Nude-Look: natürlich schön

Ton in Ton geschminkt, in allen Braunschattierungen - der aktuelle Nude-Look wirkt kein bisschen blass, sondern einfach nur natürlich schön. Und er passt perfekt zu jedem Outfit. Wie er funktioniert:

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Der neue Nude-Look - Schritt für Schritt

Erstes Gebot: ein ebenmäßiger Teint. Bei Fältchen oder großen Poren helfen verfeinernde "Primer" mit leichtem Weichzeichner-Effekt (z. B. "Pore Minimizer Instant Perfector" von Clinique). Mit Concealer Unregelmäßigkeiten ausgleichen und nur wenig Grundierung von der Gesichtsmitte nach außen verteilen. Rouge? Kann, muss aber nicht sein. Zum Akzentuieren am besten helle Nougat-Töne etwas unter dem Jochbein auftragen, Apricot-Töne für mehr Frische direkt auf den Wangen.

Lidschatten (matt oder mit leichtem Schimmer) mit dem Pinsel oben über die Lidfalte hinaus verteilen, ganz zart auch am unteren Lid entlang zeichnen. Die Lidschattenfarben: helles Walnuss- und Zimtbraun (schön bei grüner und brauner Iris), Graubraun (passt toll zu blauen und braunen Augen). Die Brauen mit speziellem Puder auffüllen (z. B. von Givenchy), Wimpern nur mit transparentem Pflegegel (z. B. von Talika) oder ganz zart braun tuschen.

Den Mund mit cremigen Lippenstiften in hellen Braun- und Braunrosé-Tönen schminken, alternativ macht sich auch ein transparenter Gloss mit leichtem Farbschimmer gut.

Alles eine Typ-Frage

Brünette Frauen können tendenziell kräftiger in den Farbtopf greifen. Doch wer helle Augen, helle Haut und helle Haare hat, bleibt auch in den Natur-Look-Tönen heller und rosiger. Wichtig ist, dass bei diesem Make-up ein Fokus gesetzt wird: zum Beispiel auf die Augen oder die Lippen. Von L'Oréal Paris kommt ein besonderer Nude-Look-Service für Farbunsichere: Die Lippenstifte "Made For Me Naturals" aus der Color-Riche-Linie gibt es abgestimmt auf Haar- und Hauttöne von blonden und dunkelblonden Frauen, solche mit kastanien- und dunkelbraunen Haaren sowie für Frauen mit dunklem Teint.

Make-up: Wie findet man seinen Ton?

Handrücken oder Wange - wo testet man die Foundation, damit sie wirklich gut zum Hautton passt? Es ist der Bereich kurz vor dem Ohrläppchen, der Übergang vom Kieferknochen zum Hals.

Lieber nicht!
Glänzende Stellen zwischendurch mit hautfarbenem Puder abtupfen? Nein, der Teint wird fleckig. Besser sind farblose, ölabsorbierende Blättchen gegen den unschönen Schein (z. B. von Shiseido, Kanebo).

Experten-Interview

Drei Fragen an James Kaliardos, internationaler Visagist im Team von L'Oréal Paris

Klingt alles so natürlich und einfach. Kann man bei dem Look überhaupt etwas falsch machen?
Ja, zu dick auftragen. Besonders bei der Grundierung. Frauen mit fettiger Haut würde ich deshalb raten, die Unregelmäßigkeiten an der Nase oder unter den Augen nur mit einem Concealer abzudecken. Die sind meist nicht besonders fetthaltig und können so eine gute Make-up-Alternative sein.

Wirkt so ein Ton-in-Ton-Look nicht schnell langweilig?
Alles in allem erscheint dieser Look, wie der helle Nude-Look der vergangenen Jahre, monochrom, er bleibt natürlich. Aber er hat jetzt das gewisse Etwas: Es werden die Augenbrauen betont, die Augen geschminkt, und hier und da schimmern metallische Reflexe - ein feiner Glanz auf dem Augenlid, das macht dieses gewisse Etwas aus.

Verraten Sie uns noch einen speziellen Trick?
Wenn die Wimpern besonders zart und natürlich betont werden sollen, dann würde ich ihnen erst mit der Wimpernzange einen leichten Schwung geben und sie danach nur an der Wurzel tuschen, nicht bis ganz in die Spitzen.

  • Text: Angela Schöneck
    Illustration: Armin Metzger
    Still: Thomas Neckermann
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