Locken
So gelingen Locken und Glamourwellen

Anleitung zum Nachstylen: So gelingen sanfte Wellen und weich fallende Naturlocken. Plus: Pflegetipps für lockiges Haar.

Filmstar-Wellen für glattes Haar

Das Haar ist glatt, fein oder normal. Einen schönen Schwung bekommt trockenes Haar mit Papilloten. Sie locken schonend, und man sieht schnell Erfolge.

Das Haar ist glatt, fein oder normal. Einen schönen Schwung bekommt trockenes Haar mit Papilloten. Sie locken schonend, und man sieht schnell Erfolge.

So geht's:

1. Zuerst einen Seitenscheitel ziehen, eine circa fünf Zentimeter breite Strähne abteilen und mit wenig Festiger/Lockenspray benetzen. Glatt kämmen und senkrecht zur Kopfhaut halten. Papillote zum Wickeln in der Strähnenmitte ansetzen.

2. Erst die obere Strähnenhälfte um die Papillote wickeln. In der Mitte die Spitze sorgfältig einschlagen und die Strähne schließlich straff bis dicht an die Kopfhaut wickeln. Die Enden der Papillote entgegen der Wickelrichtung einschlagen. Auf diese Weise von oben nach unten vorgehen. Tipp: Für Locken mit viel Sprungkraft immer gut die Spannung halten.

3. Um auch kürzere Haare zu kringeln, fingerdicke Strähnen locker um den Finger drehen und mit einem Clip befestigen. Über eine Papillote gelegt, würde die Locke später im Nacken zu klein und kringelig ausfallen.

4. Papilloten nach etwa einer halben Stunde bis Stunde herausdrehen. Das Haar mit ein paar kräftigen Strichen von hinten nach vorn kämmen. Anschließend mit den Händen die Locken ordnen.

5. Für die Wellen an den Seiten mit großen Clips arbeiten: In jedes Wellental einen Clip stecken - versetzt (einmal guckt die Spitze nach vorn, einmal nach hinten) bis etwa auf Ohrhöhe. Auf diese Weise können übrigens auch Ponyträgerinnen ihr Stirnhaar wellen! Clips eine Viertelstunde im Haar lassen. Als Finish den Wellen mit Frisiercreme Glanz geben; eine erbsengroße Menge in den Handflächen verreiben, ins Haar drücken. Nicht mehr kämmen oder mit Haarspray bearbeiten, die Creme fixiert genügend.

Für jeden Tag: Praktisch, Papilloten-Wellen halten ohne Ausbürsten auch über Nacht. Zum Auffrischen nur einen Hauch Festigerspray in den Handflächen verteilen und Locke für Locke um die Finger kringeln. Übrigens ist jedes Haar papillotentauglich, aber es sollte mindestens kinnlang sein. Generell gilt: Je dünner die Strähnen, umso lockiger wird das Ergebnis!

Weich fallende Naturlocken

Typisch Naturkrause - das Haar kringelt sich wild, sehr eigenwillig und krisselig. Nur eine Lockenzange bringt da gleichmäßig fallende, haltbare Wellen.

Typisch Naturkrause - das Haar kringelt sich wild, sehr eigenwillig und krisselig. Nur eine Lockenzange bringt da gleichmäßig fallende, haltbare Wellen.

So gehts's:

1. Kneten Sie eine spezielle Härglätterlotion großzügig und kräftig ins trockene Haar ein. Vom Ansatz zu den Spitzen.

2. Die Haare mit einer dicht gebundenen Bürste (Mix aus Natur- und Nylonborsten) gut durchkämmen. Das reduziert zusätzlich die krisselige Optik. Beim Bürsten mit der anderen Handfläche von unten dagegendrücken.

3. Jede Strähne vor dem eigentlichen Kringeln zunächst über der Lockenzange glätten. Das ist die beste Basis, um anschließend eine besonders ausgeprägte langlebige Locke zu gestalten.

4. Jetzt wird gelockt: Eine etwa fünf Zentimeter breite Strähne abteilen, Strähne stramm an der Spitze halten. Die Lockenzange öffnen und, etwa eineinhalb Zentimeter von der Kopfhaut entfernt, die Strähne zwischen Heizfläche und Zange legen, das Haar sofort straff um die Heizrolle wickeln. Die Haarspitze bleibt draußen (mit den Fingerspitzen stramm halten). Zange zuklappen, maximal zehn Sekunden halten. Strähne abwickeln, Lockenstab zur Seite legen, zum Abkühlen die frische Locke um den Finger wickeln und festclippen, damit sie sich nicht aushängt.

5. Nach dem Auskühlen nicht kämmen. Nur einige Lockenpartien nehmen, zur Seite halten und mit einem breitzinkigen Kamm von unten in zwei, drei Strichen sanft antoupieren. Sollte die Locke zu kringelig sein, nimmt das etwas Spannung. Als Finish kommt Wachs ins Haar: zunächst eine centgroße Portion in den Handflächen verreiben und in den Spitzen verteilen.

Für jeden Tag ist ein Lockenzangen-Styling nicht zu empfehlen, doch die Locken halten noch bis zum nächsten Tag (beim Duschen schützen!). Die Prozedur mit Glättungscreme nur zu besonderen Anlässen - sie ist vor allem für Frauen gedacht, die störrisches oder widerspenstiges graues Haar haben.

Locken für Naturwellen

Kräftiges, leicht strapaziertes Haar mit Naturwelle sollte man häufiger (schonend) an der Luft trocknen. Die Methode nutzt auch feinem Haar und bringt die Wellen gepflegt zur Geltung.

Kräftiges, leicht strapaziertes Haar mit Naturwelle sollte man häufiger (schonend) an der Luft trocknen. Die Methode nutzt auch feinem Haar und bringt die Wellen gepflegt zur Geltung.

So geht's:

1. Nach dem Waschen das Wasser mit den Händen kräftig im Handtuch ausdrücken und einen Conditioner mit leicht festigendem Effekt im Haar verteilen, ganz sorgfältig, Strähne für Strähne.

2. Um den Conditioner gleichmäßig überall hinzubringen und das Haar sanft zu entwirren, mit einem grobzinkigen Kamm durchgehen. Bürsten strapaziert nasses Haar.

3. Das immer noch leicht feuchte Haar scheiteln (hier in der Mitte) und mit Clips aus dem Gesicht stecken, damit es später frei bleibt. Die Clipspitze zeigt zum Gesicht, andersherum gäbe einen Knick im Haar. Die Clips so lange im Haar lassen, bis es fast trocken ist.

4. Beschleunigt den Lufttrocken- Vorgang: Zwischendurch mit ein paar Kosmetiktüchern von unten in die Spitzen drücken, zwei Sekunden halten, lösen. Die Tücher saugen Feuchtigkeit besser auf als ein Handtuch. Das Styling/Finish entfällt, weil der Conditioner bereits leicht festigt. Nicht bürsten (auch keine Skelettbürste), das lässt die Haare plustrig aussehen.

Für jeden Tag ist Lufttrocknen optimal, weil die Haare keinem Hitzestress ausgesetzt sind. Ungeduldige föhnen kurz mit dem Diffusor und lauwarmer Luft. Wenn sich die Wellen im Laufe des Tages aushängen, zwischendurch etwas Lockenlotion in die Längen sprühen und mit den Händen kneten.

Welche Pflege braucht lockiges Haar?

In lockigem Haar bricht sich das Licht anders als in glattem Haar und reflektiert nicht so schön - ein Grund, weshalb Locken schneller stumpf und trocken wirken können. Auch kann sich das Fett der Kopfhaut in lockigem Haar nicht so gut verteilen, die Locken brauchen somit mehr Feuchtigkeit.

Spezielle Pflegeserien für lockiges Haar werden diesem Anspruch gerecht: Sie binden die Feuchtigkeit und lassen das Haar weniger krisselig und störrisch aussehen. Zudem enthalten sie Substanzen, die das Haar im trockenen Zustand zusammenziehen und Locken neue Sprungkraft geben. Intensivkuren schließen die Schuppenschicht und lassen die Haare schön glänzen. Tollen Glanz verleiht auch Haaröl, das regelmäßig in Spitzen und Strähnen eingeknetet wird.

Künstlich gelocktes Haar benötigt Pflege, die das Haar nicht unnötig beschwert - denn dann wirkt es schnell platt. Sparsam eingesetzte, volumenspendende Produkte pflegen das Haar mit Proteinen und machen es leichter kämmbar.

Styling mit Glätteisen oder Lockenstab: Was gilt es zu beachten?

Glätteisen oder Lockenstab liefern schnell tolle Ergebnisse. Doch die Hitze kann dem Haar schaden, es stressen und mit der Zeit brüchig und strapaziert wirken lassen. Verwenden Sie daher stets ein Hitzeschutz-Produkt. Und: Bevor Sie Lockenstab oder Glätteisen benutzen, sollten Ihre Haare stets komplett trocken sein. Noch feuchte Strähnen werden durch starke Hitze schnell angegriffen - außerdem lassen sich feuchte Haare nicht so leicht locken wie trockene.

Welcher Schnitt ist für lange, lockige Haare ideal?

Ideal ist ein Stufenschnitt. Generell gilt: Je höher die Stufen sitzen, desto runder wirkt der Lockenkopf. Sind die Haare ungestuft, fallen sie dagegen umso glatter. Damit die Wellen schön natürlich wirken, geben Sie einfach nach dem Waschen etwas festigende Pflege ins fast trockene Haar. Am Schluss Stylingspray verteilen und die Locken in Form kneten.

  • Fotos: Bettina Lewin
    Text: Angela Schöneck, Laura Heueck

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