Anti Aging

Schönheits-OP im Gesicht: Einschneidende Maßnahmen

Gegen die Schwerkraft kommt langfristig niemand an. Da hilft nur, Frieden mit dem Alter zu schließen - oder eine Schönheits-OP im Gesicht?

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Frauen, die zum ästhetischen Chirurgen gehen, teilen sich in zwei Gruppen. Da sind einmal die 18- bis 35-Jährigen. Sie lassen Fett absaugen oder ihre Nase operieren. Die über 45-Jährigen wollen dagegen die Zeichen der Zeit ausbremsen: Schlupflider, Tränensäcke, Hängebäckchen, "traurige" Mundwinkel oder das Doppelkinn im Gesicht. Alle Eingriffe im Gesicht verlangen nach Experten, die die modernen Operationstechniken wirklich beherrschen. Mindestens 25 Varianten haben plastische Chirurgen allein in der Facelift-Technik entwickelt. Hinter geheimnisvollen Abkürzungen wie SMAS, SMILE oder Brightening verbergen sich unterschiedliche Methoden, nach denen oberflächlich oder bis in die Muskulatur hinein operiert wird. Welche Technik angewendet wird, ist von Alter und Hautbeschaffenheit der Patientin abhängig - und von der Vorliebe der jeweiligen Chirurgen.

Generell lautet die Devise: "So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich." Extreme Straffungstechniken sind passé. Und je tiefer das Skalpell vordringt, desto größer ist die Gefahr, Schäden an den Gesichtsnerven anzurichten - manchmal mit den katastrophalen Folgen einer dauerhaften Lähmung. Liftings sind ohnehin kein Kinderspiel. Erfahrene Chirurgen wie Dr. Detlev Witzel aus Berlin vergleichen sie mit einer Operationen am offenen Herzen. Wie bei jeder größeren OP kann es zu Nachblutungen, Thrombosen, Infektionen und Wundheilungsstörungen kommen. Wenn alles gut geht, kann ein Lifting drei- bis viermal wiederholt werden.

Manchmal reicht es schon, nur die abgesunkenen Wangen anzuheben, oder es wird ein "unteres Lifting" gegen einen faltigen Hals und erschlaffte Konturen gemacht.

Für so genannte endoskopische Eingriffe, die mit Hilfe einer kleinen Kamera durchgeführt werden, genügen wenige Schnitte. Zum Beispiel drei bis fünf Mini-Öffnungen hinter der Haarlinie, um Stirn und um tief liegende Brauen anzuheben. Bei Nasenkorrekturen überprüfen Operateure per Minikamera, ob der Höcker am Nasenrücken tatsächlich so abgetragen ist wie gewollt. Früher konnte man dies lediglich ertasten.

Gebündelte Laserstrahlen arbeiten ähnlich wie ein Skalpell und werden hauptsächlich am Unterlid eingesetzt. Vorteil: Es blutet nicht. Tränensäcke können durch die Hitzewirkung einfach "verdampft" werden - ganz ohne Schnitt.

Früher wurde bei einer Lidstraffung das Fett aus Ober- und Unterlid grundsätzlich vollständig herausgenommen - heute bleibt es größtenteils drin. Dadurch vermeidet man tief liegende "Totenkopfaugen". Das vorgewölbte Fett (aus dem hängenden Lid) wird wieder in die Augenhöhle zurückgeschoben, wo es ursprünglich hingehörte.

Der Trend geht zur vorgetäuschten Natürlichkeit. Ein Eingriff ist dann gut gelungen, wenn man ihn nicht auf den ersten Blick sieht.

Auf den nächsten Seiten haben wir für Sie Informationen zu Oberlidstraffung, Unterlidstraffung mit Skalpell und dem Laser, Mini- und Mannequinlift, Midfacelifting, SMAS-Lifting, Doppelkinn straffen, Stirnlift endoskopisch, klassischem Stirnlifting und Nasenkorrektur zusammengestellt.

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  • Text: Margit Rüdiger