Pflege
Haare: Pflege im Winter

Fliegende Haare, juckende Kopfhaut - im Winter spielt so manche Frisur verrückt. Mit unseren Tipps bekommen Sie sie ganz schnell wieder in den Griff.

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Schluss mit Reibereien

Föhnhitze und Mützen im Winter reiben die Haare bzw. seine Schuppenschicht auf und lassen es spröde und brüchig werden. Gegenstrategien:

- Pflegekuren mit Fruchtölen, die poröse Stellen glätten (z. B. von Garnier).
- Weichmacher für Härtefälle: Stylingserum mit Silikon (z. B. von Tigi). Ins noch feuchte Haar einkneten, auf niedrigster Stufe föhnen und dabei Strähne für Strähne über die Bürste glatt ziehen.
- Schonbezug: auf einem Kissen mit einem Bezug aus Seide schlafen - das raut das Haar nicht so auf.

Problemlöser für fliegendes Haar

  • Kamm mit 24 Karat Goldauflage - beugt statischer Aufladung vor (z. B. von Marlies Möller).
  • Styling-Creme mit sehr leichten Pflegestoffen extra für feines Haar (z. B. von Paul Mitchell). Bindet die haareigene Feuchtigkeit und verhindert das Fliegen, ohne zu beschweren.
  • Glanzwachs, zum Beispiel mit glättendem Jojoba-Öl, haltgebendem Bienenwachs oder Feuchtigkeitsbindender Aloe vera (z. B. von John Frieda).

Schnee von gestern

Heizungsluft trocknet im Winter auch die Kopfhaut aus. Produziert sie nicht mehr so viel Fett, beginnt es zu rieseln. Neu: Anti-Schuppen-Shampoos mit Wirkstoffen, die selbst von empfindlicher Haut vertragen werden (z. B. von Head and Shoulders oder Neutrogena). Gegen juckende Kopfhaut hilft ein Shampoo mit Urea und Polidocanol (z. B. von Eucerin).

Da sind sie platt

Mützen und Hüte drücken die Haare im Winter an die Kopfhaut. Resultat: Sie sehen aus wie angeklatscht. Vorbeugen kann man, indem man die Haare morgens kopfüber am Ansatz föhnt und ihnen zusätzlich mit einem speziellen Ansatzspray Stand gibt (z. B. von Elvital/L'Oréal Paris und Sebastian). Das Spray kann man auch mitnehmen und den Ansatz auffrischen, wenn man die Mütze abgenommen hat.

Lieber nicht!

Wenn Sie im Winter aus der Kälte ins Warme kommen: nicht gleich zur Plastikbürste oder einem Kamm aus Hartgummi greifen. Die sind nämlich sehr oft statisch aufgeladen - und fliegende Haare vorprogrammiert. Besser: einen kleinen Klecks Glanzfluid oder Gel in den Händflächen verreiben, anhauchen und damit leicht über die Haare streichen. So legt sich jedes Haar an.

Profi-Tipp - Winterhaare

Martin Max

Martin Max

Drei Fragen an den Hamburger Friseur Martin Max

Weshalb knistern die Haare im Winter besonders?
Kälte und Heizungsluft entziehen ihm Feuchtigkeit. Wenn man dann auch noch eine Mütze trägt oder über einen Teppich aus synthetischen Materialien läuft, entsteht eine starke Reibung, so dass sich das Haar elektrisch auflädt.

Wie kann man vorbeugen?
Es bringt schon viel, wenn man das Haar regelmäßig mit Shampoos und Conditionern pflegt, in denen Proteine, Feuchtigkeitsbinder oder auch Silikone stecken. Fliegende Haare lassen sich vermeiden, indem man vor dem Föhnen Festiger oder Pflege-Gel ins Haar gibt.

Und wenn man feines Haar hat, das mit silikonhaltigen Produkten schnell überpflegt und damit schlapp wird?
Dann helfen Föhne mit spezieller Ionen-Technologie: Sie können die statische Aufladung reduzieren und so den Kräuseleffekt auch ohne Pflegeprodukte verhindern.

  • Fotos: Alan Ginsburg (1), Sebastian Denz (1)
    Produktion: Birgit Potzkai
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