Macht-Schnitte: Frauen verändern ihre Frisuren
Frauen verändern oft ihre Frisuren, wenn sich was ändert. Von braun auf blond, lang auf kurz oder von glatt zu lockig. Eine haarige Stilkritik der First Ladys und wichtiger Politikerinnen!
Frauen verändern ihre Frisuren: Julija Timoschenko
Ihr Markenzeichen, die blonde Gretchenfrisur, legte sie sich im Jahr 2004 zu, als sie zum Gesicht der orangenen Revolution wurde. Die akkurate Frisur, zusammen mit der strengen Brille, trug sie die folgende Jahre bei jedem öffentlichen Auftritt und selbst im Gefängnis, wo sie momentan mittels Hungerstreik gegen zu harte Haftbedingungen protestiert, sieht man sie nur mit Zopf.
Frauen verändern ihre Frisuren: Christine Lagarde
Sie ist eine der mächtigsten Frauen Frankreichs: Von 2007 bis 2011 gehörte Christine Lagarde als Wirtschafts-und Finanzministerin dem Kabinett von Premierminister François Fillon an. Damals noch mit voluminösem Kurzhaarschnitt.
Frauen verändern ihre Frisuren: Christine Lagarde
Seit Juli 2011 agiert sie als geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds - eine Position, die vor ihr noch nie eine Frau bekleidet hat. Ihre grauen Haare sind mittlerweile ein paar Zentimeter kürzer, nicht mehr so aufgebauscht und geben den Blick auf ihren meist gebräunten Teint frei. Den holt sich die 54-Jährige an freien Wochenenden in Marseille, wo ihr Lebensgefährte Xavier Giocanti wohnt. Übrigens ist die 1,80 Meter große Grande Dame der Politik-und Wirtschaftsszene auch in Sachen Mode immer wieder ein Blickfang. Très stilsicher - typisch Französin halt!
Frauen verändern ihre Frisuren: Marina Weisband
Bei der Bundespressekonferenz der Piratenpartei trat Marina Weisband mit dieser Gretchenfrisur aufs politische Parkett und erinnerte stark an das Gesicht der ukrainischen Revolution, Julija Timoschenko. Äußerlich mimt die 24-Jährige mit ukrainisch-russischen Wurzeln das biedere Mädchen. Doch schnell wird klar: Alles Image! Die Jungpolitikerin trägt ihr Herz auf der Zunge und setzt sich als Geschäftsführerin ihrer Partei lautstark für deren Ziele ein.
Frauen verändern ihre Frisuren: Marina Weisband
Nach nur einer Amtszeit gibt Marina Weisband, die ihre Haare mittlerweile weiblich offen trägt, ihren Rücktritt aus der Parteispitze bekannt. Politikmüde? Ganz und gar nicht: Sie geht zurück an die Münsteraner Uni und wird ihr Diplom im Fach Psychologie schreiben.
Frauen verändern ihre Frisuren: Angela Merkel
Der Beweis: Unsere Kanzlerin ist nicht mit hängenden Sorgenmundwinkeln auf die Welt gekommen. Die lieben Apfelbäckchen passen perfekt zu Merkels damaliger Kupfer-Haarfarbe - und irgendwie auch zur Un-Frisur à la Prinz Eisenherz. 2001 konnte sich Merkel ihre Stylingresistenz noch seelenruhig leisten. Oder steckte damals am Ende schon eine Strategie dahinter? Einem Pottschnitt mit selbstzerschnittenem Fusselpony traut doch keiner eine Kanzlerschaft zu.
Frauen verändern ihre Frisuren: Angela Merkel
Frisurentechnisch hat sich seither einiges getan bei "Kohls Mädchen". Allerdings ging die Veränderung ganz sachte von statten, quasi Schnitt für Schnitt veränderte Berlins Promi-Friseur Udo Walz den Look unserer Kanzlerin: Ein bisschen blond gesträhnter, ein wenig stufiger, ein Quäntchen moderner. Bis pünktlich zum Bundestagswahlkampf ein regierungstauglicher Helm auf Angelas Haupt platziert war. Einen Nachteil hat das Ganze allerdings: Je mehr Goldsträhnen auf dem Merkelkopf Platz fanden, desto tiefer gingen die Mundwinkel offensichtlich nach unten. Dennoch: Wir finden diesen Look für unsere Angie absolut angemessen und überlegen, ob wir ihn in unseren Frisurentester aufnehmen.
Frauen verändern ihre Frisuren: Carla Bruni
Bevor Carla zur La Bruni wurde, trug sie diesen mädchenhaften, stets an Jane Birkin erinnernden, Langhaar-mit-XXL-Pony-Look, immer recht glatt. Aber dann bekam die Bruni eine neue Aufgabe. Sie wurde Sarkozys Frau und hatte somit automatisch, weil guter Stil eben immer aus Frankreich kommt, das Amt der Stilikone inne.
Carla Bruni
Sie war gut in dieser Rolle als Première Dame und galt lange als die modische Klassenbeste im Reigen der First Ladys. Aber dann kam Konkurrentin Nummer eins, Michelle Obama, und zeigte sowohl Bizeps als auch ein Händchen bei der Kleiderwahl. Konkurrentin Nummer zwei kam aus Deutschland. Bettina Wulff groovt sich gerade ganz gepflegt ein auf dem internationalen Fashionpaket, mit neuem Bobschnitt (siehe Bild Nummer acht) und, oho, Tattoo. Aber Carla trumpft auf: mit Glamourlocken statt Mädchenpony. Très jolie.
Claudia Roth
Wow! Wir müssen die Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen nachträglich loben. 2002 trug die trendbegeisterte Claudia einen wirklich ansehnlichen Kurzhaarschnitt und hatte auch den Blondton ganz gut getroffen. Das finden wir so hübsch, dass wir von der Nietenjeansjacke und dem burgfräuleinartigen Schmuckwerk jetzt mal absehen.
Claudia Roth
Hmm, vielleicht hat es was damit zu tun, dass den Grünen für die nächsten Bundestagswahlen der Status der Volkspartei prognostiziert wird. Muss jetzt auch der Look massenverträglich sein? Dieses Styling allerdings sieht leider aus wie ein verunglückter Mireille-Mathieu-Versuch in Blond. Und abgesehen vom Schnitt driftet der Farbton auf Claudias Kopf auch leicht ins FDP-Gelb ab. Aber wir sind zuversichtlich, dass Änderung in Sicht ist, Claudia hat einfach zu viel Spaß an Trends und Styling, als dass sie bei einem Look länger als ein Jahr verweilen würde. Spätestens nach der nächsten Wahl, wenn Deutschland grüner wird.
Bettina Wulff
Im Januar 2008 trat Bettina Wulff, die damals Körner hieß, noch als "die Neue" an der Seite des damaligen Ministerpräsidenten Christian Wulff auf. Ihre "Freundin-des-Landesvaters-Frisur" wirkt ein bisschen geplättet, weil rausgewachsen. Nicht lang, nicht kurz, irgendwo dazwischen - gerade passend zum damaligen Interims-Status. Drei Monate später heirateten Körner und Wulff heimlich.
Bettina Wulff
Bobschnitt = First-Lady-auf-sicher-Styling. Zwei Jahre später, als jüngste Präsidentinnengattin Deutschlands, zeigte sich Bettina Wulff mit fülligem Bobhaar - leider die etwas bieder-brave Schnittlinie. Das Perlen-Twinset dazu stärkte unseren Verdacht, dass Frau Wulff sich (hoffentlich nur vorübergehend) Maggie Thatcher als Stilvorlage ausgesucht hatte. Oder war es Michelle Obama zu Vor-First-Lady-Zeiten? Siehe nächstes Bild!
Michelle Obama
Huiuiui, seit ihr Mann mit "Yes, we can" die Welt berauschte, hat sich so einiges getan auf dem Kopf von Zupack-Frau und Stilvorbild Michelle Obama. 2007, einen Tag nach Obamas Bekanntgabe zur Nominierung als demokratischer Präsidentschaftskandidat, wirkt Michelle mit haarsprayverhärteter Bobaußenwelle und Perlenkombination eher adrett als stilikonen-verdächtig.
Michelle Obama
Seit Bild Nummer eins sind gut drei Jahre vergangen. Mittlerweile hat Michelle den Titel Stilikone mehrfach erworben, den Bizeps dank armfreier Kleider salonfähig gemacht (auch wenn er hier zur Abwechslung mal bedeckt ist) und den Bobhelm gegen zurückgetürmtes Big Hair getauscht, strikt glatt gemacht. Kampflustiger wirkt sie so. Vielleicht um ihrem Mann in den stürmischen Regierungszeiten zu helfen. Möglicherweise auch, um sich selbst zu wappnen gegen Attacken von First Ladys, die ihr den Rang streitig machen wollen. Kein Härchen versperrt Michelle so die Sicht auf die Konkurrenz.
Stephanie zu Guttenberg
Stephanie Freifrau zu Guttenberg ist natürlich keine First Lady und keine Politikerin, gehört also streng genommen nicht in unsere Power-Frisen-Strecke. Vor der kometenartigen Karriere ihres "KTs" stylte die Freifrau ihre Haare offensichtlich selbst für den roten Teppich. Hier vermutlich mit Lockenstab und drei bis vier Haarnadeln für eine halbe Hochsteckfrisur. Lieb, leicht nachzumachen, aber keineswegs trendverdächtig.
Stephanie zu Guttenberg
Mit "KTs" kometenhaftem Aufstieg (und späterem Abstieg) wurde die Zeit reif für Stylistenunterstützung vor öffentlichen Auftritten. Frisch geschnitten und aufgeföhnt federte der Stufenbob, in korrekter Blondsträhnen-Melange schimmerte der Kopf.
Kristina Schröder
Hmm, wir haben uns schon ein kleines bisschen gewundert über das Vorbild, zu dem unsere Familienministerin sich im "Spiegel"-Interview bekannte. HELMUT KOHL fand Klein-Kristina mit zwölf anbetungswürdig. Soviel zur Stilprägung Frau Schröders.
Hier sehen wir die Ministerin mit Blondsträhnen, die im Vergleich zum Grundton etliche Nuancen zu hell geraten sind. Der Schnitt? Nun ja, zopftauglich für Bad-Kabinett-Hair-Days.
Kristina Schröder
Kristina Schröder bekennt sich zu noch einem weiteren Fanclub: Zur "Lindenstraßen"-Kultnacht wurde die Ministerin als treue Zuschauerin eingeladen. Sie kam mit "Anna-Ziegler"-artigem Bob-Style. Ob Schröder eine Gastrolle bekommt, wissen wir nicht.
Renate Künast
Renate Künast war Deutschlands erste Verbraucherschutzministerin, wird sie auch die erste grüne Chefin eines Bundeslandes? Auf diesem Bild sehen wir Künast, parteigerecht im grün changierenden Jackett, 2001 als Ministerin des rot-grünen Schröder-Kabinetts. Ihr Haarstyling: bürstig, kratzig, mit lichthellen Reflexen.
Renate Künast
Künast neun Jahre später, kurz vor der Verkündung der Kandidatenschaft fürs Berliner Bürgermeisteramt. Ihr Haarstyling: bürstig, nicht mehr ganz so kratzig, weil einen Tick länger, und mit wesentlich mehr lichthellen Reflexen. Die Message: Ich habe meine Frisur schon lange gefunden, genauso wie mein politisches Ich. Und ein heller Kopf ist Künast jetzt eben auch äußerlich, innen war sie das eh schon immer.
Ursula von der Leyen
So trat sie 2005 als Familienministerin an - die Überfrau mit sieben Kindern und lupenreiner Karriere. Fast furchteinflößend mit ihrem Mutter-Theresa-Look. Spitzen schneiden ließ sich Ursula damals übrigens nur von Vater Ernst Albrecht (ehemaliger Ministerpräsident Niedersachsens), der tatsächlich mal den Friseurberuf erlernt hatte. Zwei Jahre später kam dann doch der große Cut...
Ursula von der Leyen
...weil alle über Ursulas Biederfrau-Frisur lästerten, legte sie sich 2007 einen frischen Look zu. Halblang und recht durchgestuft. Mit jedem Friseurbesuch wurde das von der Leyen-Haar von da an kürzer. Mittlerweile geht die Bundesministerin für Arbeit und Soziales fast als Kurzhaar-Frau durch. Aber welcher Friseursalon (heute vermutlich ein Coiffeur ums Eck in Bundestagsnähe) sich auch immer verantwortlich für Ursulas Hair-Do zeichnet, wir müssen ihn loben! Ein sportlicher, unaufgeregter, weil nicht aufgetuffter, und vor allem zeitlos moderner Stufenschnitt, der ihr einfach gut steht.
Hillary Clinton
So aufgeräumt und wohlfrisiert, wie wir sie als First Lady an Bills Seite kannten, so adrett kam sie auch ins Amt als US-Außenministerin. Recht Martha-Stewart-mäßig, stets frisch aufgeföhnt, jede Beweglichkeit garantiert weggesprüht.
Hillary Clinton
Neuere Bilder zeigen Hillary mit entspannteren Haaren - kinnlang, die Spitzen zuversichtlich nach außen gedreht, wohl mit einem Schlag mittelstarkem Schaumfestiger. Nichts auszusetzen. Bis auf ihren viel diskutierten Frisuren-Fauxpas auf dem UN-Gipfel im September 2011: Hillary überraschte mit einem klassischen Spaß-Klammer-Hausfrauen-Styling. Eine dieser praktischen Klammerspangen zurrte das Außenministerinnen-Haar krönchengleich auf dem Haupt zusammen. Was sie sich dabei gedacht hat? Ehrlich gesagt, glauben wir fest an eine verlorene Wette. Sie ist doch ansonsten komplett bei Sinnen, die Hillary Clinton. Wettschulden sind nun mal Ehrenschulden, auch wenn die Weltpresse sich die Zungen schwarz lästert.
Sonsoles Espinosa Diaz
Hoppla! So sah Sonsoles Espinosa Diaz, die Ehefrau des spanischen Ministerpräsidenten Jose Luis Rodriguez Zapatero, früher mal aus. Angela Merkel war sicher nicht ihre Stylingvorlage... - bloß erinnert diese Frisur sehr an den Ex-Haarschnitt unserer Kanzlerin. Aber dann geschah ein wahres Frisurenwunder (Ja, solche Wunder gibt es!).
Sonsoles Espinosa Diaz
Der unglaublich coole, neue Putz der Spanierin verjüngte die 49-Jährige um gefühlte zehn Jahre. Und das Styling dazu wirkt trendsetter-Moss-mäßig. Kaum zu glauben, dass es sich um ein und dieselbe Frau handelt. Unsere dringendste Frage: Welchen Madrider Figaro hat Frau Diaz an ihr Haar gelassen? Wir suchen jetzt auf jeden Fall ein passendes Bild für unseren Frisurentester.
Mehr bei BRIGITTE.de:
Anti-Aging: Die besten Tricks mit Sofort-Effekt

Navigieren mit Tastaturpfeilen möglich
-
am um
-
claudia
am 10.05.12 um 22:50
liebe Brigitte-Redaktion,
-
Marie
am 10.05.12 um 09:02
Dieses "Artikel-Recycling" stört mich ebenfalls schon länger.
-
tkl
am 09.05.12 um 19:45
Wieso werden eigentlich so alte Artikel immer wieder recycelt, noch dazu mit altem Text???
-
Malsogesehen
am 09.05.12 um 16:47
Ich habe eigentlich nichts gegen Fotos von Prominenten und es kann ja einfach mal ganz interessant sein zu sehen, wie Menschen sich im laufe der Zeit verändern. Wobei es da gute und schlechte Fotos gibt, die jeden Menschen in eben gutes oder auch schlechtes Licht rücken können.
-
chrissiebabe234
am 09.05.12 um 14:41
wie entsetzlich gebotoxt sieht denn bitte frau timoschenko aus? und - warum soll sich jede frau wider ihrer eigenen natur quälen, um einem widerlich künstlichen hollywood-ideal zu entsprechen, dass sie ohnehin niemals erreichen wird? ich freu' mich in jedem falle, dass eine bundeskanzlerin aussieht, wie eine normale frau und sich gottseidank keinem irrealen schönheitswahn unterziehen muss und sehe mir gern herunterhängende mundwinkel an, denn, wenn das das einzige isst, was eurer redaktion dazu einfällt, dann geht ihr nicht über ein prädikat tussiges käseblättchen hinaus.
mehr (5)wieso werden hier eigentlich ständig Frauen auf den Prüfstand gestellt???? Ich habe noch nie einen bösen Kommentar zu Wolfgang Thierses Frisur gelesen. Oder ob die Kinder von Herrn Bundestagspräsident Lammert nicht zwangsläufig gestört sein müssen - schließlich hat Herr Papa Karriere gemacht und konnte nicht jeden Abend eine Gute-Nacht-Geschichte vorlesen.
Ich finde es traurig genug, wenn ständig auf Frauen herumgehackt wird - noch trauriger aber ist es, wenn die bösen Kommentare auch noch von Frauen stammen.
Haben Sie es wirklich nötig, Ihr eigenes Selbstbewusstsein mit derart billigen Lästereien zu heben? Dann weiterhin viel Spaß - aber ohne mich.
Claudia
Weiterhin finde ich es störend, dass Frauen selbst von Frauenzeitschriften häufig auf ihr Äußeres reduziert werden.
Von "Brigitte" erwarte ich da mehr Hirn.
Aber was mich gewaltig stört, sind die blöden, doofen, bescheuerten Kommentare unter den Bildern.
Erstens können Leserinnen selbst denken und müssen nichts vorgekaut bekommen, was eh nur die rein subjektive Meinung irgendwelcher "Redakteurinnen" (oder sind es doch eher die Volontärinnen?) wiedergeben.
Zweitens ist es alles so schrecklich boshaft und z.T. verächtlich, schlecht verpackt in ach-so-witzigen-Schreibstil (pseudo! sehr pseudo!!!) und das Ganze auch nicht zum ersten mal.
Ob es sich um Roben bei einer Preisverleihung, Oberarme von wer-weiß-wem oder eben Frisuren handelt, egal, es wird die Witzkeule rausgeholt. WAS, um Himmels Willen, soll denn das?
Es macht keinen Spaß, das zu lesen!