Beauty-Tricks
Anleitung: Maniküre für gepflegte Hände

Maniküre für gepflegte Hände: Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt alles, was Sie wissen müssen. Mit unserer Anleitung gelingt Ihre Maniküre im Handumdrehen!

Schön gepflegte Hände sind ein Aushängeschild - im Sommer und im Winter. Dafür bedarf es aber der richtigen Maniküre. Wir zeigen Ihnen in einer Anleitung Schritt für Schritt auf was Sie bei der Maniküre achten müssen, welche Nagelformen bei der Maniküre jetzt Trend sind und welche Tricks Sie anwenden können, damit der Lack schön lange hält. Dazu haben wir noch ein paar Tipps, worauf Sie bei der Maniküre beim Profi achten sollten und wie Sie mit der richtigen Pflege auch über Nacht etwas für Ihre Hände tun können. Außerdem: Eine Anleitung für eine wohltuende Handmassage. Hier ist die beste Anleitung für eine perfekte Maniküre in zehn Schritten!

  • Maniküre-Tipp 1: Welche Nagelform liegt im Trend?
    Extrem eckig war gestern. Jetzt gehen die Nägel drei bis fünf Millimeter über die Fingerkuppe hinaus, laufen vorn mandelförmig zu und sind an den Ecken elegant abgerundet. Diese Nagelform gewährleistet übrigens die beste Stabilität für den Nagel, ist er zu schmal und spitz gefeilt, knickt er leicht ab und reißt ein - meistens da, wo es richtig wehtut, am Nagelbett. Falls Ihnen diese Form zu unpraktisch ist, können Sie sie aber auch ganz kurz tragen und bei der nächsten Maniküre die Seiten etwas eckiger feilen. Für beide Varianten den Bogenverlauf möglichst auf die Form des Nagelbetts abstimmen – so wirkt das Ergebnis besonders harmonisch.
  • Maniküre-Tipp 2: Richtig feilen bei der nächsten Maniküre
    So gehts richtig: Am besten nicht warten, bis die Länge nervt, sondern die Nägel regelmäßig kürzen. Mit der Feile hat man den sensibelsten direkten Einfluss auf den Nagel. Wer gesunde Nägel hat, kann zwischendurch ruhig eine feinkörnige flexible Saphirfeile benutzen. Bei brüchigen, splitternden Nägeln machen sich jedoch gepolsterte Feilen mit sehr feiner Körnung besser sie geben bei zu viel Druck nach.

    Eine Alternative sind Glasfeilen. Sie bringen durch die angeraute, aber sonst ganz glatte Oberfläche auch weiche Nägel schonend in Form, nutzen sich so gut wie nicht ab und lassen sich unter fließendem Wasser leicht säubern. Nicht zum Kürzen, jedoch zum Versiegeln der Nagelränder bei brüchigen Nägeln nimmt man am besten Mineralfeilen. Dabei handelt es sich um Feilen aus feinen gepressten Siliziumteilchen, die sich beim Feilen in den Nagel reiben und ihn regelrecht versiegeln.
  • Maniküre-Tipp 3: Lack auftragen
    1. Damit die Farbe gut haftet, die Oberfläche erst mit Nagellackentferner entfetten.
    2. Um Verfärbungen vorzubeugen, danach einen pflegenden Unterlack auftragen. Etwa fünf Minuten trocknen lassen.
    3. Bei hellem Nagellack genügt eine Schicht. Dunkle Farben sollte man dagegen zweimal bei der Maniküre auftragen - zwischendurch ungefähr vier Minuten warten.
    4. Etwa zehn Minuten nach der letzten Schicht kann der Oberlack aufgetragen werden. Er schützt den Nagellack und gibt noch mehr Glanz. Die ersten Minuten nach dem Auftragen ist der Lack besonders empfindlich - deshalb sollte man ihn in dieser Zeit nicht berühren. Kommt es doch zu einem Abdruck, helfen Produkte, die den Lack anlösen und wieder glattziehen.

    Tipp von David Fowler, Nail Art Designer von Maha Cosmetics, der regelmäßig bei den Modenschauen in New York, London, Paris und Mailand dabei ist. "Um die Farbpigmente gleichmäßig zu verteilen, die geschlossene Nagellackflasche kurz zwischen den Handflächen hin und her reiben. Nicht schütteln, sonst gelangen kleine Luftbläschen in den Lack. Anschließend streicht man den Pinsel einmal ab und beginnt mit dem Lackieren: in der Mitte anfangen, anschließend kommen die Seiten dran. Damit die Farbe nicht verläuft, immer etwa einen Millimeter Freiraum zur Nagelhaut lassen."
  • Maniküre-Tipp 4: Farben für die Finger
    Nagellacke sind die neuen It-Bags für die Finger: Besonders angesagt sind momentan changierende Metallic-Nuancen von Blau über Lila bis hin zu Pink, aber auch Grau- und Schlammtöne sind nach wie vor gefragt. Tipp: Mit einem speziellen Überlack können Sie jedem Lack ein mattes Finish verleihen.

    Immer schön: dezente Nude-Töne in Milchweiß, Rosé oder Beige. Und wer's ganz pur mag: Nägel entweder auf Hochglanz polieren oder aufhellenden Nail-Whitener aufpinseln - damit wirken sie wie nagelneu!
  • Maniküre-Tipp 5: Maniküre beim Profi
    Wer sich die Nägel nicht selber machen möchte, geht am besten in ein Nagelstudio. Neben der Maniküre erfährt man dort auch etwas über seinen Nageltyp. Infos zu Adressen gibt es zum Beispiel unter www.alessandro.de, www.freshnails.de oder www.american-nails.com.

    Bei der Wahl des Nagelstudios sollte auf jeden Fall auf die Hygiene geachtet werden:
    • Werden Ihre Hände desinfiziert?
    • Desinfiziert die Kosmetikerin ihre Hände?
    • Trägt sie Handschuhe? (In manchen Bundesländern Vorschrift)
    • Werden Werkzeuge sterilisiert, oder landen sie nach dem Benutzen gleich wieder im Ständer?
    • Gibt es frische Handtücher?
    • Sind die Armauflagen abwaschbar?
    • Ist der Raum sauber - kaum Staub, kein Kleinkram, der herumliegt?
  • Maniküre-Tipp 6: Schöne Hände über Nacht
    Früher wurden die Hände vor dem Schlafengehen dick mit Allzweckcreme eingeschmiert und dünne Baumwollhandschuhe drübergezogen, heute gibt es besondere Nachtcremes extra für die Hände. Ob mit oder ohne Handschuhe: Diese Cremes sind meist besonders reichhaltig und wollen die Haut in ihrer mehrstündigen Ruhepause mit ausgleichenden Pflanzenextrakten und -ölen beim Regenerieren unterstützen.
  • Maniküre-Tipp 7: Gegen die Zeichen der Zeit
    Ebenfalls neu ist die Sparte der Anti-Age-Cremes für die Hände. Ihr Geheimnis? Sie enthalten neben einer extragroßen Portion zellschützender Radikalfänger jede Menge Anti-Age-Wirkstoffe (z. B. aus Oliven oder Soja). Häufig sind in die Creme noch UVA- und UVB-Lichtschutzfilter (LSF) eingearbeitet; denn einer der Hauptfaktoren für die vorzeitige Hautalterung ist nun mal UV-Licht. In vielen Anti-Age-Rezepturen stecken außerdem Maulbeer- oder Süßholzwurzelextrakte, die bereits bestehende Pigmentflecke leicht aufhellen sollen.
  • Maniküre-Tipp 8: Nagelpflege mit Bio-Touch
    Natürliche Inhaltsstoffe sind im Trend, Grüner-Tee-Extrakt etwa oder glättendes Arganöl. Einige Hersteller achten dabei sogar auf geprüfte Öko-Qualität. Ob Bio oder nicht: Wichtig ist, dass die Nägel beim Händeeincremen nicht vergessen werden. Und dass Nägel, die leicht splittern, besonders gut gepflegt werden - ob mit Nagelöl oder -creme, ist Geschmackssache. Nagellack und besonders der Entferner trocknen die Nägel immer aus. Wer ständig eingerissene, spröde Nägel hat, sollte daher lieber eine Zeit lang aufs Lackieren verzichten oder zumindest regelmäßige Lackpausen mit Intensivpflege einlegen.
  • Maniküre-Tipp 9: So bleiben die Nägel gesund
    Gesunde Nägel brauchen viel Zink, Vitamin A, B-Vitamine und Biotin. Diese Stoffe kommen vor allem in Haferflocken und Truthahn (Zink), Möhren und Aprikosen (Vitamin A), Brokkoli und Spinat (B-Vitamine), Eiern und Sojabohnen (Biotin) vor. Eisenmangel ist oft ein Indiz für brüchige Nägel, Eisenpräparate oder Tabletten mit Biotin können hier Abhilfe schaffen.
    Mit Mangelzuständen werden oft Veränderungen am Nagel begründet. Doch die berühmten weißen Flecken sind nicht etwa auf Kalzium- oder Eiweißmangel, sondern z. B. auf Manikürefehler zurückzuführen. Für die Flecken ist oftmals eine mangelnde Verschmelzung der Nagelplatten mit Lufteinlagerung verantwortlich, die aufgrund der veränderten Lichtreflexion milchig-weiß erscheinen. Wenn sich Querbänder über die Nägel ziehen (Indiz für bakterielle Schädigung) oder streifige, dunkle Pigmentierungen zeigen (schlimmstenfalls Hautkrebs), sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.
  • Maniküre-Tipp 10: Wohltuende Handmassage
    Wunderbar entspannen kann man bei einer schnellen Handmassage, am besten von der besten Freundin oder dem Liebsten verabreicht. Hierfür etwas Handcreme auf dem Handrücken verteilen und vorsichtig zwischen den Handknochen vom Handgelenk in Richtung Fingerspitzen massieren. Dann die Haut zwischen den Handknöcheln leicht drücken und in kreisenden Bewegungen massieren. Anschließend leicht mit dem Daumen über den Handrücken kreisen. Nun wird die Hand umgedreht und die Handinnenfläche mit kräftigen, kreisenden Druckbewegungen bis in die Fingerspitzen geknetet. Zum Schluss die Hand sanft ausstreichen, danach wird die andere Hand mit den gleichen Bewegungen massiert. Die Hände werden es danken - sie fühlen sich weich an und sind durch und durch relaxt!
  • Fotos: iStockphoto/Thinkstock, StyleNotes
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