Flechtfrisuren
Zöpfe flechten mal anders!

Flechtfrisuren gehen immer. Wir zeigen euch mit einfachen Anleitungen, wie ihr coole Zöpfe flechten könnt - vom Holländischen Zopf bis Bauernzopf.

Foto: Instagram

Königsdisziplin? Zöpfe flechten ist ganz einfach!

Keine Flechtfrisur dieser Welt ist ein Grund, vor Ehrfurcht zu erstarren - Zöpfe flechten ist gar nicht so kompliziert, wie man im ersten Moment vermuten könnte. Tatsächlich beruht die Technik auf einem einfachen Prinzip, das lediglich ein wenig abgewandelt wird. Rechts, links, Mitte - alles ganz einfach. Gerade lange Haare könnt ihr so immer wieder neu stylen. Dass Flechtfrisuren kein mädchenhaftes Image mehr haben, beweisen diverse Trendfrisuren von den Laufstegen, Instagram, Pinterest, Fashionportalen und Blogs. Bauernzöpfe sind so in wie nie, aber auch Abwandlungen wie der Holländische Zopf, der eingeflochtene Kronenzopf, der Fischgrätzopf oder der Wasserfallzopf boomen. Ihre Anleitungen füllen das Internet, überall lauern Tutorials, die uns zeigen, wie die tollen Zöpfe nachzuflechten sind. Wir haben die schönsten Frisuren mal ganz genau beschrieben und geben euch gut verständliche Anleitungen: So könnt ihr ganz einfach Zöpfe flechten!

Bauernzopf – der klassische eingeflochtene Zopf

So geht's: Seitenscheitel ziehen, rechts und links vom Scheitel drei Haarsträhnen abteilen und zu einem Bauernzopf flechten. Dazu die Strähnen wie beim normalen Flechten abwechselnd übereinanderlegen und immer eine dünne Strähne vom Deckhaar bzw. von den Seiten dazunehmen. Je nach Haarlänge kann man den Zopf um den Kopf herumflechten oder die Enden im Nacken einfach feststecken.

Schwierigkeitsgrad: Eine Koordinationsübung, aber mit etwas Geduld absolut machbar.

Voraussetzungen: mindestens halblanger Bob.

Extra-Tipp: In die Haare vorher Volumenpuder oder Trockenshampoo einarbeiten - so werden die Haare viel griffiger und das Flechten geht leichter von der Hand.

Flechten mit 5 Strähnen

So geht's: Die Haare zunächst in fünf gleich große Stränge einteilen. Die Strähne ganz rechts unter die Strähne links daneben führen und dann über die mittlere. Die Strähne von ganz außen befindet sich nun also in der Mitte. Nun von links den Vorgang wiederholen: Den ganz äußeren Strang unter die Strähne rechts daneben und dann über die mittlerere legen. Dann geht's wieder auf der rechten Seite weiter ... bis die gesamten Haare nach diesem Muster verflochten sind.

Beim Flechten mit fünf Strängen unterscheidet man zwischen zwei Arten: holländischer und französischer Zopf. Bei der ersten Variante (siehe Beschreibung oben) ist der Zopf aufliegend, sprich die erste Strähne wird erst unter und dann über eine andere Strähne gelegt. Beim französischen Zopf wird der erste Strang unter die zweite und über die dritte Strähne gelegt. Dadurch entstehen zwei unterschiedliche Muster. Am besten probiert man aus, welche Technik einem anfänglich leichter fällt.

Schwierigkeitsgrad: Eindeutig kein Kinderspiel! Besonders weil man am Hinterkopf nichts sieht. Wer sehr lange Haare hat, legt diese am besten über die Schulter und fängt dort mit dem Üben an - bis die Finger die Technik verinnerlicht haben.

Voraussetzungen: mindestens schulterlange Haare, besser noch länger.

Extra-Tipp: Mit fünf Strähnen flechten ist nicht leicht - das Üben lohnt sich aber: Französische oder holländische Zöpfe zaubern optisch viel mehr Volumen als normal geflochtene Zöpfe.

Cornrows

So geht's: Einen tiefen Seitenscheitel ziehen. An der Seite mit weniger Haaren einzelne Partien mit einem Kamm von vorne nach hinten abteilen. Je genauer, desto besser. Die untere Partie in drei kleine Stränge unterteilen und nach hinten flechten. Dabei nach und nach immer wieder Haare hinzuehmen. Die Strähnen möglichst klein halten und fest am Kopf flechten - so zeichnet sich das Cornrow-Muster besonders gut ab. Die geflochtenen Strähnen am Hinterkopf fixieren. Dann mit der Partie darüber genauso verfahren bis die Haare an der Seite alle verflochten sind.

Schwierigkeitsgrad: Eigentlich ganz easy. Wichtig ist, dass man sehr genau arbeitet, damit das Ergebnis am Ende gut aussieht.

Voraussetzungen: mindestens kinnlang.

Extra-Tipp: Das exakte Abteilen der Strähen geht leichter, wenn die Haare noch etwas feucht sind.

Schlaufenzöpfe

So geht's: Er sieht kompliziert aus, ist aber, wenn man den Dreh erst einmal raushat, recht einfach. Und streng genommen ist dieser Zopf gar keine Flechtfrisur - tarnt sich aber als solche. Die Haare aus dem Zopf werden zunächst in zwei Stränge aufgeteilt, dann rechts und links nach hinten geführt. Dann direkt darunter ein paar Haare mit einem kleinen Gummiband zusammenbinden. Die teilt ihr wieder in der Mitte und führt dann die Strähnen des ersten Zopfes wieder von hinten nach vorn – direkt in die entstandene Lücke hinein. Wieder zusammenbinden und weiter so verfahren. Wer kürzere Haare hat, nimmt immer ein paar Strähnen von den Seiten dazu.

Schwierigkeitsgrad: Für Fortgeschrittene eine nette Abwechslung.

Voraussetzungen: mindestens schulterlang, besser länger

Extra-Tipp: Kleine durchsichtige Silikongummis lenken optisch nicht zu sehr vom Haarmuster ab.

Holländischer Zopf

So geht's:Hier seht ihr die doppelte Version des aufgesetzten Zopfes. Die Haare zuerst sorgfältig kämmen, für ein akkurates Ergebnis Lockige Haare mit einem Glätteisen bearbeiten – so kommt die Struktur des Zopfes besser heraus. Dann einen Mittelscheitel ziehen und an einer Seite starten. So wird geflochten: Mit den Fingern drei Partien an der Stirn abtrennen, die rechte Strähne von unten in die Mitte legen, die linke von unten in die Mitte legen, dann abwechselnd die äußeren Strähnen von unten in die Mitte legen und dabei mehr Haare zu den einzelnen Strähnen aufnehmen. Zum Schluss den Zopf einfach zu Ende flechten und dabei weiterhin "von unten" flechten.
Schwierigkeitsgrad: Mittel. Wer den französischen Zopf – auch Bauernzopf genannt – beherrscht, schafft den Holländischen Zopf auch.

Voraussetzungen: mindestens kinnlang.

Charmante Flechtfrisur – wir zeigen im Video, wie sie funktioniert

Diese Frisur ist eine hübsche Mischung aus einer Flecht- und Duttfrisur, und lässt sich in drei bis fünf Minuten ganz einfach nachstylen.

Fischgrätenzopf

So geht's: Die Haare in zwei gleichmäßige Stränge aufteilen. Danach werden einige Haare von der linken Seite aufgenommen und über den linken Strang hinweg dem rechten Strang hinzugefügt. Danach eine Strähne von der rechten Seite nehmen und über den linken Strang auf die Innenseite des rechten Stranges legen. Wichtig: Damit es gleichmäßig wird, sollten die abgeteilten Haarsträhnen möglichst immer gleich dick sein. Am Ende den Zopf mit einem Haargummi oder einem Band befestigen.
Schwierigkeitsgrad: Einfach.
Voraussetzungen: mindestens schulterlang.

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