Special Schön und gesund in der Schwangerschaft

Fit und schön in der Schwangerschaft

Bei einer Schwangerschaft verändert sich viel im Körper, auch was Sport und Pflege angeht: Was Sie tun können, um sich schwanger rundum wohl zu fühlen, beantworten wir in 30 Fragen.

  • 0 Kommentare
  •  
  •  

1. Welche Sportarten sind gut für Schwangere geeignet?

Ausdauersportarten wie Joggen, Walken, Wandern bis 2000 m Höhe (ab 2500 m ist die Sauerstoffversorgung des Kindes nicht mehr optimal), gemütliches Radfahren, Gymnastik, leichtes Aerobic, Skilanglauf, Golf, Yoga und Schwimmen.

2. Und wie intensiv dürfen werdende Mütter trainieren?

Anfängerinnen sollten ein- bis zweimal pro Woche etwa 20 Minuten lang Sport treiben. Ist die Kondition besser, sind auch bis zu dreimal wöchentlich je 30 bis 45 Minuten okay. Trainieren Sie nur so lange, wie Sie sich dabei wohl fühlen und nicht zu sehr außer Atem kommen. Wenn Ihr Puls dabei nicht höher als 130 Schläge pro Minute liegt, fordern Sie sich optimal. Faustregel: Alles ist in Ordnung, wenn Sie sich während des Trainings mühelos mit jemandem unterhalten können.

3. Warum empfiehlt man Schwangeren Sport, obwohl Bewegung mit Bauch viel schwerer fällt als sonst?

Das hat mehrere Gründe: Sport stärkt das Herz und die Gefäße und verringert damit das Thrombose-Risiko. Außerdem beugt Bewegung Schwangerschaftsdiabetes vor, denn wer seinen Körper fordert, kann Zucker besser verarbeiten. Bei sportlichen Schwangeren ist die Beckenboden-, Rücken- und Bauchmuskulatur belastbarer, sie können Anspannung und Entspannung bewusster einsetzen. So lassen sich Wehen leichter bewältigen, und die Geburt ist weniger schmerzhaft. Und das Beste: Sport schützt vor dem Babyblues. Ist der Körper Anstrengung gewohnt, toleriert er den Hormonabfall nach der Geburt, schlaflose Nächte und die Änderung des Lebensrhythmus' fallen leichter.

4. Stimmt es, dass die Verletzungsgefahr jetzt besonders hoch ist?

Ja, denn die Schwangerschaftshormone machen Bindegewebe, Muskeln und Sehnen weicher, um den Geburtsweg im Becken zu weiten. Darum büßen die Gelenke ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel an Stabilität ein. Deshalb sollten Schwangere abrupte Bewegungen meiden und gut gepolsterte und stützende Sportschuhe tragen.

5. Schwimmen ist super für Schwangere. Aber wie sieht es mit der Infektionsgefahr aus?

Da die Wasserqualität in öffentlichen Schwimmbädern gut überwacht wird, besteht bei Aqua-Gymnastik oder Schwimmen kein Risiko für Infektionen. Warme Whirlpools und feuchte Bänke sollten Sie allerdings meiden - hier sind zu viele Bakterien unterwegs. Mit einem Tampon halten Sie die Keime übrigens nicht ab. Im Gegenteil: Er saugt Feuchtigkeit nach innen.

6. Stimmt es, dass sogar Reiten für Schwangere unbedenklich ist?

Theoretisch ist bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft nichts gegen das Reiten einzuwenden. Gerade in der frühen Phase ist die Gebärmutter noch gut geschützt, und ein starker Beckenboden toleriert die Bewegungen des Pferdes. Ein Risiko gehen Sie aber auf jeden Fall ein: Jedes noch so brave Pferd kann seinen Reiter abwerfen - mit möglichen Folgen für das Ungeborene. Weil Stürze oder Stöße in den Bauch vermieden werden sollten, sind auch Radtouren über Stock und Stein, Klettern, Ski- und Snowboard-Fahren, Inline-Skating, Mannschafts-, Wettkampf- oder Kampfsportarten erst wieder nach der Schwangerschaft sinnvoll.

7. Sind alle Yoga-Varianten für Schwangere okay?

Mit Ausnahme von Power-Yoga und Übungen wie langem Luftanhalten oder Rückwärtsbeugen aus der Bauchlage sind alle Yoga- Kurse auch in der Schwangerschaft möglich. Besonders geeignet sind natürlich spezielle Yogakurse für Schwangere.

8. Muss man mit dem Krafttraining im Fitness-Studio aufhören?

Nicht, wenn Ihr Trainer von Ihrer Schwangerschaft weiß. Er kann die Übungen entsprechend anpassen. Und weiß zum Beispiel, dass Sie Übungen in Rückenlage ab dem vierten Monat nicht mehr machen sollten. Die Anstrengung und das Gewicht der Gebärmutter können den Blutfluss in der unteren Hohlvene beeinträchtigen. Als Alternative bieten sich Schwangerengymnastik oder -yoga an. In diesen Kursen wird speziell auf Ihre Bedürfnisse in dieser Zeit eingegangen.

9. Rosiger Teint oder Unreinheiten - weshalb reagiert die Haut so unterschiedlich?

Der erhöhte Östrogenspiegel bewirkt ganz unterschiedliche Dinge: Zum einen lagert sich mehr Wasser im Gewebe ein, dadurch verschwinden Fältchen, und die Haut sieht prall und rosig aus. Weil sie jetzt besser durchblutet ist, zeigen sich bei manchen Frauen weniger Hautunreinheiten. Das Hormonhoch veranlasst aber auch die Talg- und Schweißdrüsen zu stärkerer Produktion, was bei anderen Schwangeren Pickel und Mitesser sprießen lassen kann. Bei Akne-Patientinnen verschlechtert sich der Zustand leider oft. Ein Trost: Nach dem ersten Schwangerschaftsdrittel kommt der Körper meist besser mit der Hormonausschüttung klar.

10. Woher kommen plötzlich die Pigmentflecken im Gesicht?

In der Zirbeldrüse im Gehirn wird jetzt mehr MSH (Melanozyten stimulierendes Hormon) produziert. Das färbt Brustwarzen, Muttermale oder Sommersprossen dunkler. Oft lässt es auch um den Mund oder die Augen herum dunkle Flecken entstehen. Wenn Sie dazu neigen, sollten Sie auf ausgiebiges Sonnenbaden verzichten und im Urlaub Cremes mit ultra-hohen Lichtschutzfaktoren (50+) benutzen. Im Sommer schützen Sie Ihr Gesicht auch zu Hause am besten täglich mit einer Creme mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens 15). Gut geeignet für Schwangere sind Cremes mit mineralischen Filtern (Mikropigmenten). Sind Pigmentflecken bereits vorhanden, können Sie mit speziellen Cremes gegensteuern.

Tagespflege mit Lichtschutzfaktor z. B. "Hydra +" Feuchtigkeitspflege von Roc, "Complete Feuchtigkeitsfluid" von Oil of Olaz, "Hydrance Optimale" von Avène, "Fluide Désalterant Multi-Hydratant SPF 15" von Clarins, "Vitamin + Schutz" Tagescreme von Florena. Mit Mikropigmenten z. B. "Sonnenmilch LSF 15" von Dr.Hauschka, "Neutral Sonnenmilch LSF 40" von Lavera, "Aloe Vera Sonnenschutz Fluid LSF 18" von Santaverde.
Mit ultra-hohem Sonnenschutz z. B. "Sonnengel-Creme LSF 50+" von Avène, "Capital Soleil 50+" von Vichy, "Sonnenmilch für Kinder 50+" von Nivea Sun, "Anthelios XL 50+" von La Roche-Posay.
Gegen Pigmentflecken z. B. "Cell Culture Pigmentation Solution" von SBT, "Iklen" Creme und Serum von Merck, "Anti-Pigment-Fluid LSF 20" von Eucerin.

Beauty-Berater: Neues aus der Welt der Beauty!
Kostenlosen Newsletter bestellen

Seite:

  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  • Text: Nicole Lötters
    Produktion: Merle Rebentisch
    Mitarbeit: : Sabine Laerum
    BRIGITTE Heft 11/2006
Letzte Kommentare
  • Noch kein Kommentar vorhanden. Möchten Sie einen Kommentar schreiben? Das können Sie im Eingabefeld unten.
 
Kommentar schreiben
Wird nicht angezeigt.
Unter diesem Namen erscheint Ihr Kommentar
Bitte schreiben Sie den Sicherheitscode ab * (Andere Zeichenfolge)
noch 1000 Zeichen übrig!
Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder, alle anderen sind optional.

BRIGITTE im ABO

Brigitte-Netzwerk
BRIGITTE-woman.de
Bfriends.de
Bym.de