Strähnchen sind der Trend!

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Red Lights - rote Strähnchen

Bei Brünetten und Schwarzhaarigen fielen Red Lights, also rote Strähnchen, häufig nicht so stark auf, da die Ausgangsfarbe zu dunkel ist: Um das zu ändern, werden jetzt Aufhellung und dauerhafte Färbung (Coloration) miteinander kombiniert - so können Friseure den Haarton bis zu fünf Nuancen anheben, gleichzeitig rote Pigmente ins Haar schleusen und so leuchtend rote Strähnen zaubern. Mittlerweile gibt es auch Produkte, mit denen das zu Hause geht; der Farbton lässt sich damit zwar nur um maximal drei Nuancen aufhellen, das Ergebnis ist aber fast genauso schön. Da rote Farbpigmente besonders klein sind, lösen sie sich allerdings ziemlich schnell - deshalb kann der Ton bereits nach etwa vier Wochen verblassen, bei strapaziertem Haar sogar noch schneller. Jana Petzold, freie Hairstylistin für Schwarzkopf Professional, rät: "Um möglichst lange etwas von dem Look zu haben, sollte man spezielle Pflegeprodukte für coloriertes Haar benutzen. Sie bewahren die Farbe, versiegeln die Oberfläche, einige von ihnen enthalten sogar zusätzliche Pigmente" (siehe Seite 20). Sollte die Farbe trotzdem früher verblassen, lässt sie sich mit einer Intensiv-Tönung auffrischen. Wichtig dabei ist jedoch, dass die Nuance genau passt - wer unsicher ist, geht deshalb lieber zum Friseur.

Beim Friseur erhältlich oder zum Selbermachen für zu Hause (z. B. mit "Poly Live Wild Lights" von Schwarzkopf).

Freihand-Technik für Strähnchen

Diese Methode, bei der der Friseur die Farbe mit einem Pinsel oder einer speziellen Bürste direkt aufs Haar gibt, wird schon länger angewendet, ist zur Zeit aber wieder richtig angesagt - in New York bieten sie zum Beispiel Star-Coiffeure wie Bumble & Bumble, Sally Hershberger oder Frédéric Fekkai in ihren Salons an. Ganz neu dabei ist die Zubereitung der Farbe: Vor dem Auftragen dickt der Friseur die Colorationsflüssigkeit mit einem Puder an, so dass eine dickflüssige Konsistenz entsteht. Der Vorteil: Als Paste lässt sich die Farbe aufs Haar pinseln, ohne herunterzutropfen. Zudem kann man sie unterschiedlich dick auftragen und so eine Vielzahl von Ton-in-Ton-Schattierungen erzeugen, die sanft ineinander übergehen. "Mit dieser Technik kann der Friseur sein Form- und Farbgefühl direkt umsetzen und viel besser auf den individuellen Schnitt der Kundin eingehen", erklärt Andrea Hecker, Leiterin Qualitäts-Management bei Wella. Um einen richtig schönen Effekt zu erzielen, sollten die Haare bei dieser Methode mindestens zehn Zentimeter lang sein - im Gegensatz zu anderen Methoden muss der Ansatz aber erst nach zwei bis drei Monaten nachgefärbt werden: Weil die Farbmasse so unterschiedlich stark aufgetragen wird, entsteht kein harter Bruch.

Nur beim Friseur erhältlich (z. B. in Wella- oder L'Oréal- Professionnel-Salons).

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  • Fotos: Nelson Philip
    Frisuren und Make-Up: Bobby Bujisic/ Bigoudi
    BRIGITTE Heft 08/2006