.

Wirkung

Um mit dem Po-Implantat ein symmetrisches, ästhetisch perfektes Resultat zu erreichen, zeichnet der Arzt die Lage und Größe der Implantate auf die beiden Gesäßhälften. Die Polster müssen stets oberhalb der sogenannten Trochanterlinie platziert werden, die an der unteren Begrenzung des Steißbeins horizontal über die Gesäßbacken verläuft. Diese Positionierung gewährleistet, dass der Patient später bei aufrechter Sitzhaltung nie auf dem Po-Implantat sitzt. Der Schnitt verläuft in der Po-Falte circa fünf bis sieben Zentimeter ab Steißbeinspitze. Von dieser Öffnung aus wird das Gewebe nach beiden Seiten großzügig gelöst, um Platz für das Po-Implantat zu schaffen. Anders als bei der Brust wird das Lager nicht größer angelegt als das Kissen misst, um die Gefahr des Verrutschens zu minimieren. Sitzt es richtig, können die Nähte in der Pofalte geschlossen und für vier bis fünf Tage ein Tapeverband angelegt werden.

Effekt

Nach etwa zwei Monaten ist das Ergebnis zu beurteilen. Der Push-up-Effekt bleibt in der Regel dauerhaft erhalten. Ärzte empfehlen jedoch, das Po-Implantat nach zehn Jahren austauschen zu lassen.

Risiken und Nebenwirkungen

Anfangs starke Schmerzen und Schwellungen sind normal. In den ersten drei Wochen nach dem Eingriff, bis das Po-Implantat vom Körper mit einer Bindegewebekapsel endgültig fixiert ist, kann es verrutschen. Die Kapsel kann in seltenen Fällen schrumpfen und wie bei Brustimplantaten zu schmerzhaften Verhärtungen führen, die einen Austausch des Implantats erfordern. Werden die Kissen unmittelbar unter der Haut ins Fettgewebe implantiert, können sich später sichtbare Umrisse abzeichnen. Ischiasschmerzen nach der Operation deuten darauf hin, dass der Ischiasnerv verletzt wurde.

Verhalten nach der Behandlung

Drei Wochen lang muss der Operierte Tag und Nacht ein festes Miederhöschen mit Bein tragen. Geschlafen wird anfangs nur in Bauchlage. Schmerzmittel und muskelentspannende Medikamente, die eine starke Anspannung der Gesäßmuskeln verhindern, sind Standard nach einem Po-Lifting. Leichte gymnastische Übungen sind nach drei Wochen wieder erlaubt. Auf anstrengende Sportarten muss man sechs bis acht Wochen verzichten.

Kosten

Ab 5000 Euro inklusive Implantate

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