Perfekte Pflege für jedes Haar
Sensibel, gespannt, überreizt? Pflege bei empfindlicher Kopfhaut und Schuppen
Jede zweite Frau in Deutschland leidet unter gereizter Kopfhaut, so eine Studie des Marktforschungs-Instituts Ipsos. Die Ursachen dafür können zum Beispiel Veranlagung, Stress, falsche Ernährung oder trockene Heizungsluft sein. Dabei fühlt sich eine spannende, juckende Kopfhaut nicht nur unangenehm an, das damit verbundene häufige Kratzen schädigt auch die Haaroberfläche, haben die Wissenschaftler von Procter & Gamble herausgefunden. Dagegen helfen jetzt milde Shampoos und Conditioner mit entzündungshemmender Linolsäure, beruhigendem Lakritz- oder ausgleichendem Eukalyptus-Extrakt. Zudem sollte alles vermieden werden, was die Kopfhaut reizt - zum Beispiel zu heißes Duschen, Föhnhitze oder Metallbürsten mit spitzen Borsten. Neuerdings gibt es auch spezielle Stylingprodukte für empfindliche Kopfhaut: Sie haben einen hautneutralen pH-Wert und kommen ohne Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe aus. "Alkohol ist zwar weiter enthalten, verfliegt aber in der Regel, bevor er auf die Kopfhaut gelangt", erklärt Dr. Alexandra Balk vom Test-Institut ProDerm in Hamburg. Besonders unangenehm, wenn sich auch noch kleine weiße Schuppen von der Kopfhaut lösen - ein Problem, das immerhin 50 Prozent aller Deutschen kennen. Anstatt sich wie normalerweise alle 28 Tage zu erneuern, verliert die oberste Kopfhautschicht plötzlich ständig kleine Schüppchen. Häufigste Ursache dafür ist der Hefepilz Malassezia: "Der Pilz produziert ungesättigte Fettsäuren, die die Kopfhaut reizen und den Erneuerungsprozess beschleunigen", so Dr. Frauke Neuser, Chemikerin im Europäischen Forschungszentrum von Procter & Gamble in England. Spezielle Anti-Schuppen- Shampoos hemmen den Hefepilz mit Wirkstoffen wie zum Beispiel Zink oder Selendisulfid (mittlerweile gibt es sogar Anti-Schuppen-Shampoo für coloriertes Haar). Für alle gilt: Sobald man die Pflege absetzt, "erholt" sich der Pilz und ist nach einigen Tagen wieder vermehrt vorhanden. Er ist eigentlich ein ganz natürlicher Bestandteil der Haut, kann aber durch bestimmte Auslöser aus der Balance geraten. Schuld daran können hormonelle Umstellungen während der Pubertät oder Wechseljahre sein, Stress oder falsche Ernährung. Menschen, die zu sehr fettiger Kopfhaut neigen, sind häufiger betroffen. Kommen zu den Schuppen auch noch Entzündungen der Kopfhaut dazu oder schlägt das Shampoo überhaupt nicht an, am besten zur Hautärztin gehen, um mögliche Krankheiten auszuschließen.

















