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Pflege- und Styling-Tipps für langes Haar

Damit langes Haar so gut aussieht wie bei Schauspielerin und Sängerin Yvonne Catterfeld, muss man es auch gut behandeln: Die besten Pflege- und Styling-Tipps für samtigen Glanz, lockeren Schwung und herrliche Fülle.

Die richtige Pflege

Durchschnittlich etwa einen Zentimeter wächst ein Haar im Monat. Und mit den Jahren des Wachsens erleben vor allem die Längen und Spitzen so einiges: Hunderte von Wäschen, ganz viel heiße Föhnluft, unzählige Bürstenstriche, Sonne, Wind, Minusgrade... Kein Wunder, dass es etwas Unterstützung braucht, um schön und gesund zu bleiben.

Auf Spezialisten setzen

Am Ansatz ist langes Haar meist gut mit hautnatürlichem Fett versorgt, in den Längen allerdings oft trocken und brüchig. Spezialpflege ist deshalb auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Partien abgestimmt. So soll z. B. Zitronengras-Extrakt die Talgproduktion am Ansatz etwas drosseln, während Aloevera-Milch den Längen Feuchtigkeit spendet.

Eiweißstoffe, die dem Haarbaustein Keratin ähneln, sind ideal, um kraftloses, angegriffenes Haar zu stärken. Pflegende Öle wie Argan- oder Babassu-Öl können dabei helfen, die poröse Schuppenschicht zu glätten und ihr Glanz zu verleihen. Bettina Schupp aus der Forschung und Entwicklung von Guhl gibt aber zu bedenken: "Es gibt keine Wirkstoffe, die generell für langes Haar geeignet sind. Es hängt immer vom jeweiligen Schädigungsgrad ab." Vor allem kommt es darauf an, das Haar einerseits gut zu versorgen, es aber andererseits nicht zu beschweren, damit es nicht schlapp herunterhängt.

Wie sieht nun also die optimale Pflege aus?

Nach jeder Haarwäsche sollte man unbedingt eine Spülung und mindestens einmal pro Woche eine Kur verwenden, diese aber lieber nur in die Längen und Spitzen geben. Und das Haar am besten vor jeder Wäsche durchkämmen. So verknotet anschließend nichts, und die Wirkstoffe können sich optimal verteilen.

Eine gute und schnelle Alternative zum Conditioner kann Pflege sein, die nicht ausgespült werden muss. "Bei Leave-in-Produkten kann man sehr genau über die Menge die richtige Pflege dosieren", sagte Bettina Schupp. Vor allem feines Haar behält durch die "Leichtgewichte" seinen Schwung. (Leichte Leave-in-Pflege gibt es zum Beispiel von Guhl, von Pantene Pro-V oder von L'Oréal Professionnel.)

Spliss ausbremsen

Wilder Schwung auf ganzer Länge - privat trägt die gebürtige Erfurterin ihre Haare allerdings meist gebändigt

Die Spitzen sind bei sehr langen Haaren leider oft besonders strapaziert. "Sie sind am längsten den äußeren Einflüssen ausgesetzt, dadurch kann das Haarinnere bereits deutlich geschädigt und die Schuppenschicht fast vollständig abgelöst sein", erklärt Dr. Elisabeth Poppe, Leiterin Internationale Produktentwicklung Bereich Haircare bei Henkel.

Damit sich die Enden nicht spalten, heißt es gezielt vorbeugen: Die Expertin rät, regelmäßig ein spezielles Haarspitzenfluid zu verwenden. Auch Haaröl kann den Spitzen neuen Glanz geben. (Spitzen-Pflege gibt es z. B. von Schwarzkopf oder L'Oréal Paris; Haaröl z. B. von Garnier oder von Kérastase.)

Spezielle Anti-Spliss-Pflege setzt jetzt übrigens auf die Kraft der Anziehung: Sie enthält positiv geladene Teilchen. Da kaputtes Haar eine höhere negative Ladung besitzt als gesundes, sollen die positiven Teilchen dafür sorgen, dass sich die gespaltenen Spitzen wieder etwas verbinden. (Eine spezielle Anti-Spliss-Pflegelinie gibt es zum Beispiel von Dove.)

Auch regelmäßiger Friseurbesuch hilft: alle vier bis sechs Wochen die Spitzen schneiden lassen, so wirken sie gesund.

Schönes Styling

Glatt, lockig, zum Dutt gesteckt oder doch lieber zum angesagten Pferdeschwanz zusammengebunden: Für lange Haare sind gute Beauty-Helfer und ihre richtige Anwendung einfach unerlässlich.

Sanft trocknen

Nasse Haare sind besonders empfindlich. Deshalb möglichst schonend trocknen. An der Luft gelingt das am besten, erfordert bei dicken Haaren aber viel Geduld! Wer föhnt, sollte auf keinen Fall die heißeste Stufe wählen: besser eine niedrigere Temperatur und eine hohe Gebläsestufe einstellen, außerdem immer in Fallrichtung der Haare trocknen. "Nicht von unten nach oben föhnen, das nimmt Glanz und splisst", erklärt Kérastase- Experte und Starfriseur Manfred Kraft.

Unbedingt auch unsanfte Rubbel-Partien mit dem Handtuch vermeiden. Lieber vorsichtig die Haare damit umwickeln und so schon ein bisschen vortrocknen.

Die richtige Bürste wählen

Super gestylt! Soll's aber mal eine schnelle Do-ityourself- Welle sein, wendet Yvonne Catterfeld gern den Über- Nacht-Trick an: vor dem Schlafengehen einfach die Haare zusammenbinden

Je größer, desto besser, heißt es hier: Lange Haare können mit besonders breiten, flachen Modellen relativ einfach ausgebürstet und bestens glatt gestylt werden.

Wer den Haaren Schwung nach innen oder außen geben möchte, greift wiederum am besten zu Rundbürsten im XL-Format. Allerdings: "Bei feinem Haar besser nicht über Kopf damit arbeiten, da sich die Haare leicht in der Rundbürste verheddern können", so Experte Manfred Kraft. SOS-Trick, falls sie doch mal festsitzen: mit dem Stiel eines Toupierkamms vorsichtig versuchen, die Strähne zu lockern.

Besonders praktisch sind übrigens Warmluft-Bürsten. Einige drehen sich auf Knopfdruck sogar von selbst - das erleichtert das umständliche gleichzeitige Festhalten und Drehen.

Wichtig: Die Haare immer erst vortrocknen und nie in ganz nassem Zustand bürsten. (Rotierende Warmluft-Bürsten gibt es zum Beispiel von BaByliss oder von Rowenta.)

Extra-Tipp: Wenn Sie die Haare gern zum Zopf gebunden tragen oder hochstecken, lieber Haargummis ohne scharfe Metallkanten und möglichst Klammern mit abgerundeten Enden verwenden - die sind etwas sanfter zum Haar.

Schonend glätten

Glätteisen sind nicht nur toll, um die Haare zu bändigen, sie verleihen auch einen schönen Glanz. Platten mit Keratin- Keramik-Beschichtung machen die heiße Prozedur ein wenig schonender: Beim Glätten wird hier zusätzlich Keratin ans Haar abgegeben. (Ein Glätteisen mit keratinbeschichteten Platten gibt es zum Beispiel von Remington.)

Aber lieber nicht täglich glätten, denn richtig gut sind die hohen Temperaturen nicht. Und vor dem Einsatz eines Glätteisens unbedingt Hitzeschutz ins Haar geben. Außerdem sollten die Strähnen absolut trocken sein - in feuchtem Zustand schadet die Hitze nämlich noch mehr. (Schutzspray gibt es zum Beispiel von L'Oréal Paris oder von Alterna.)

Viel Volumen

Yvonne Catterfeld. Singen, spielen: Die 33-Jährige ist viel beschäftigt. Zur Zeit arbeitet sie an ihrem neuen Album und hat die Dreharbeiten zu "The Beauty And The Beast", u. a. an der Seite von Vincent Cassel, fast beendet.

Leider ist nicht jede mit prächtigen Locken oder kräftigen Strähnen gesegnet. Aber mehr Fülle lässt sich ja auch schummeln.

Mit wenig zu mehr

Unmengen von Haarspray? Nicht nötig. Damit langes Haar füllig aussieht, braucht man von neuen Styling-Helfern nur wenig. Dr. Rolf Bayersdörfer, Leiter Internationale Produktentwicklung Bereich Styling bei Henkel, empfiehlt für feine Haare Volumenpuder. "Man streut das Produkt direkt an den Haaransatz und massiert es leicht ein oder verreibt eine kleine Menge in der Handfläche und stylt dann das Haar." Einige Volumenserien enthalten heute spezielle Stoffe, die zu den so genannten Polymeren gehören: Sie umhüllen das Haar am Ansatz, so dass es nicht flach an der Kopfhaut anliegt, und vergrößern den Abstand zwischen den Haaren. Diese neuen Polymere sind elastisch und flexibel, so hält Volumen besonders lange. (Volumenpuder z. B. von Schwarzkopf; Spezial-Volumenserien für tollen Halt z. B. von Wellaflex oder John Frieda.)

Mal wieder wickeln

Mehr Fülle können auch extra große Klettwickler bringen: jeweils Festiger auf eine fast trockene Strähne geben, dann den Wickler eindrehen. Kurz heiß anföhnen, ganz auskühlen lassen und die Wickler vorsichtig rausnehmen. Anschließend das Haar mit den Fingern in Form bürsten, damit das Volumen nicht gleich wieder verloren geht.

Text: Ariane Overbeck Fotos Lado Alexi/ Klein PhotographenProduktion: Sarah Harms Haare: Bert Kietzerow/ Liga NordMake-up: Natalie Franz/ Nina Klein BRIGITTE 2/2013

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