Po absaugen

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Ein Po kann die verschiedensten Formen haben - von viereckig bis fußballrund. Je nachdem, wo die störenden Fett-Polster am Po sitzen, können sie abgesaugt werden, um den Po zu verkleinern oder die natürlichen Wölbungen zu optimieren. Manchmal kann auch die Absaugung von Reithosen oder Hüftfett bereits genügen, um den Po harmonischer aussehen zu lassen. Im oberen Gesäßanteil kann oberflächlich und in der Tiefe abgesaugt werden, im mittleren Bereich oberflächlich. Im unteren Teil dagegen darf nur ganz oberflächlich gesaugt und wenig ausgedünnt werden, weil das Fettgewebe für den Po als Stütze wirkt und ihn oben hält. Ist die Haut nach der Fettabsaugung nicht elastisch genug, um sich zusammenzuziehen, ist eine zusätzliche Straffung nötig. Die Absaugung dauert je nach Ausmaß zwei bis fünf Stunden und wird meist in Tumeszenz-Lokalanästhesie vorgenommen.

Wirkung

Nach Einspritzen der Tumeszenzlösung setzt der Chirurg mehrere kleine Hautschnitte von etwa 0,5 cm Länge und führt dort eine dünne Kanüle (2-4 mm) ein. Mit Hilfe einer Vakuumpumpe wird das Fettgewebe durch die Kanüle abgesaugt. Der Arzt schiebt dabei die Kanüle vor und zurück, um die Fettzellen zu lösen. Die kleinen Wunden können vernäht oder offen gelassen werden. Zum Schluss wird eine eng anliegende Kompressionshose angelegt, um die Schwellneigung zu verringern und die Heilung und Ausformung des behandelten Körperareals zu unterstützen. Sie muss bis zu sechs Wochen nach der Fettabsaugung am Po konsequent getragen werden.

Effekt

Weniger Fett am Po? Nach zwei bis drei Wochen lässt sich meist schon das Ausmaß der operationsbedingten Veränderungen erkennen. Das Endergebnis ist aber erst nach sechs bis 12 Monaten vollständig ausgeprägt. Je mehr Fett am Po entfernt wurde, desto länger dauert es, weil die Haut sich stärker zusammenziehen muss. Die einmal abgesaugten Fettzellen im Gesäßbereich kommen nicht zurück, aber bei Gewichtszunahmen können sich Fettdepots an anderen Körperstellen, insbesondere in angrenzenden Zonen, ansiedeln.

Risiken und Nebenwirkungen

Wundinfektion, Nachblutung, Thrombose sowie Unebenheiten der Haut sind möglich. Wurde zu viel Fett oder an der falschen Stelle abgesaugt, rutscht der Po nach unten ab und wird flach wie ein Pfannkuchen. Gefühlsstörungen der Haut, überschießende Narbenbildung, Hautverfärbungen oder ein Hängen der Haut sind möglich. Sollten die Narben unschön verheilen oder die Hautstruktur unregelmäßig werden, ist ein Korrektureingriff nötig.

Verhalten nach der Behandlung

Die Lokalanästhesie wirkt bis zu 16 Stunden nach, so dass man mit einem leichten Schmerzmittel auskommt. Ein oder zwei Tage ist man müde und abgeschlagen. Hüften und Po können sich steif und gespannt anfühlen. Nach einer Woche Genesungszeit (abhängig vom Ausmaß der Operation) ist man wieder arbeitsfähig. Nach sieben bis zehn Tagen werden die Fäden gezogen. Vier Wochen jede körperliche Anstrengung vermeiden und für drei Monate auf direkte Sonnenbestrahlung verzichten.

Kosten

Ab 3000 Euro

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