Haarstyling: zwölf Looks

Neues Haarstyling für bekannte Schnitte: zwölf verschiedene Looks für jedes Gesicht und jedes Haar. Dazu: jede Menge Haarstyling-Tipps!

Haarstyling: Gerade Konturen

Der Schnitt ist die Frisur! Denn die exakten Konturen des Pagenkopfs machen die Wirkung bei diesem Haarstyling aus. Damit das Haar schnurgerade fällt: Glanzfestiger ins feuchte Haar geben und alles locker über die Finger vom Hinterkopf an nach vorn föhnen. Erst ganz zum Schluss Haare mit einer breiten Bürste kämmen und die Spitzen zwischen den Handflächen glatt ziehen. Fliegende Haare legt etwas Glanzspray an.

Schnitt: Pagenkopf. Optimal für: glattes Haar, von fein bis kräftig; ovales Gesicht. Möglich auch: bei gewelltem Haar. Fürs Styling einen glättenden Schaumfestiger ins feuchte Haar kneten und über eine breite Paddlebürste glatt föhnen. Als Finish einen Hauch Glanzspray über die Frisur geben. Besser nicht: bei Locken; bei breiten Gesichtern, der Pony "erdrückt".

Haarstyling: Hauptsache Farbe

Ein großer Trend ist Farbe im Haar, am liebsten Rot. Hier glänzt die Signal-Nuance in üppigen Glamour-Wellen. Dieses Haarstyling entsteht so: Den Stylingschaum im Haar verteilen, gut trocknen lassen und mit einer großen Lockenzange (etwa 3 cm Durchmesser) breite Strähnen kringeln. Ist das Haar ausgekühlt, über Kopf bürsten und die Ansätze nur vorsichtig toupieren. Zum Schluss ein Glanz-Finish in die Wellen geben.

Schnitt: überschulterlanges Haar, nur in den Enden gestuft. Optimal für: kräftiges, leicht gewelltes Haar; jede Gesichtsform. Möglich auch: bei feinem Haar. Dazu viel Volumenschaum ins Haar geben und straff auf große Wickler (nach innen) rollen, der Ansatz sollte glatt bleiben. Trocknen lassen, das Haar nach dem Auswickeln behutsam bürsten: über Kopf, fürs Volumen. Zum Schluss partienweise von unten toupieren und mit Haarspray dem Ganzen Stand geben. Besser nicht: bei fedrigen Schnitten - aus Wellen werden Locken und eine andere Frisur.

Haarstyling: Sechziger Jahre

Dieses Haarstyling erinnert ein bisschen an Anne Bancroft als Mrs. Robinson im Sixties-Filmklassiker "Die Reifeprüfung". Zum Nachstylen den kinnlangen Pagenkopf über eine Rundbürste föhnen: An den Schläfen bzw. der Stirn ansetzen und dabei leicht nach außen ziehen, damit das Gesicht schön frei bleibt. Anschließend die Enden zu einer Innenrolle föhnen. Die überlange Ponysträhne locker zur Seite streichen, etwas Haarspray hält am Schluss den ganzen Look in Form.

Schnitt: kinnlanger Pagenkopf. Optimal für: normales Haar; kantige Gesichter. Möglich auch: bei überschulterlangem Haar. Dazu die Haare von unten etwas antoupieren und zu einem sehr tiefen Pferdeschwanz zusammennehmen. Dann die Enden nach innen einschlagen und mit Klammern am Hinterkopf befestigen, die Seiten leicht nach vorn ziehen. Für besseren Halt: mit Haarspray einsprühen. Besser nicht: bei durchgestuftem Haar, es fügt sich nicht zur Innenrolle, sondern steht ab.

Haarstyling: Bubikopf

Ein klassischer 20er-Jahre-Haarschnitt, der wie ein Fassonschnitt alle sechs bis acht Wochen nachgeschnitten werden sollte, damit die runde Proportion des Hinterkopfes erhalten bleibt. Das Haar ist insgesamt durchgestuft, die Seiten sind vorn kürzer als im Nacken und stufig betont, der Pony endet über den Augenbrauen. Fürs Styling ein leichtes Wachs ins Haar geben, dann kämmen und die Spitzen mit den Fingern in Form zupfen.

Schnitt: gestufter Kurzhaarschnitt. Optimal für: kräftiges Haar; ovale Gesichter. Möglich auch: bei feinem Haar. Dazu nach dem Waschen einen festigenden Volumenschaum ins Haar kneten. Das Styling-Produkt macht das Haar stabil, und die Frisur braucht zum Betonen einzelner Strähnen nur noch ein bisschen Haarspray. Extra-Tipp: Kein Wachs nehmen, das macht feines Haar buchstäblich platt! Besser nicht: bei Locken, die Nackenpartie springt dann zu sehr auf; bei runden Gesichtern.

Haarstyling: Hollywood-Glam

Kurze Locken wie die It-Girls - die jungen Frauen mit dem gewissen Etwas - der frühen Hollywood-Filme. Dazu das Haar anfeuchten, Lockenverstärker-Fluid ins Haar geben und Strähne für Strähne um den Finger zu kleinen Schnecken wickeln. Mit flachen Metallclips befestigen. Gut trocknen lassen. Nach dem Auswickeln mit der Bürste vorsichtig durchkämmen und mit den Fingern zurechtzupfen. Für mehr Volumen: Haar partienweise hochheben und etwas Haarspray an die Ansätze sprühen. Zum Schluss ein paar Spitzen herauszwirbeln.

Schnitt: knapp schulterlanges Haar, gerade geschnitten. Optimal für: normales und feines, glattes Haar; ovale Gesichter. Möglich auch: bei kleinen Locken. Damit die sich großzügig kringeln, Volumenschaum ins Haar kneten und gut trocken föhnen. Anschließend das Haar Strähne für Strähne um einen Lockenstab (am besten mit einem großen Durchmesser, ca. 3 cm) kringeln. Zum Schluss wird die Frisur mit Haarspray fixiert. Besser nicht: bei dickem, glattem Haar.

Haarstyling: Lolita

Lässige Retro-Frisur für junge Frauen. Damit der Hinterkopf so voluminös wird, das Haar an den Ansätzen toupieren. Sich dabei Strähne für Strähne vorarbeiten, von unten zum Deckhaar. Für einen besseren Stand (besonders in den unteren Lagen) die Ansätze am besten mit etwas Spray unterstützen. Anschließend alles tief im Nacken zum schmalen Pferdeschwanz zusammenbinden. Den Pony glatt zur Seite kämmen.

Schnitt: schulterlanges Haar. Optimal für: jedes Haar, besonders für feines; schmale Gesichter. Möglich auch: bei leichten Locken. Für den glatten Look dann das Haar vorher mit einem Glätter vorbereiten und anschließend genau wie in der "Lolita"-Anleitung auf Seite 51 beschrieben frisieren. Besser nicht: bei runden Gesichtern, der Look wird dann zu niedlich.

Haarstyling: Pony

Wieder ganz oben auf der nicht enden wollenden Retrowelle: der füllige Pony. Damit er schön voluminös fällt, ist er weit hinten angesetzt und über das Ende der Augenbrauen hinaus geschnitten. So bleibt das Gesicht frei. Der schöne Schein kommt aus der Dose - mit reichlich Glanzspray.

Schnitt: stumpf geschnittenes, langes Haar. Optimal für: glattes, schweres Haar; herzförmige Gesichter. Möglich auch: bei leichter Naturwelle. Ein Fluid, das beim Glätten hilft, vorher im Haar verteilen. Anschließend das trockene Haar Partie für Partie durch ein Glätteisen ziehen. Extra-Tipp: Nie Styling-Produkte ins Haar geben und es mit der Hitze von Lockenzange oder Glätteisen bearbeiten, wenn es noch feucht ist - das schädigt nachhaltig. Ausnahme: Produkte, die speziell für die Hitze-Anwendung gemacht sind. Besser nicht: bei sehr feinem Haar. Der Pony fällt dann nicht so füllig, sondern springt auf.

Haarstyling: Graduierter Bob

Vidal Sassoon präsentierte in den sechziger Jahren den Haarschnitt zur Pop-Art, den graduierten Bob: Dabei ist die vordere Partie sehr viel länger als die hintere. Das Haar fällt besonders glatt und glänzend, wenn nach dem Waschen ein glättender Conditioner hineinkommt. Zum Frisieren: Haare exakt scheiteln und zum Abschluss von oben trocken föhnen - auf niedriger Gebläsestufe. So kann das Haar nicht zu sehr verwirbeln. Für noch mehr Glanz ein leichtes Gloss in den Handflächen verreiben und sanft über das Haar streichen.

Schnitt: graduierter Bob ohne Pony. Optimal für: schweres, glattes Haar; ovales bis herzförmiges Gesicht. Möglich auch: bei Ponyfrisuren. Haare mit Sprühfestiger anfeuchten, scheiteln, Pony ganz flach an den Kopf kämmen und (besonders die Spitzen) mit flachen Haarclips aus Metall feststecken. Das Haar trocknen lassen, Clips rausnehmen und nicht mehr kämmen - die Frisur hält stundenlang. Besser nicht: bei starken Wirbeln, das Haar würde dann z. B. am Hinterkopf sofort aufspringen.

Haarstyling: Afro-Look

Wer solche Naturlocken hat, braucht das Haar nur von oben bis unten stufen zu lassen. Nach dem Waschen einen lockenverstärkenden Schaum im Haar verteilen (für die Pflege) und über Kopf mit dem Diffusor föhnen. Haare in den Ansätzen leicht toupieren und mit Haarspray fixieren. Einzelne Locken herausziehen und um den Finger kringeln, dann wirken sie plastischer.

Schnitt: gestuftes, kinnlanges Haar. Optimal für: lockiges Haar; fast jede Gesichtsform. Möglich auch: bei feinem Haar. Dazu das Haar mit Sprühfestiger anfeuchten und strähnenweise auf viele, sehr dünne Papilloten wickeln. Gut trocknen lassen. Danach Strähne für Strähne auswickeln, die Locken mit den Fingern aufzupfen, die Ansätze toupieren und etwas Haarspray einsprühen. Besser nicht: bei dickem, schwerem und glattem Haar; bei runden Gesichtern.

Haarstyling: Neue Weiblichkeit

Langes Haar gilt als besonders weiblich - und wir lieben es, weil sich damit so flexibel stylen lässt! Zum Beispiel mit einem Gruß an die Hoch-Zeit der Steckfrisuren, die 50er und 60er Jahre: Kurzen Seitenscheitel ziehen und das Haar unter dem Deckhaar antoupieren. Dabei etwas Haarspray an die Ansätze geben. Haare am Hinterkopf über die Hand zu einer Banane schlagen, mit Klemmen feststecken. Zum Schluss aus etwa 20 Zentimeter Abstand die Frisur mit Haarspray fixieren.

Schnitt: knapp schulterlanges Haar, leicht gestuft. Optimal für: feines bis kräftiges glattes Haar; jede Gesichtsform. Möglich auch: bei leicht welligem Haar. Dazu jede Menge Stylingschaum ins feuchte Haar geben, über eine breite Bürste das Haar in langen Strichen glatt föhnen und zur Banane hochstecken. Am Schluss das gleiche Finish wie vorn beschrieben: viel Haarspray! Besser nicht: bei vielen Stufen; bei sehr langem Haar, dann klappt die Banane nur mit einem zweiten Paar Hände.

Haarstyling: Short Cut

Den sehr fein mit der Schere gestuften Fassonschnitt gab's früher nur für Herren ... Jetzt ist er, mit dem Kurzhaar-Trend, auch für Frauen (wieder) da: abgewandelt, mit längerem Deckhaar. Und es ist definitiv der perfekte Schnitt für alle, die Profil zeigen wollen! Keine Strähne umschmeichelt die Kontur; Hals, Gesicht - alles liegt frei. Ein großes Plus dieser Frisur: Der Schnitt ist pflegeleicht. Nach dem Waschen nur reichlich Gel im Haar verteilen, kämmen, fertig. Wichtig ist es dabei, spätestens alle sechs Wochen nachschneiden zu lassen, sonst wuchert's hinterm Ohr.

Schnitt: Fassonschnitt mit längerem Deckhaar. Optimal für: feines bis kräftiges Haar; ovale Gesichter. Möglich auch: bei einer Naturwelle. Unbedingt reichlich Haargel im handtuchtrockenen Haar verteilen. Je stärker das Haar, desto mehr Haargel nehmen - und nicht nur ins Deckhaar geben, sonst stehen die Haare im Laufe des Tages doch wieder ab. Alles mit leichtem Druck an den Kopf bürsten. Besser nicht: bei Locken; bei kantigen Gesichtern kann der Schnitt zu hart wirken.

Haarstyling: Klassischer Knoten

Der Gegentrend zu lässig fallenden Naturmähnen: Es wird wieder frisiert! Unser Vorschlag für Langhaarige ist eine edle Hochsteckfrisur. Das Haar mit einer Hand am Hinterkopf fest zusammenhalten und Haare ganz glatt an den Kopf bürsten. Am besten nach jeder zurückgekämmten Partie mit etwas Spray fixieren und noch mal überbürsten. Alles mit einem Haargummi fest zusammennehmen und über ein Frisierkissen (in Friseurfachgeschäften) schlagen. Mit Haarnadeln unsichtbar feststecken.

Schnitt: überschulterlanges Haar, gerade geschnitten. Optimal für: mindestens schulterlanges und glattes Haar; jede Gesichtsform. Möglich auch: Sorry - das geht wirklich nur bei überschulterlangem, glattem Haar.

Fotos: Bettina Lewin Produktion: Merle Rebentisch BRIGITTE heft 2/2007

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