Frisuren
Expertentipps: Styling für schöne Locken

Wozu ist ein Locken-Styling gut? Gibt es den perfekten Schnitt für schöne Locken? Hier sind unsere Experten-Tipps.

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1. Weshalb sollte das Haar vorm Hitze-Styling mit der Lockenzange besser trocken sein?
Weil die Locke sonst nicht gelingt. Auch Styling-Produkte sollten getrocknet sein, bevor Sie locken. Außerdem belastet die Kombination starke Hitze plus Feuchtigkeit die Haarstruktur zusätzlich.

2. Locken ins glatte Haar zu zaubern kostet viel Zeit. Sind Dauerwellen eine Alternative?
Nein. Auch wenn die Produkte selber eine Extraportion Pflegestoffe enthalten. Bei einer Dauerwelle wird die Haarstruktur geöffnet, in eine neue Form gebracht und zu großen und kleinen Locken fixiert. Wird das nicht fachmännisch und unter bestimmten Voraussetzungen gemacht, kann die Locke bereits nach zwei, drei Wochen verschwunden sein. Wer trotzdem wellt: Vor der nächsten Behandlung sollte man acht oder besser zwölf Wochen warten.

3. Ich möchte, dass meine Naturlocken schön fallen. Gibt es eigentlich den perfekten Lockenschnitt?
Ja. Richtige Sprungkraft bringt ein Stufenschnitt. Wichtig: Das Haar sollte etwa schulterlang sein und erst ab Kinnlänge gestuft. Denn je höher die Stufen sitzen, desto runder wird der Lockenkopf.

4. Was schadet Locken?
Nässe und zu viel Feuchtigkeit in der Umgebung. In der Kunstlocke bedeutet das, sie hängt sich schneller aus. Eine feuchte Wetterlage lässt Naturlocken unstrukturiert und kräuselig werden ("Frizz"). Festigende Conditioner können dagegen helfen.

5. Was steckt Besonderes in Lockenverstärker-Produkten?
Vor allem Substanzen, die dem Haar Feuchtigkeit zuführen - und sie dort auch halten. Das vermeidet allein einen Großteil des krisseligen "Frizz"-Effekts. Darüber hinaus setzen manche Firmen bereits im Shampoo unter anderem auf pflanzliche Lockenformeln, die sich im feuchten Haar ausdehnen und im trockenen wieder zusammenziehen und so die Locken verstärken.

6. Können sich Locken denn auch verlieren und schlapper werden?
Ja. Generell gilt: Je länger und ungestufter das Haar, desto glatter fällt's. Chemische Behandlungen wie Blondieren, dauerhaft Glätten oder Locken und auch häufiges Färben stressen die Struktur des Haares. Selbst tägliches Hitze-Styling. Die Elastizität und auch die Lockenspannung verliert sich dadurch, die Welle scheint glatter.

7. Ich will endlich Glanz in meine kräftigen Naturlocken - wie funktioniert das am besten?
Einen Grundglanz bringt schon die Haarwäsche: natürliche und Silikon-Öle in Shampoos, Conditioner und Haarmasken (speziell in Serien für strapaziertes Haar). In Sachen Styling generell besser zu Ölen, Glanzpomaden und Spitzenfluids greifen (nicht zu dicht an der Kopfhaut auftragen). Damit sehen Locken schön herausgearbeitet aus. Die einzelnen Haare liegen dann gebündelter nebeneinander, reflektieren Licht besser - und glänzen.

8. Muss ich Styling-Produkte abends rauskämmen?
Nicht unbedingt. Weil Sie für Locken eher cremiges oder leicht festigendes Styling verwenden (nicht extra starke Haarlacke oder Gele). Sie können die Haare sanft mit einem breitzinkigen Kamm entwirren (bei den Spitzen anfangen und hocharbeiten), das reicht. Und am nächsten Morgen nicht gleich wieder waschen und aufdrehen. Besser eine walnussgroße Menge lockenverstärkenden Schaum fürs Styling ins Haar kneten und loslocken (z. B. "Sassoon Curl Form" von Vidal Sassoon, "got 2 b Lockmittel" von Schwarzkopf ).

  • Artikel vom 23.03.2008
    BRIGITTE 07/08
    Fachliche Beratung: Eva Hennings, Dr. Elisabeth Poppe, Leiterin Forschung und Entwicklung/Haarpflege bei Schwarzkopf; Dr. Rolf Bayersdörfer, Leiter Forschung und Entwicklung/Haarstyling bei Schwarzkopf
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