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Gegen Falten: Botox legt überaktive Muskeln lahm

Botox gegen Falten und überaktive Muskeln. Informationen zu Wirkung, Risiken und Kosten.

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Botulinumtoxin A wird aus dem Bakterium Clostridium botulinum gewonnen. In geringer Dosierung kann die potentiell giftige Substanz eine positive Wirkung im menschlichen Körper erzeugen. Wird sie in einen spezifischen Muskel gespritzt, hemmt sie die Freisetzung des Botenstoffes Acetylcholin und beruhigt somit den überaktiven Muskel. In der Neurologie findet Botulinumtoxin A schon seit Jahrzehnten bei Muskelverkrampfungen (Spasmen) Anwendung. In der Augenheilkunde wird es zur Behandlung des Strabismus ("Schielen") eingesetzt. Inzwischen gehört das Lähmungsgift auch in der ästhetischen Medizin zum Standard. Derzeit sind verschiedene Produkte auf dem Markt unter den Handelsnamen Dysport®, Botox®, Vistabel®, Xeomin®.

Wirkung

Es entspannt den Muskel, der die so genannten dynamischen Falten verursacht, also die Falten, die z. B. durch das Runzeln der Stirn entstehen. Aber auch "Zornesfalten" zwischen den Augenbrauen, Falten um die Augen herum, an Mund oder Kinn lassen sich damit beheben. Die Substanz wird in kleinen Abständen direkt in den Muskel gespritzt. Indem der Muskelzug auf die darüber liegende Haut wegfällt, glättet sie sich von selbst. Weil Botox kein Faltenfüller ist, müssen extrem tiefe Einziehungen zusätzlich mit einem Füllstoff wie Hyaluronsäure oder Kollagen aufgepolstert werden.

Effekt

Der glättende Effekt tritt in der Regel erst nach 2 bis 7 Tagen sicht- und spürbar ein. Wenn man während dieser Zeit die behandelten Muskeln möglichst aktiv bewegt, verteilt sich die Substanz besser und erhöht die Wirksamkeit. Bei voller Wirkung ist der Muskel entspannt und lässt sich nicht mehr bewegen. Andere Muskeln sind davon nicht betroffen, deshalb bleibt die natürliche Ausdruckskraft im Gesicht erhalten. Auch Berührungs- und Schmerzempfinden bleiben unbeeinflusst. Die lähmende Wirkung hält etwa 3 bis 6 Monate an.

Risiken und Nebenwirkungen

Komplikationen sind selten. Dazu gehören Blutung oder blaue Flecken an der Einstichstelle, Infektion, Rötung, Juckreiz oder kurzzeitiger Kopfschmerz. Eine optische Asymmetrie sowie eine vorübergehende Schwäche des Augenlids bzw. ein Tieferstehen der Brauen sind in der Regel auf Behandlungsfehler des Arztes oder Missachtung der ärztlichen Anweisungen durch den Patienten zurückzuführen. Deshalb sollte man sich stets an einen Arzt wenden, der über genügend Erfahrung im Umgang der Substanz verfügt.

Verhalten nach der Behandlung

Normalerweise ist die behandelte Stelle bereits nach einer Stunde vollkommen unauffällig. Allerdings sollte man für mindestens 24 Stunden auf kosmetische Manipulationen im Gesicht wie Masken, Massagen, Peelings und auch Brauenzupfen verzichten. Das gleiche gilt für Sport, Sauna, Sonne bzw. Solarium. Kosten für eine Behandlung mit Botox gegen Falten: ab 300 Euro pro Behandlung, je nach verwendeter Menge

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