Haarkuren: Extra-Pflege für die Haare

Sonne, Wind, Chlor- und Meerwasser machen Haare urlaubsreif. Gönnen Sie ihnen eine Kur - die besten Tipps rund um Haarkuren lesen Sie hier.

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Im Laufe eines Jahres müssen unsere Haare eine ganze Menge aushalten: Sie werden im Schnitt 156-mal gewaschen und geföhnt, bekommen vier bis fünf Colorationen und sind rund 208 Tage der Sonne ausgesetzt. All das greift die äußere Schuppenschicht an, macht das Haar brüchig und trocken. Weil es sich leider nicht selbst reparieren kann, braucht es ein bisschen Unterstützung.

Die Spezialisten

Die Spezialisten

Die Spezialisten

Intensiv-Masken, z. B. für trockenes Haar, bringen das Haar in fünf bis 15 Minuten Einwirkzeit in Schwung. Ihr Geheimnis: Feuchtigkeitsbinder, die die Haare glänzend und griffig machen und Locken wieder mehr Sprungkraft verleihen (z. B. von Wella Professionals, beim Friseur). Am besten mit einem breitzinkigen Kamm gut verteilen und dann ein Handtuch um den Kopf wickeln - durch die Wärme können sich die Wirkstoffe besser entfalten. Tipp: Maske morgens ins Haar geben, es zu einem Chignon formen und die Kur den ganzen Tag über einwirken lassen. Eine nachtaktive Alternative sind so genannte Overnight-Kuren: einfach vor dem Schlafengehen ins trockene Haar kneten und morgens wieder auswaschen (z. B. von Frederik Fekkai). Noch praktischer: Aufbau-Sprühkuren, die im Haar bleiben (z. B. von Pantene Pro-V). Kuren gegen fettiges Haar saugen das überschüssige Fett auf, das sich an den Haaren und auf der Kopfhaut anlagert, und stellen so das Gleichgewicht wieder her (z. B. von Redken/Friseur). Auch gut: eine SOS-Packung mit Heilerde (z. B. von Rausch).

Express-Kuren

Die Turbo-Pfleger bleiben maximal drei Minuten im Haar und sind ideal für Eilige und alle, deren Haar nicht allzu angegriffen ist (z. B. von Herbal Essences, Schauma). Außerdem werden die Pflegestoffe immer komplexer: Neu ist etwa eine Kur, die wie eine Spülung sofort wieder ausgewaschen wird, aber bis in die Tiefe wirkt (z. B. von Garnier Fructis). Noch fixer geht's mit Leave-in-Kuren, die ins handtuchtrockene Haar gesprüht werden und drinbleiben. Weil die Rezeptur nicht so ölhaltig ist, sind sie auch für feines Haar gut geeignet (z. B. von Marlies Möller, Guhl).

Schutz vor Farbverlust

Häufiges Waschen Iässt eine Tönung oder Coloration rasch verblassen: Der Haarschaft quillt auf, Wasser dringt ins Innere und spült die Farbpigmente aus. Spezialkuren mit neuartigen Formeln versprechen 90-prozentigen Farbschutz bis zur 30. Wäsche (z. B. Gliss Kur). Für mehr Leuchtkraft: Packungen und Conditioner mit schwach dosierten Farbpigmenten für verschiedene Haarfarben (z. B. von Guhl, Sebastian Professional). Und gegen Farbverlust durch zu viel Sonne im Urlaub helfen Haar-Masken mit speziellen UV-Filtern (z. B. von Elvital, Kerastase Soleil, Nivea Hair Care).

Strapaziertes Haar ist negativ geladen. Deshalb versehen Kosmetikchemiker Pflege gezielt mit positiver Ladung, die an den beschädigten Stellen der Haarfaser andockt. Effekt: Das Haar Iässt sich leichter kämmen.

Lieber nicht!

Auch wenn's schnell geht: Kuren nicht ins nasse, sondern immer ins handtuchtrockene Haar kneten. Dann können die Pflegestoffe sehr viel besser eindringen.

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  • Foto: Lars Matzen
    Stills: Alan Ginsburg
    Illustration: Armin Metzger
    Text: Marina Knippel