Langer Bob: DAS ist der perfekte Haarschnitt

Es gibt ihn wirklich, den Haarschnitt, der jeder Frau steht: egal, welche Gesichtsform, Haarstruktur und welchen Stil sie hat: Es ist der LONG BOB.

Diese Frisur steht wirklich JEDER

Es gibt sie, die ultimative . Die, die jeder Frau steht. Die jeder Haartyp, egal ob dick oder dünn, glatt oder lockig, tragen kann. Es ist der Long Bob, der lange Bob, der zwischen Halsansatz und Oberarm endet. Er kann gerade geschnitten sein, fransige Stufen haben, mit Pony oder ohne getragen werden – entscheidend für seine perfekte Form ist die Haarstruktur und die Gesichtsform. Wir haben zusammengetragen, worauf ihr achten solltet, wenn ihr euch für einen LOB entscheidet.

Ovales Gesicht + Naturwellen

Frisuren: Langer Bob: DAS ist der perfekte Haarschnitt

Abgesehen davon, dass ovalen Gesichtern sowieso fast alles steht, umspielen die langen Stufen hier das Gesicht zusätzlich harmonisch und kaschieren auch einen niedrigen Haaransatz. Elegant: mit dem Glätteisen bändigen, das lässt den Bob glamourös und länger wirken. Damit das Haar glänzt und gesund bleibt, dann aber einen Hitzeschutz verwenden. Wenn's lieber der Wuschel-Look sein soll, die Haare an der Luft trocknen lassen. Zusätzliches Spiel bringen Highlights.

Rundes Gesicht + Dickes Haar

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Diese kürzere Long-Bob-Variante mit Pony umschmeichelt runde und kantige Gesichter. Die Spitzen auf Schulterlänge, das Deckhaar kräftig durchgestuft: Das nimmt die Schwere aus dickem, störrischem Haar und lässt es locker fallen. Sehr lässig: eigenwillig herausspringende Strähnen. Wer es nicht ganz so wild mag, kann den Schnitt aber natürlich auch glatt stylen.

Längliches Gesicht + feines Haar

Dieser Stufenschnitt schummelt schönes Volumen selbst in feines Haar. Den überlangen Pony müsst ihr natürlich nicht wie hier im Gesicht tragen - andererseits unterbricht er so optisch (und schmeichelnd) die Länge des Gesichts. Zur Seite oder hinters Ohr gestylt, sieht er aber auch toll aus. Berühmter Fan: Hollywood-Schauspielerin . Sie wechselt zwar häufiger mal die Haarfarbe von Rot auf Blond, spielt gern auch mit der Länge, bleibt dem Grundschnitt aber treu.

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Schnittmuster oder "Wie sag ich's meinem Friseur?"

Beim LOB mit Pony braucht ihr eurem Friseur eigentlich nur zu sagen: "Ich möchte einen Long-Bob bitte, durchgestuft mit langer, schräger Ponypartie, die Spitzen maximal bis zum Schlüsselbein." Im Idealfall reicht diese knappe, aber präzise Info. Die Profis werden zudem sofort sehen, auf welche Seite der (über-)lange Pony muss, und allenfalls fragen, wie groß die Stufen denn sein sollen.

Ihr wollt den Salon auf gar keinen Fall mit einem "Rachel" verlassen, also der Frisur, die Schauspielerin Jennifer Aniston in den 90ern berühmt gemacht hat, als sie die Rachel in der TV-Serie "Friends" spielte? Dann braucht ihr unbedingt große Stufen, und zwar nur in den Haaren, die das Gesicht einrahmen. Feines Haar hingegen kann ruhig kräftiger durchgestuft werden. Ansonsten - und das ist das Tolle an der Frisur - muss man sich nicht entscheiden, wenigstens nicht, was die Länge angeht. Der Long-Bob ist weder eindeutig kurz noch ganz klar lang, aber lang genug, um noch einen Zopf machen zu können (der nicht so endlos ist, dass er nach Schulmädchen aussieht), und auch Hochsteckfrisuren wie ein Knoten oder der "French Twist", die lässige Schwester der Banane, halten mit der entschieden unentschiedenen Länge gut.

Seid ihr unsicher sein, welche Long-Bob-Länge euch am besten steht: Top-Friseur Stefan M. Pauli kennt einen guten Trick. Der Chef vom Münchener "Salon Pauli" hat schon für den Laufsteg gestylt - unter anderem bei Escada Sport, Marcel Ostertag und Kaviar Gauche - und weiß, wie er die perfekte Länge findet: Er lässt seine Kundinnen aufstehen. "Erst dann kann man die Proportionen von Kopf zu Körper richtig einschätzen." Außerdem sei es wichtig, dass man mit den Stufen nicht zu weit oben beginnt und vor allem nicht stumpf schneidet, sondern so, dass die Spitzen schmal auslaufen. Denn wenn es ein entscheidendes Merkmal für diesen Schnitt gibt, dann, dass er weich und fließend wirkt.

Inspirieren lassen könnt ihr euch auch von unseren Frisuren für mittellange Haare.

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Die Kunst der "Calligraphy"

Eine Schnitttechnik, die sich gerade für den Long-Bob besonders gut eignet, ist der vom Feinhaarspezialisten Frank Brormann entwickelte "Calligraphy Cut", bei dem die Haare mit einer Art Federhalterklinge in Wuchsrichtung und bei einem optimalen Winkel von 21 bis 23 Grad "gesclicet" werden. So fallen sie voller, und nach dem Haarschnitt hat man sogar das Gefühl, mehr von ihnen zu haben. Brormanns Muse war übrigens ein südafrikanisches Mädchen mit sehr feinem Haar, für das er den perfekten Schnitt fand. "Eine Art Erleuchtung", beschreibt der Friseurmeister diese Premiere. Salons, die den Messerschnitt anbieten, findet man auf www.calligraphy-cut.com.

Wie oft muss der Long Bob zum Nachschneiden?

Eigentlich ist der gesclicete oder gestufte Long-Bob der perfekte Schnitt, um langsam herauszuwachsen. Durch die Stufen fallen die Haaren locker ineinander, und das Ganze sieht immer noch halbwegs nach Frisur aus. Wer allerdings auf der Long-Bob-Länge bleiben will, sollte nach acht bis zehn Wochen wieder einen Termin machen. Merkt euch Folgendes: "ein Zentimeter Haarwachstum pro Monat", dann bekommt ihr ein Gefühl dafür. Mit calligraphiertem Haar habt ihr zwischen den Friseurbesuchen immerhin zwei Wochen länger Zeit, weil es durch die Schneidetechnik nicht stumpf auf Kleidung (im Winter besonders Schals und hochgeschlagene Mantelkragen) stößt und damit etwas weniger Spliss-anfällig ist. Es biegt sich flexibler, was besonders wichtig ist, wenn man eine Länge hat, bei der die Haare auf den Schultern aufliegen.

So bekommt der lange Bob Glanz

Der Long-Bob-Schnitt ist eindeutig etwas für Frauen mit wenig Zeit: Das Styling verlangt wenig Aufwand - und wirklich viele Produkte braucht es auch nicht. In Sachen Glanz könnt ihr nachhelfen. Denn der reduziert sich ein bisschen, da sich durch die Stufen das Licht unregelmäßiger bricht als auf einer ganz glatten Fläche, die wie ein Spiegel reflektiert. Unser Tipp: Haaröle, die das Haar bereits in seiner Struktur glätten, Glanzspray und ab und zu ein Shampoo, das alle Styling-Rückstände entfernt.

Frisuren: Langer Bob: DAS ist der perfekte Haarschnitt

So wird er gestylt...

...bei feinem Haar Ihr habt feines Haar, das schnell schlappmacht? Glückwunsch! Dieser Schnitt ist der passende für euch, weil seine Stufen für Extra-Volumen sorgen. Wer noch mehr Fülle will, kann mit speziellen Föhnsprays mehr Masse am Ansatz machen oder eine Portion Schaumfestiger mit den Fingern im Haar verteilen. Mit dem Föhn danach alles kurz über eine Rundbürste ziehen (besonders die Ansätze dabei senkrecht von der Kopfhaut weghalten), das gibt dem Haar mehr Fülle. Am Schluss noch Kaltluft draufpusten - dann hält die Frisur besser und glänzt schön.

...bei Naturwellen Long-Bobs funktionieren auch toll bei gewellten Haaren. Damit der Look nicht bauschig und etwas "tantig" wirkt, die Wellen am besten definieren. Das funktioniert gut mit etwas Locken-Mousse: ins feuchte Haar geben und trocknen lassen. Die Mousse kann auch zum Nacharbeiten auf trockenem Haar verwendet werden. Die Haare anschließend nicht mit einer Bürste, sondern mit einem grobzinkigen Kamm ordnen, damit sie nicht aufplustern.

...bei Locken Einen ganz anderen Look kann man, obwohl der Schnitt derselbe ist, mit Naturlocken tragen. Wichtig ist dann jedoch, die Spitzen ein paar Zentimeter länger zu lassen - "weil man die Sprungkraft der Locken berücksichtigen muss", so Friseurmeister Stefan M. Pauli aus München. Starke Naturlocken sind im nassen Zustand immer ein paar Zentimeter länger, erst recht, wenn man sie zum Schneiden etwas geradezieht. Beim Trocknen kringeln sie sich dann wieder in die Korkenzieherlage zurück. Auch die Silhouette ist bei Locken zu beachten: "Man will ja gerade bei krausem Haar einen eher länglichen, ovalen Schnitt als einen runden", sagt Friseur Pauli. Deshalb die Stufen nicht zu weit oben am Kopf beginnen und möglichst auch im unteren Viertel das Volumen reduzieren.

...bei glatten Haaren Haar, bei dem sich nicht einmal der Hauch einer Welle zeigt, profitiert von einigen Pumpstößen Texturspray - mehr braucht es gar nicht. "Das ist das Gute an diesem Schnitt: Er ist so unkompliziert, und das Haar fällt ganz von selbst", sagt Stefan M. Pauli vom Münchener Salon Pauli. Also: Spray aus etwa 20 Zentimetern Entfernung von unten ins Haar sprühen, mit gespreizten Fingern reingreifen und ein paarmal hinund herwinken - fertig.

Videoempfehlung:

Haare und Make-up: Bert Kietzerow / Liga Nord Produktion: Birgit Potzkai Text: Annika Thomé

Kommentare (3)

Kommentare (3)

  • Anonymer User
    Anonymer User
    Für alle Haartypen und wo ist dann das Beispiel für Natur krauses Haar?ich kann mir das da nämlich überhaupt nicht vorstellen.
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Wird Ihnen der Bob nicht auch langsam langweilig? Bob wird gepuscht (oder bei langen Haaren der unvermeidliche Pferdeschwanz…). Gibt es denn keine anderen Frisuren? Wo bleibt denn da die Individualität? Da macht es auch nichts besser, dass Jennifer Aniston oder welche whoever auch immer die Frisur auch trägt. Bob-Schnitte auf Dauer sind zum Gähnen langweilig - sie Mrs Barnaby.
  • Anonymer User
    Anonymer User
    ...und weil die Frauen bei diesen Haarschnitten nicht aus den Augen schauen können (wie die Models trefflich vorführen) wird alles hinter die Ohren gesteckt oder mit Spangen oder trostlosen Zopfgummis beisammen und aus dem Gesicht gehalten und schon ist das ganze bedeutungsschwangere “umschmeichelt das Gesicht, gibt dem Haar Fülle“ futsch. So ein “gesclicter“ Unsinn aber auch...

    Ich finde tolle Farben und tolle Schnitte großartig, aber leider verunstalten sich die meisten Frauen ihre langen oder halblangen Haare durch praktisches Gezopfe und ungepflegte Ansätze.

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Langer Bob: DAS ist der perfekte Haarschnitt

Es gibt ihn wirklich, den Haarschnitt, der jeder Frau steht: egal, welche Gesichtsform, Haarstruktur und welchen Stil sie hat: Es ist der LONG BOB.

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