20. Mai 2013
mehrFrüher: Hannelore Kraft
So kannten wir Hannelore Kraft bisher. Aschblond und die Haare unterhalb der Ohrläppchen gestuft.
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Heute: Hannelore Kraft
Die Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen hat eine neue Frisur. Keine Breaking News wie die Neuwahl des Papstes, aber doch ein Augenmerk wert! Der hübsch geföhnte Pony, die glatt kurzen Seitenpartien – so kam auch schon Angela Merkel einst aus dem Salon von Udo Walz. Ob Kanzlerfrisur oder nicht, Hannelore Kraft steht's ganz famos.
Früher: Michelle Obama
Bei Michelle Obama hat sich auf dem Kopf so einiges getan, seit ihr Mann mit "Yes, we can" die Welt berauscht. Im Jahr 2007, einen Tag nach Obamas Bekanntgabe zur Nominierung als demokratischer Präsidentschaftskandidat, wirkt Michelle mit haarsprayverhärteter Bobaußenwelle und Perlenkombination noch eher adrett als stilikonen-verdächtig.
Heute: Frauen verändern ihre Frisur: Michelle Obama
Pünktlich zur Vereidigung ihres Mannes trägt Michelle Obama eine neue Frisur. Während Barack auf die Familienbibel schwört, steht Michelle ihm mit frisch gestutztem Pony zur Seite. Wirkt doch jung und agil, so ein Pony – oder?
Früher: Ann Romney
Schauen wir zurück: 2011 trägt die Gattin des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney ihr Haar noch schulterlang und natürlich glatt. Dies soll sich, nachdem Mitt Romney am 28. August 2012 offiziell zum Präsidentschaftskandidaten gekürt wird, schnell ändern...
Heute: Ann Romney
Bei den Parteitagen tritt Ann Romney mit der perfekten, voluminösen Föhnwelle auf. Eine klassische Macht-Frisur, der schon ehemalige First Ladys wie Jacqueline Kennedy, Betty Ford oder Rosalyn Carter ewige Treue geschworen haben.
Früher: Julija Timoschenko
Die ukrainische Ex-Premierministerin Julija Timoschenko bewegt die Menschen. Ob in der Politik oder momentan im Gefängnis – die 52-jährige steht im Mittelpunkt des internationalen Interesses. Auf obigem Bild hätten wir sie fast nicht erkannt. Im Jahr 2000 trägt sie noch dunkelbraune, lange Haare.
Heute: Julija Timoschenko
Ihr Markenzeichen, die blonde Gretchenfrisur, legt sie sich im Jahr 2004 zu, als sie zum Gesicht der orangenen Revolution wird. Die akkurate Frisur, zusammen mit der strengen Brille, trägt sie die folgende Jahre bei jedem öffentlichen Auftritt und selbst im Gefängnis sieht man sie nur mit Zopf.
Früher: Christine Lagarde
Sie ist eine der mächtigsten Frauen Frankreichs: Von 2007 bis 2011 gehört Christine Lagarde als Wirtschafts-und Finanzministerin dem Kabinett von Premierminister François Fillon an. Damals noch mit voluminösem Kurzhaarschnitt.
Heute: Christine Lagarde
Seit Juli 2011 agiert sie als geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds - eine Position, die vor ihr noch nie eine Frau bekleidet hat. Ihre grauen Haare sind mittlerweile ein paar Zentimeter kürzer, nicht mehr so aufgebauscht und geben den Blick auf ihren meist gebräunten Teint frei. Den holt sich die 55-Jährige an freien Wochenenden in Marseille, wo ihr Lebensgefährte Xavier Giocanti wohnt. Übrigens ist die 1,80 Meter große Grande Dame der Politik-und Wirtschaftsszene auch in Sachen Mode immer wieder ein Blickfang. Très stilsicher - typisch Französin halt!
Früher: Marina Weisband
Bei der Bundespressekonferenz der Piratenpartei tritt Marina Weisband mit dieser Gretchenfrisur auf's politische Parkett und erinnert stark an das Gesicht der ukrainischen Revolution, Julija Timoschenko. Äußerlich mimt die 25-Jährige mit ukrainisch-russischen Wurzeln das biedere Mädchen. Doch schnell wird klar: Alles Image! Die Jungpolitikerin trägt ihr Herz auf der Zunge und setzt sich als Geschäftsführerin ihrer Partei lautstark für deren Ziele ein.
Heute: Marina Weisband
Nach nur einer Amtszeit gibt Marina Weisband, die ihre Haare mittlerweile weiblich offen trägt, ihren Rücktritt aus der Parteispitze bekannt. Politikmüde? Ganz und gar nicht: Sie geht zurück an die Münsteraner Uni und wird ihr Diplom im Fach Psychologie schreiben.
Früher: Angela Merkel
Der Beweis: Unsere Kanzlerin ist nicht mit hängenden Sorgenmundwinkeln auf die Welt gekommen. 2001 trägt die Kanzlerin noch den Prinz-Eisenherz-Schnitt in Kupfer. Damals konnte sich Merkel ihre Stylingresistenz noch seelenruhig leisten. Oder steckt am Ende schon eine Strategie dahinter? Einem Pottschnitt mit selbstzerschnittenem Fusselpony traut doch keiner eine Kanzlerschaft zu.
Heute: Angela Merkel
Frisurentechnisch hat sich seither einiges getan bei "Kohls Mädchen". Allerdings geht die Veränderung ganz sachte von statten, quasi Schnitt für Schnitt verändert Berlins Promi-Friseur Udo Walz den Look unserer Kanzlerin: Ein bisschen blond gesträhnter, ein wenig stufiger, ein Quäntchen moderner. Bis pünktlich zum Bundestagswahlkampf ein regierungstauglicher Helm auf Angelas Haupt platziert ist. Einen Nachteil hat das Ganze allerdings: Je mehr Goldsträhnen auf dem Merkelkopf Platz finden, desto tiefer gehen die Mundwinkel offensichtlich nach unten.
Früher: Carla Bruni
Bevor Carla zur La Bruni wurde, trug sie diesen mädchenhaften, stets an Jane Birkin erinnernden, Langhaar-mit-XXL-Pony-Look, immer recht glatt. Aber dann bekommt die Bruni eine neue Aufgabe. Sie wird Sarkozys Frau und hat somit automatisch, weil guter Stil eben immer aus Frankreich kommt, das Amt der Stilikone inne.
Heute: Carla Bruni
Sie war gut in dieser Rolle als Première Dame und galt lange als die modische Klassenbeste im Reigen der First Ladys. Aber dann kam Konkurrentin Nummer eins, Michelle Obama, und zeigte sowohl Bizeps als auch ein Händchen bei der Kleiderwahl. Aber Carla trumpfte auf: mit Glamourlocken statt Mädchenpony. Très jolie.
Früher: Claudia Roth
Wow! Wir müssen die Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen nachträglich loben. 2002 trägt die trendbegeisterte Claudia einen wirklich ansehnlichen Kurzhaarschnitt und hat auch den Blondton ganz gut getroffen.
Heute: Claudia Roth
Hmm, vielleicht hat es was damit zu tun, dass den Grünen für die nächsten Bundestagswahlen der Status der Volkspartei prognostiziert wird. Muss jetzt auch der Look massenverträglich sein? Dieses Styling allerdings sieht leider aus wie ein verunglückter Mireille-Mathieu-Versuch in Blond. Und abgesehen vom Schnitt driftet der Farbton auf Claudias Kopf auch leicht ins FDP-Gelb ab. Aber wir sind zuversichtlich, dass Änderung in Sicht ist, Claudia hat einfach zu viel Spaß an Trends und Styling, als dass sie bei einem Look länger als ein Jahr verweilen würde. Spätestens nach der nächsten Wahl, wenn Deutschland grüner wird.
Früher: Bettina Wulff
Im Januar 2008 trat Bettina Wulff, die damals noch Körner hieß, als "die Neue" an der Seite des damaligen Ministerpräsidenten Christian Wulff auf. Ihre "Freundin-des-Landesvaters-Frisur" wirkt ein bisschen geplättet, weil rausgewachsen. Nicht lang, nicht kurz, irgendwo dazwischen - gerade passend zum damaligen Interims-Status. Drei Monate später heirateten Körner und Wulff heimlich.
Heute: Bettina Wulff
Bobschnitt = First-Lady-auf-sicher-Styling. Kurze Zeit später ist schon wieder alles vorbei. Amt weg, Mann weg, Ruhm zweifelhaft … Da kann auch der dollste Bob nichts dran ändern.
Früher: Stephanie zu Guttenberg
Stephanie Freifrau zu Guttenberg ist natürlich keine First Lady und keine Politikerin, gehört also streng genommen nicht in unsere Power-Frisen-Strecke. Vor der kometenartigen Karriere ihres "KTs" stylte die Freifrau ihre Haare offensichtlich selbst für den roten Teppich. Hier vermutlich mit Lockenstab und drei bis vier Haarnadeln für eine halbe Hochsteckfrisur. Lieb, leicht nachzumachen, aber keineswegs trendverdächtig.
Heute: Stephanie zu Guttenberg
Mit "KTs" kometenhaftem Aufstieg (und späterem Abstieg) wurde die Zeit reif für Stylistenunterstützung vor öffentlichen Auftritten. Frisch geschnitten und aufgeföhnt federte der Stufenbob, in korrekter Blondsträhnen-Melange schimmerte der Kopf.
Früher: Kristina Schröder
Hmm, wir haben uns schon ein kleines bisschen gewundert über das Vorbild, zu dem unsere Familienministerin sich im "Spiegel"-Interview bekannte. HELMUT KOHL fand Klein-Kristina mit zwölf anbetungswürdig. Soviel zur Stilprägung Frau Schröders.
Hier sehen wir die Ministerin mit Blondsträhnen, die im Vergleich zum Grundton etliche Nuancen zu hell geraten sind. Der Schnitt? Nun ja, zopftauglich für Bad-Kabinett-Hair-Days.
Heute: Kristina Schröder
Kristina Schröder bekennt sich zu noch einem weiteren Fanclub: Zur "Lindenstraßen"-Kultnacht wurde die Ministerin als treue Zuschauerin eingeladen. Sie kam mit "Anna-Ziegler"-artigem Bob-Style. Ob Schröder eine Gastrolle bekommt, wissen wir nicht.
Früher: Renate Künast
Auf diesem Bild sehen wir Künast, parteigerecht im grün changierenden Jackett, 2001 als Ministerin des rot-grünen Schröder-Kabinetts. Ihr Haarstyling: bürstig, kratzig, mit lichthellen Reflexen.
Heute: Renate Künast
Künast neun Jahre später, kurz vor der Verkündung der Kandidatenschaft fürs Berliner Bürgermeisteramt. Ihr Haarstyling: bürstig, nicht mehr ganz so kratzig, weil einen Tick länger, und mit wesentlich mehr lichthellen Reflexen. Die Message: Ich habe meine Frisur schon lange gefunden, genauso wie mein politisches Ich. Und ein heller Kopf ist Künast jetzt eben auch äußerlich, innen war sie das eh schon immer.
Früher: Ursula von der Leyen
So trat sie 2005 als Familienministerin an - die Überfrau mit sieben Kindern und lupenreiner Karriere. Fast furchteinflößend mit ihrem Mutter-Theresa-Look. Spitzen schneiden ließ sich Ursula damals übrigens nur von Vater Ernst Albrecht (ehemaliger Ministerpräsident Niedersachsens), der tatsächlich mal den Friseurberuf erlernt hatte. Zwei Jahre später kam dann doch der große Cut...
Heute: Ursula von der Leyen
...weil alle über Ursulas Biederfrau-Frisur lästerten, legte sie sich 2007 einen frischen Look zu. Halblang und recht durchgestuft. Mit jedem Friseurbesuch wurde das von der Leyen-Haar von da an kürzer. Mittlerweile geht die Bundesministerin für Arbeit und Soziales fast als Kurzhaar-Frau durch. Aber welcher Friseursalon (heute vermutlich ein Coiffeur ums Eck in Bundestagsnähe) sich auch immer verantwortlich für Ursulas Hair-Do zeichnet, wir müssen ihn loben! Ein sportlicher, unaufgeregter, weil nicht aufgetuffter, und vor allem zeitlos moderner Stufenschnitt, der ihr einfach gut steht.
Früher: Hillary Clinton
So aufgeräumt und wohlfrisiert, wie wir sie als First Lady an Bills Seite kannten, so adrett kam sie auch ins Amt als US-Außenministerin. Recht Martha-Stewart-mäßig, stets frisch aufgeföhnt, jede Beweglichkeit garantiert weggesprüht.
Heute: Hillary Clinton
Neuere Bilder zeigen Hillary mit entspannteren Haaren - kinnlang, die Spitzen zuversichtlich nach außen gedreht, wohl mit einem Schlag mittelstarkem Schaumfestiger. Nichts auszusetzen. Bis auf ihren viel diskutierten Frisuren-Fauxpas auf dem UN-Gipfel im September 2011: Hillary überraschte mit einem klassischen Spaß-Klammer-Hausfrauen-Styling. Eine dieser praktischen Klammerspangen zurrte das Außenministerinnen-Haar krönchengleich auf dem Haupt zusammen. Was sie sich dabei gedacht hat? Ehrlich gesagt, glauben wir fest an eine verlorene Wette. Sie ist doch ansonsten komplett bei Sinnen, die Hillary Clinton. Wettschulden sind nun mal Ehrenschulden, auch wenn die Weltpresse sich die Zungen schwarz lästert.
- Text: Stefanie Höfle, Lisa van Houtem, Sabine Rodenbäck
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am um
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Ingrid50
am 13.02.13 um 11:26
warum schreibt ihr bei Politikerinnen immer was übers Aussehen und so wenig über die Politik? Kurze Haare sind vielleicht einfach praktisch.
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Alena
am 22.01.13 um 04:21
Ich kann ellipell2 nur zustimmen.
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sandy
am 21.01.13 um 23:18
sowas ärgerliches! ganz sicher muss man kein fan insbesondere der genannten deutschen politikerinnen sein, aber dieses mädchenhafte stutenbissige gegifte ist schon bemerkenswert niveaulos. mit welcher leistung können sich denn bitte die redakteurinnen an genannten frauen messen? und nimmt die brigitte nicht in letzter zeit gern das thema frauen und karriere versus behaftete frauenbilder auf? welche karriere haben denn die redakteurinnen vorzuweisen? und dann noch: welche frisuren?
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ellipell2
am 21.01.13 um 22:05
Warum ist bei Frauen eigentlich das Aussehen immer so wichtig? Wäre es nicht viel interessanter, ihre Leistungen darzustellen?
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TheQuibbler
am 21.01.13 um 15:57
Aber, aber, meine Damen, das sind doch Themen, die die Welt bewegen ...
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Mamita
am 21.01.13 um 14:39
Warum wird das denn nun schon wieder aufgewärmt? War doch schon vor 3 Monaten ein Ärgernis.
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Edith
am 21.01.13 um 11:32
komischer (extrem überflüssiger) Artikel. (Muss aber zugeben, dass ich bei Frau Obama immer an Kunsthaarteile denke, wie bei Naomi Campbell, oder sind die Haare alle echt?)
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