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Beauty-Tricks
Augenbrauen richtig zupfen

Nicht zu buschig, nicht zu schmal: Perfekte Augenbrauen sollen möglichst einen hübschen Schwung haben. Wir erklären, wie ihr die Härchen richtig zupft.

Foto: Cirou/Corbis

Vor dem Zupfen schaut euch eure Augenbrauen am besten erst einmal genau an. Wie sehen die Brauen aus? Sind sie voll oder schmal? Haben sie einen dramatischen Schwung, einen Knick oder sind sie gerade? Starvisagistin Bobbi Brown rät: "Nehmt eure natürliche Augenbrauenform als Vorlage. Früher wurde viel Wert darauf gelegt, die Augenbraue 'neu zu erfinden', das Gesicht dadurch zu verändern oder zu konturieren. Heute wird von dieser künstlichen Form abgesehen. Natürlich schöne, perfekt definierte Augenbrauen sehen einfach bei jeder Frau super aus."

Aber wie genau bekommt man "schöne, perfekt definierte Brauen" hin?

Foto: Silke Werzinger

Nehmt einen dünnen Pinsel und einen Kajal- oder Augenbrauenstift zur Hand und schaut gerade in den Spiegel. Legt den Pinsel zuerst senkrecht und ganz gerade am äußeren Nasenflügel an, so dass er bis zur Braue reicht. Dort macht ihr mit einem Kajal- oder Augenbrauenstift einen kleinen Strich, denn: Hier sollte die Augenbraue beginnen. Legt den Pinsel nun ein zweites Mal an, dieses Mal aber schräg, so dass der Pinsel vom Nasenflügel vorbei am unteren äußeren Rand des Auges nach oben zeigt. Auch hier macht ihr einen feinen Strich - an dieser Stelle sollte die Braue enden. Den höchsten Punkt der Braue, den Wendepunkt also, ermittelt ihr, indem ihr den Pinsel ein weiteres Mal anlegt, und zwar so, dass er am äußeren Nasenflügel anliegt und durch die Mitte der Pupille nach oben zeigt. Auch diesen Punkt markiert ihr am oberen Rand der Braue.

Um zu überprüfen, ob ihr die Brauen an beiden Seiten gleichmäßig zupfen müsst, schaut ihr zunächst ganz böse in den Spiegel. Kneift die Augen zusammen und macht Stirnfalten. Jetzt legt ihr den Pinsel horizontal an die obere Grenze der Brauen. Anschließend zieht ihr die Stirn in Falten und die Brauen hoch und legt den Pinsel an die untere Grenze. Auf diese Weise lässt sich leicht prüfen, ob die Brauen gerade sind. Wiederholt vor allem die letzten beiden Schritte während des Zupfens immer wieder - so geht ihr sicher, dass ihr links oder rechts nicht zu viel wegnehmt.

Bei der Wahl der perfekten Brauenform können auch Schablonen hilfreich sein. Achtet aber darauf, dass sie in Schwung und Länge der natürlichen Form eurer Brauen entsprechen. Zeichnet die Form mit einem Augenbrauenstift nach und wiederholt die oben genannten Schritte noch einmal. Entspricht die Form den Kriterien, könnt ihr mit dem Zupfen beginnen.

Welche Enthaarungsmethode darf's sein?

Die Techniken reichen vom klassischen Zupfen mit der Pinzette über das Definieren mit einem Augenbrauenmesser bis hin zum Schneiden mit einer speziell geformten Schere. Generell gilt: Getrimmt wird nur der untere Rand der Braue. Bevor es losgeht, kämmt die Brauen mit einem kleinen Bürstchen nach oben und nach außen. Solltet ihr euch für die klassische Methode, das Zupfen, entscheiden, zupft ihr die einzelnen Härchen immer von unten nach außen. Das garantiert, dass die feinen Haare auch genauso wieder nachwachsen - kaum etwas ist ärgerlicher als Brauen, die plötzlich in die andere Richtung sprießen. Bobbi Browns Tipp: "Investiert unbedingt in eine gute Pinzette mit einer flachen, schrägen Spitze. Um das Brennen zu minimieren, immer nach dem Duschen zupfen, wenn die Poren geöffnet sind."

Gibt es Alternativen zur Pinzette?

Ja! Sie reichen vom Waxing übers Sugaring bis hin zur Faden-Technik. Vor allem letztere ist sehr beliebt und wird in immer mehr Kosmetikstudios angeboten. Dabei werden die Härchen mitsamt des Follikels mit einem verzwirbelten Garn entfernt. Sehr effektiv, aber auch nicht ganz schmerzfrei.

Wer nicht alle paar Wochen zur Kosmetikerin gehen möchte, greift zu speziellen Kaltwachs-Streifen fürs Gesicht. Der Vorteil: Vor allem feine Härchen an den äußeren unteren Rändern der Brauen lassen sich schnell und einfach entfernen. Der Nachteil: Zum Formen der Brauen sind die Strips weniger gut geeignet, da sich einzelne Haare - vor allem solche, die sehr nah an der optimalen Brauenform liegen - nur sehr schwer entfernen lassen. Auch wenn eure Brauen in unterschiedliche Richtungen nachwachsen, solltet ihr von den Streifen absehen und lieber eine Fachfrau aufsuchen.

Und: Finger weg von Enthaarungscremes! Die meisten sind wahre Chemiekeulen und haben rund um die empfindliche Augenpartie nichts zu suchen.

Christina Vacirca, Senior Make-up-Artist bei Mac Cosmetics, hat noch einen Tipp. Sie schwört auf Augenbrauenrasierer: "Ich habe immer einen in meinem Kit. Der Vorteil ist, dass die Härchen schnell und einfach entfernt werden können und auch schnell wieder nachwachsen, meistens sogar schon innerhalb weniger Tage." Auch sehr feine, lange Härchen, die über den idealen Rahmen der Braue hinausreichen, aber nicht gezupft werden können, weil sonst ein Loch in der Braue entstehen könnte, trimmt ihr am besten mit Schere oder Messer. 

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