Schönheits-OPs
Eigenhaartransplantation

Die sicherste Möglichkeit zur dauerhaften "Aufforstung" der Kopfregion ist die Eigenhaartransplantation. Informationen zu Behandlung, Wirkung, Risiken und Kosten.

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Die sicherste Möglichkeit zur dauerhaften "Aufforstung" der Kopfregion ist die Eigenhaartransplantation. Von der preisgünstigeren Einpflanzung künstlicher Haare ist dringend abzuraten. Sie bringt nicht nur optisch wenig zufriedenstellende Ergebnisse, der Organismus reagiert mit Abstoßung auf den Fremdkörper. Seit 1982 die "Punktiertechnik" eingeführt wurde, lassen sich nicht nur Geheimratsecken, sondern auch kreisrunder Haarausfall und eine bereits fortgeschrittene Glatzenbildung mithilfe einer Eigenhaartransplantation zu einem ästhetisch sehr zufriedenstellenden Ergebnis wieder behaaren.

Wirkung

Entnommen werden die Haare für eine Eigenhaartransplantation aus dem Nacken. Auf diese Region haben die Hormone, die den genetisch bedingten Haarausfall steuern, kaum Einfluss. Daraus erklärt sich auch, warum selbst Glatzenträger dort meist noch beachtlichen Haarwuchs besitzen. Das entnommene Transplantat ist zehn bis zwölf Zentimeter lang und zwei bis fünf Zentimeter breit. Die Wunde wird sofort vernäht. Vor der Verpflanzung wird das Hautstück in zwei bis drei Millimeter feine Streifen (Grafts) zerlegt. Darauf sitzen jeweils ein bis fünf Haarwurzeln. Über punktförmige Einschnitte pflanzt der Arzt sie dann in die zuvor betäubte kahle Kopfhaut ein. Manche Ärzte legen zum Schluss einen Kompressionsverband mit physiologischer Kochsalzlösung an.

Effekt

Dass die Haare nach der Eigenhaartransplantation erst einmal ausfallen, ist normal. Oft erst nach Monaten beginnt es auf dem Kopf zu sprießen. Die Anwachsrate der Transplantate wird auf 90 Prozent geschätzt. Pro Sitzung kann der Chirurg zwischen 3000 und 5000 Haare verpflanzen. Je nach Ausdehnung der Kahlstellen sind deshalb mitunter mehrere Behandlungen notwendig. Dazwischen sollte jeweils eine achtmonatige Pause liegen.

Risiken und Nebenwirkungen

Die größte Gefahr bei einer Eigenhaartransplantation besteht darin, dass die verpflanzten Haare nicht anwachsen. Erhöht ist das Risiko bei Diabetes, Infektionen oder wenn der Arzt "schlampig" gearbeitet hat. Bei extrem fetter Kopfhaut bilden sich häufig kleine Pusteln oder Hornzysten (Milien) im "Empfängerareal". Sie sind ungefährlich, müssen aber vom Arzt geöffnet und entleert werden. Wurde bei der Eigenhaartransplantation die Wuchsrichtung der zukünftigen Haare nicht beachtet, entsteht ein schlecht kämmbarer Wildwuchs auf dem Kopf. Ist die Haardichte oder der Haarverlauf an der Stirngrenze aus ästhetischer Sicht nicht zufriedenstellend, muss eine weitere Verpflanzung erfolgen. Leichte Spannungsschmerzen sind in den ersten Tagen normal. Bei Implantationen im Stirnbereich können unter Umständen auch Schwellungen entstehen, die sich bis zu den Augen ausdehnen.

Verhalten nach der Behandlung

48 Stunden nach der Eigenhaartransplantation kann der Verband entfernt werden. Anschließend ist Duschen und Waschen der Kopfhaut mit einem antiseptischen Shampoo erlaubt. Einige Operateure empfehlen, 30 Tage nach dem Eingriff mit einer dreimonatigen Minoxidilbehandlung zu beginnen, um das Haarwachstum zu unterstützen. Die 2,5-prozentige Lösung muss täglich auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Arbeiten kann man bereits nach einem Tag wieder. Auf Sport, Sauna und direkte Sonne sollten man mindestens vier Wochen verzichten, weil jeder Blutdruckanstieg das Einheilen der Grafts stören könnte. Alkohol und Rauchen ist während der ersten Woche tabu. Die Krusten, die sich an den Implantatstellen bilden, keinesfalls abkratzen.

Kosten

Eine Eigenhaartransplantation kostet ab 2500 Euro. Kassenübernahme nur in Ausnahmefällen wie bei Haarverlust durch Unfall.

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