Neue Trend-Frisuren

Wenn's mal wieder anders aussehen soll: die heißesten Looks der Saison - neue Trend-Frisuren für jeden Haartyp und jede Länge.

Neue Frisuren: XXL-Pony

Der Schnitt: Überschulterlanger Bob mit fransigen Konturen und stumpf geschnittenem Pony. Der Pony-Trend funktioniert aber auch bei jeder anderen Haarlänge. Ideal für: Glattes bis leicht naturgewelltes, normal dickes Haar. So geht's: Wer langes glattes Haar trägt und einen Trend mitmachen möchte, der sichtbare Veränderung bringt, lässt sich beim Friseur den XXL-Pony schneiden. Besonders edel sieht er in Kombination zum Sleek-Look aus: Damit sich die Haare später leichter glatt föhnen lassen, sollte man beim Waschen/Pflegen bereits Shampoo und Conditioner mit Glättereffekt benutzen. Das handtuchtrockene Haar anschließend über eine große Rundbürste glatt föhnen. Der Luftstrom kommt dabei von oben, geht Richtung Spitzen - das schont das Haar, legt die Schuppenschicht an und gibt außerdem Glanz. Wichtig ist, dass die Strähnen auf der Rundbürste möglichst senkrecht und gerade gehalten werden und nicht zu weit vom Kopf weg, denn so wird nicht zu viel Volumen aufgebaut - und die Frisur wird schön "sleek". Zum Schluss die Enden noch mal mit dem Glätteisen bearbeiten. Anti-Frizz-Spray als Finish vermeidet fliegende Härchen. Extra-Tipp für alle, die Locken haben: nur den Pony glätten, das ist auch auf vielen Modenschauen ein Thema gewesen. Das brauchen Sie fürs Nachstylen zu Hause: glättendes Shampoo und Conditioner (z. B. Kérastase), große Rundbürste (z. B. von Marlies Möller), Hitzeschutz, der auch glättet (z. B. von ghd), Glätteisen (z. B. von Philips), Anti-Frizz-Spray (z. B. von L'Oréal Professionel).

Neue Frisuren: Volumen

Nathalie Olofsson, 22, New-media-Design-Studentin

Der Schnitt: Klassischer ungestufter Langhaarschnitt. Die Volumenfrisur funktioniert aber auch bei Stufenschnitten - die Strähnen ums Gesicht müssen dann allerdings kinnlang sein. Ideal für: Jede Haarqualität. So geht's: Wenn schon Volumen, dann im 60er-Brigitte-Bardot-Stil! Um später nicht zu viel Volumen-Stylingprodukte ins Haar zu geben, die langes Haar womöglich schwer machen, das Haar bereits mit Volumen-Shampoo waschen und anschließend Volumen-Conditioner oder Volumen-Föhnspray hineingeben. Und dann diesen Trick anwenden: Das Haar beim Föhnen Strähne für Strähne locker um sich selbst zwirbeln - das gibt glattem Haar Struktur und einen leichten Schwung. Damit der hält, jede gezwirbelte Strähne zusätzlich ganz sanft zweimal entgegen ihrer Wuchsrichtung kämmen. Zuletzt das Haar am Hinterkopf etwas hochschieben, zwei schmale Seitensträhnen nehmen und sie hinten mit Haarklemmen feststecken. Als Finish Haarspray einsprühen. Extra-Tipp: Um Volumen in weit überschulterlanges Haar zu bringen, es bloß nicht stufen lassen! Besser auf Volumenprodukte setzen - die können mittlerweile richtig viel. Das brauchen Sie fürs Nachstylen zu Hause: Volumen-Shampoo oder -Föhnspray (z. B. von Guhl), circa 4 cm lange Haarklemmen (z. B. aus der Drogerie), sehr fein vernebelndes Haarspray (z. B. von Goldwell).

Neue Frisuren: Wet-Look

Carina Häfner, 21, Innenarchitektur-Studentin

Der Schnitt: Garçonschnitt. Ideal für: Kurzes feines bis normal dickes glattes Haar. Es darf allerdings nicht zu fein sein, damit die Kopfhaut nicht durchscheint. So geht's: Für den Wet-Look im 90er-Jahre-Style wird ein stark festigender Stylingschaum ins feuchte Haar gekämmt - Schaum trocknet nicht so fix wie ein Gel, das Haar kann ganz exakt in Form gelegt werden. Vom Hinterkopf an einen tiefen Seitenscheitel ziehen und die Haare an den Kopf kämmen. Beim Pony die Härchen mit den Fingern in Form schieben. Damit der Wet-Effekt schön lange erhalten bleibt, die Frisur mit stark festigendem Haarlack fixieren.

Extra-Tipp: Wenn man Haarlack verwendet, sollte man die Haare anschließend besser nicht mehr kämmen - sonst bricht der festigende Film, den dieser Lack bildet, auf und bröselt. Das brauchen Sie fürs Nachstylen zu Hause: feinzinkigen Kamm (z. B. von Sägemann), stark festigenden Schaum (z. B. von L'Oréal Paris), stark festigenden Haarlack (z. B. von Redken).

Neue Frisuren: Weiche Wellen

Der Schnitt: Gestufter Lockenschnitt. Ideal für: Jede Haarqualität. Das Haar sollte aber nicht zu schwer und dabei glatt sein, damit die Locken sich nicht zu schnell aushängen. So geht's: Nach dem Haarewaschen und Trocknen eine lockenverstärkende Creme einkämmen und das Haar strähnenweise über eine dicke Lockenzange kringeln - so fallen auch eigenwillige Naturlocken etwas geordneter. Danach die Haare mit einem Diffussor-Aufsatz auf dem Föhn auflockern. Die Stäbe dieser Diffusor-Aufsatzdüse lockern die Ansätze, schenken Volumen und weiche Wellen. Zuletzt die Wellen nur noch mit den Händen in Form drücken. Extra-Tipp: Um zwischendurch die Locken aufzufrischen, über Kopf die Ansätze mit den Fingern "massieren", anschließend einfach das Haar wieder zurückwerfen. Das brauchen Sie fürs Nachstylen zu Hause: lockenverstärkende Haarstylingcreme (z. B. von Wella Professionals), eine dicke Lockenzange (z. B. von Babyliss), einen Haartrockner mit Diffusor-Aufsatz (z. B. von Braun).

Neue Frisuren: Mittelscheitel und Pastell fürs Haar

Der Schnitt: Schnurgerade ("stumpf") geschnittenes langes Haar. Der Trend passt aber auch gut zu kinnlangen Bobs. Ideal für: Glattes schweres Haar, aber auch Frauen mit normalem und feinem Haar können den Look tragen. Damit der Pastellton toll aussieht, sollte man hellbis höchstens mittelblond sein. So geht's: Für den leicht metallisch wirkenden, kaum wahrnehmbaren Violettschimmer bekommt das Haar eine fliederfarbene Tonspülung (z. B. "Perfecton" von Wella Professionals), so eine, die auch einen Gelbstich im Blond bestens korrigiert. Sie wäscht sich bereits nach einem Mal Haarewaschen heraus. Für den Sleek-Look das Haar erst mittelscheiteln und nach dem Trocknen ein Glättungsfluid hineinstreichen, trocknen lassen und das Haar mit dem Glätteisen bearbeiten. Zum Fixieren reicht ein Hauch Haarspray. Extra-Tipp: Um optisch noch mehr Bewegung ins Haar zu bringen, Highlights setzen lassen - in der so genannten Painting-Technik, die sieht besonders natürlich aus. Das brauchen Sie fürs Nachstylen zu Hause: Glättungsfluid (z. B. von Sebastian), Glätteisen, Haarspray speziell für blondes Haar (z. B. von John Frieda).

Neue Frisuren: Haartolle

Der Schnitt: Kurzhaarschnitt mit extra langem Deckhaar. Ideal für: Jede Haarqualität. So geht's: Gelocktes Deckhaar sieht bei dieser angesagten "Jungs"- Frisur ziemlich sexy aus. Um den Wellen möglichst langen Halt zu geben, etwas Festiger ins Haar sprühen. Nachdem der trocken ist, kommt eine schmale Lockenzange zum Einsatz - sie wird parallel zum Kopf gehalten. Die Locken anschließend vom Hinterkopf aus in die Stirn ziehen. Zum Schluss die Ansätze der Locken leicht toupieren und mit festigendem Haarspray einnebeln. Extra-Tipp: Um die Tolle noch voller wirken zu lassen, wird ein Haarteil eingesteckt - aus Echthaar. Das kann problemlos gelockt werden, weil es ein Styling mit der Lockenzange aushält. Das brauchen Sie fürs Nachstylen zu Hause: Festiger (z. B. von Wella Professionals), schmale Lockenzange (z. B. von Severin), eventuell ein kurzes Echthaar-Haarteil (z. B. aus dem Friseurbedarf), festigendes Haarspray (z. B. von Nivea).

Neue Frisuren: Seventies-Glam

Der Schnitt: Schulterlanger, im unteren Drittel gestufter Long-Bob. Ideal für: Naturgewelltes Haar von fein bis kräftig - das bringt bereits Volumen und natürlichen Schwung mit. Aber der Look ist auch für normales und kräftiges glattes Haar geeignet. So geht's: Bei glattem Haar Volumenmousse einkämmen und über eine Rundbürste föhnen: Strähne für Strähne senkrecht hochhalten und am Ansatz "gegen den Strich" föhnen. Bei Naturwellen läuft der Weg zum Seventies-Schwung in zwei Schritten: Erst werden die Locken mit Föhn und großer Rundbürste vorgeglättet, ein Festigerspray, vorher ins Haar gesprüht, erleichtert das Styling. Dann wird jede Strähne mit dem Glätteisen bearbeitet. Ob das Haar von Natur aus glatt oder gelockt ist - mehr Stand und Haltbarkeit bekommt die Frisur durch anschließend toupierte Ansätze, die sofort mit etwas Haarspray eingenebelt werden. Fürs Finish eine kleine Menge Anti-Frizz-Serum in den Handflächen verreiben und durchs Haar streichen. Haarspray zum Schluss fixiert. Extra-Tipp: Das Glätteisen besser zügig und dafür öfter durchs Haar ziehen, das belastet das Haar am wenigsten. Das brauchen Sie fürs Nachstylen zu Hause: Volumen-Mousse (z. B. von Got2be), Festigerspray (z. B. von Pantene Pro-V), zwei große Rundbürsten (eine zum Stylen, die andere bleibt zum Auskühlen im Haar), Glätteisen, Anti-Frizz-Serum (z. B. von Gliss Kur), Haarspray (z. B. von Aveda).

Neue Frisuren: Flecht-Frisur

Der Schnitt: In den Spitzen angestufter Langhaarschnitt. Ideal für: Kräftiges und schweres glattes Haar sowie für feines Haar und leichte Naturwellen. So geht's: Hitzeschutz aufs Haar sprühen, dann strähnenweise wellen: über ein Glätteisen mit abgerundeten Ecken (mit einem Lockenstab gekringelt, fallen die Wellen zu rund geformt aus). Dabei das Haar nicht nur in eine Richtung, etwa linksrum, wellen, sondern hin und wieder auch in die entgegengesetzte Richtung; außerdem mal die Spitzen mit aufwickeln, dann mal glatt lassen. Der Bauernzopf beginnt über dem rechten Ohr, verläuft über den Hinterkopf schräg nach unten und verliert sich in den Locken auf der linken Seite. Zum Schluss eine erbsengroße Menge Haarwachs in den Handflächen verreiben und die Locken ganz sanft etwas herausziehen. Wer sehr langes Haar hat und im Flechten noch nicht richtig geübt ist, kann auch eine Freundin um Mithilfe bitten. Extra-Tipp: Vorm Flechten die Haare oben am Kopf leicht toupieren, sonst zieht man das Haar runter, der Ansatz wirkt platt. Das brauchen Sie fürs Nachstylen zu Hause: Hitzeschutz-Spray (z. B. von Paul Mitchell), Glätteisen mit abgerundeten Kanten (z. B. von ghd), Haarwachs (z. B. von Taft).

Neue Frisuren: Soft-Punk

Der Schnitt: Pixie-Cut - kurzer Nacken, kurze Seiten, längeres ausgedünntes Deckhaar. Ideal für: Eher glattes feines Haar, das sich nur schlecht stylen lässt, aber auch für jeden anderen Haartyp.

So geht's: Fürs supereinfache Styling einfach zwei Fingerspitzen eines Mattwachses in den Handflächen verreiben, damit übers Haar strubbeln und den Pony glatt nach oben ziehen. Übrigens: Das Deckhaar ist mit einer so genannten Effilier-Schere geschnitten (die Scherenblätter sind gezackt wie bei einem Kamm) - so bleibt es an den Ansätzen etwas dichter und voller, die Spitzen sind aber ausgedünnt, und die Frisur wirkt nicht zu exakt, sondern eben schön punkig. Extra-Tipp: Bei hellem Haar macht sich Wachs fürs Styling immer besser als Wet-Gel. Denn Gel bündelt das Haar stark, und die Haarfarbe wirkt dadurch dunkler. Das brauchen Sie fürs Nachstylen zu Hause: Matt-Wachs (z. B. von Osis/Schwarzkopf ). Fürs Shooting unserer Trend-Frisuren waren Szene-Friseure aus Hamburg im Einsatz: Das "Kérastase Institut Noon Individual Hair" (www.noon-individualhair.de), die Wella-Spezialisten fanden wir bei "Nicolaisen Intercoiffure Hamburg" (www.nicolaisen-hamburg.de), für Schwarzkopf war stellvertretend der "Schneideraum" (www.schneideraum-hamburg.de) dabei. Mehr Trend-Friseure, die ähnlich arbeiten, finden Sie unter: www.brigitte.de/friseursalons

Text: Angela Schöneck Fotos: Jan Rickers Produktion: Sarah Harms Ein Artikel aus der BRIGITTE, Heft 06/11

Kommentare (16)

Kommentare (16)

  • Anonymer User
    Anonymer User
    welcher Stylist hat den softpunk bei nicolaisen denn geschnitten?

    LG

    Franzsiska Luise
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Liebe Lindenhain,



    die Frisur "Softpunk" wurde vom Salon Nicolaisen in Hamburg geschnitten.(www.nicolaisen-hamburg.de/)



    Viel Spaß beim Friseurbesuch wünscht das BRIGITTE.de-Team.
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Super Frisuren!!

    Bin jetzt erst auf Frisurensuche auf diesen Artikel gestoßen. Können Sie mir beantworten, welcher Friseursalon, den "Softpunk", (Pixie-Cut) geschnitten hat?

    Vielen Dank??
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Mich persönlich würde die Lippenstiftfarbe und Marke des 8 Bildes kennen
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Liebe siena,

    Gerne beantworten wir Ihre Frage. Die passende Farbnuance hat der “Rouge Allure Velvet 41 L’Exquise” von Chanel. Eine Alternative wäre der “Natural Lipstick Soft Coral” von Benecos.

    Wir hoffen wir konnten Ihnen weiterhelfen.



    Herzliche Grüße



    Dein BRIGITTE.de-Team

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