Haarpflege
Haarkur: Extra-Pflege für die Haare

Unsere Haare sind allerlei Strapazen ausgesetzt. Shampoo und Spülung regenerieren die Struktur zwar, manchmal darf es aber auch ein wenig mehr sein. Dann ist Zeit für eine Haarkur.

Foto: Chapman/Corbis

Im Laufe eines Jahres müssen unsere Haare eine ganze Menge aushalten: Sie werden im Schnitt 156 Mal gewaschen und geföhnt, bekommen vier bis fünf Colorationen und sind rund 208 Tage der Sonne ausgesetzt. All das greift die äußere Schuppenschicht an, macht das Haar brüchig und trocken.

Shampoos und Spülungen pflegen die Haarstruktur zwar auch, manchmal braucht das Haar aber ein wenig Unterstützung. In diesem Fall kommen Kuren und Masken zum Einsatz. Strapaziertes Haar ist negativ geladen, deshalb versehen Kosmetikchemiker die Pflege gezielt mit positiver Ladung, die an den beschädigten Stellen der Haarfaser andockt. Effekt: Das Haar lässt sich leichter kämmen. Und weil jedes Haar unterschiedliche Bedürfnisse hat, gibt es eine ganze Reihe von Pflegespezialisten, mit denen Sie Ihre Mähne wieder auf Vordermann bringen können.

  • Die Spezialisten
    Intensiv-Masken z. B. für trockenes Haar, bringen das Haar in fünf bis 15 Minuten Einwirkzeit in Schwung. Ihr Geheimnis: Feuchtigkeitsbinder, die die Haare glänzend und griffig machen und Locken wieder mehr Sprungkraft verleihen. Am besten mit einem breitzinkigen Kamm gut verteilen und dann ein Handtuch um den Kopf wickeln - durch die Wärme können sich die Wirkstoffe besser entfalten. Kuren gegen fettiges Haar saugen das überschüssige Fett auf, das sich an den Haaren und auf der Kopfhaut anlagert, und stellen so das Gleichgewicht wieder her. Auch gut: eine SOS-Packung mit Heilerde.
  • Express-Kuren
    Die Turbo-Pfleger bleiben maximal drei Minuten im Haar und sind ideal für Eilige und alle, deren Haar nicht allzu angegriffen ist. Außerdem werden die Pflegestoffe immer komplexer: Es gibt Kuren, die wie eine Spülung sofort wieder ausgewaschen werden, aber bis in die Tiefe wirken. Noch fixer geht's mit Leave-in-Kuren, die ins handtuchtrockene Haar gesprüht werden und drinbleiben. Weil die Rezeptur nicht so ölhaltig ist, sind sie auch für feines Haar gut geeignet.
  • Schutz vor Farbverlust
    Häufiges Waschen lässt eine Tönung oder Coloration rasch verblassen: Der Haarschaft quillt auf, Wasser dringt ins Innere und spült die Farbpigmente aus. Spezialkuren versprechen 90-prozentigen Farbschutz bis zur 30. Wäsche. Für mehr Leuchtkraft sind Packungen und Conditioner mit schwach dosierten Farbpigmenten für verschiedene Haarfarben ideal. Gegen Farbverlust durch zu viel Sonne im Urlaub helfen Haar-Masken mit speziellen UV-Filtern.
  • Extra-Tipps
    Maske morgens ins Haar geben, es zu einem Chignon formen und die Kur den ganzen Tag über einwirken lassen. Auch praktisch: Overnight-Kuren, die vor dem Schlafengehen ins trockene Haar geknetet und morgens wieder ausgewaschen werden. Kuren gibt man nicht ins nasse, sondern ins handtuchtrockene Haar. So können die Pflegestoffe besser eindringen.
  • Text: Marina Knippel
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