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Haarfarben sind nicht ganz ungefährlich. Diese Hinweise sollten Sie beachten und entscheiden, ob Sie vielleicht lieber auf eine sanftere Methode umsteigen.
Haarfarben - Pros und Cons
Sind Haarfarben gefährlich?
Anfang des Jahres sorgte eine Studie der Universität von Südkalifornien für Schlagzeilen. Die Auswertung einer Umfrage
an 1514 Blasenkrebs-Patienten, von denen 897 Verwender von Haarfärbemitteln waren, ergab: wer über ein Jahr lang einmal
monatlich die Haare färbt, verdoppelt das Risiko, an Blasenkrebs zu erkranken, wer seit 15 Jahren färbt, verdreifacht es
sogar. Als krebsauslösende Stoffe beschrieben die Wissenschaftler so genannte Arylamine (in oxidativen Haarfarben), die
über die Haut in das Organ gelangen. Ohne Risiko seien auswaschbare Tönungen. Für die Food and Drug Administration (FDA) der USA reicht die Erhebung
aber nicht aus, um die Mittel vom Markt zu nehmen. Auch der zuständige Industrieverband in Deutschland (IKW) sieht keine
Zusammenhänge zwischen häufigem Haarefärben und Blasenkrebs.
Der IKW beruft sich auf Studien der Harvard-Universität und des American Cancer Institute an 120000 bzw. 570000 Probanden.
Außerdem produzierten deutsche Hersteller nach den Richtlinien der Kosmetikverordnung und des Europäischen Kosmetik-Rechts.
Was ist mit Allergien?
Tauchen innerhalb von zwei Tagen nach dem Haarefärben juckende Flecken an Gesicht, Hals und Händen auf oder
schwellen die Augen an, können das Zeichen für eine Kontaktallergie sein. Verantwortlich dafür sind vor allem die Stoffe
Paraphenylendiamin, Toluylendiamin oder Resorcin - die stehen als Warnhinweis auf jeder Packung! Um die (Kopf-)Haut dann
so gut wie möglich zu schützen, am besten zum Friseur gehen und nur Strähnchen machen lassen (Folien- oder Haubentechnik).
Natur pur statt Chemie?
Pflanzenhaarfarben bleiben lange schön (bis zu acht Wochen) und bringen einen rötlichen Schimmer in braunes Haar - in
Pflanzenhaarfarben steckt nämlich meistens Henna. Das bedeutet: Vorsicht bei blonden, weißen oder gebleichten Haaren -
die können damit Karottenrot werden. Und: Die Naturpigmente sind haltbarer als jede synthetische Haarfarbe, sie lassen
sich nicht chemisch entfernen - die Farbe muss rauswachsen. Bedingt durch Bodenbeschaffenheit und Klima kann es bei
Naturhaarfarben (außer bei denen vom Friseur) leider auch zu unterschiedlichen Farbergebnissen kommen. Und dann wäre da
noch das Thema Pestizid-Rückstände in den Henna-Farben oder Verunreinigungen mit Schwermetallen wie Blei...
Große Hersteller prüfen Lieferungen und Produkte penibel auf Sicherheit, und auch kleine Firmen, die das
Natur-Kosmetik-Siegel tragen (z. B. Logona), garantieren Schadstoff-Freiheit.
Alternativen zur Farbe? Es gibt Präparate für graues Haar, die nach und nach den ursprünglichen Naturton zurückbringen sollen. Und sie funktionieren tatsächlich - wie eine Haarfarbe, durch Oxidation. Allerdings wird dafür nicht Wasserstoffperoxid, sondern ganz einfach der Luftsauerstoff eingesetzt. Die ins Haar geschleusten Farbvorstufen (Arylamine, siehe oben) entwickeln sich an der Luft, das Haar wird allmählich wieder dunkler, noch Tage nach der Anwendung. Für ehemals Hellblonde ist so ein Präparat nichts, sondern eher was für Dunkelblonde oder Braunhaarige. Und besonders regelmäßig wird das Ergebnis, wenn bereits mehr als die Hälfte des Haares ergraut ist (noch pigmentierte Haare dunkeln nämlich auch nach).
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