Anti-Aging
Falten reduzieren - ganz ohne Hormone

Sanfte Alternative zu Hormoncocktails und Spritzen: Falten reduzieren mit den neuen Anti-Falten-Cremes.

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Als Geheimtipp zum Falten reduzieren wird in der Fitnessszene schon länger das Nahrungsergänzungsmittel Kreatin gehandelt, da es die Muskelleistung steigern soll. Jetzt gelang es der Beiersdorf-Forschung nachzuweisen, dass auch die Haut von dem Powerstoff profitiert. Kreatin ist ein natürlicher Energiespeicher in den Hautzellen, der sich wie eine Batterie auflädt und Energie immer dann abgibt, wenn sie gebraucht wird. Ab 25 lässt die Aufnahmefähigkeit der Zellen leider nach. Durch kreatinhaltige Cremes laufen die natürlichen Regenerationsprozesse wieder schneller ab, die Produktion kollagener Fasern wird angekickt und die Herstellung von Hautfetten stimuliert. Feine Linien lassen sich mildern - ideal für alle, die bereits um die 30 "Altersvorsorge" betreiben und Falten reduzieren wollen. Kreatin steckt auch in straffenden Masken, die sich wie ein 3-D-Film auf die Haut legen und sie soft "liften".
Ähnlich soll der biotechnologisch gewonnene Stoff "Mitochondrine" wirken (Mitochondrien sind die kleinen Energie-Kraftwerke in den Zellen). Der Wirkstoff steckt in einem Konzentrat, das entweder pur oder unter der gewohnten Pflege aufgetragen wird und den Sauerstoffgehalt und die Energiegewinnung der Zellen verbessern soll.

Zukunftsweisend: DNA-Schutz

In Frankreich ist man schon länger einem Enzym (Telomerase) auf der Spur, das die Gene in den Zellen (DNS, international auch: DNA) schützt und dafür sorgt, dass die Zellteilung korrekt abläuft. Dank einer neuen Technologie soll Telomerase jetzt von außen unterstützt werden, um damit Radikalattacken auf den Zellkern und einer verlangsamten Zellteilung vorzubeugen. In den Laboratorien von Monaco tüftelte man eine Technologie aus, die Schäden an der DNA nicht nur vorbeugen, sondern reparieren soll, indem sie die Selbstheilungskräfte der Hautzellen anregt.

Tiefenpflege für straffes Bindegewebe

Angriffe durch freie Radikale gehen unter die Haut - bis zu den elastischen Fasern im Bindegewebe (Kollagen und Elastin). Erfolg versprechend im Falten reduzieren sind daher alle Strategien, die die hauteigene Produktion von Kollagen fördern, z. B. mit Hilfe von Soja-Extrakt. "Soja-Extrakte vermitteln Signale, die von der obersten Hautschicht an das tiefer liegende Bindegewebe weitergeleitet werden. Wir konnten im Labor am Hautmodell eindeutig nachweisen, dass dadurch mehr Kollagen gebildet wird", erläutert Dr. Marianne Waldmann-Laue, Kosmetikforscherin bei Henkel. Für eine kurzfristig spürbare Straffung wird zusätzlich Weizenprotein eingesetzt.

Amerikanische Wissenschaftler arbeiten ebenfalls mit Informationsübertragung und kombinieren gewebestimulierende Eiweißstoffe mit einem kollagenanregenden Mineralkomplex aus Kupfer, Zink und Magnesium. Und in Frankreich, dem Land der Thalasso-Therapie, wird das Bindegewebe mit Algen und Phytoplankton stimuliert.

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  • Text: Marina Knippel
    Haare und Make-up: Petra Sulger/ Close Up
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