Peelings

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Für chemische Peelings werden meist Fruchtsäuren oder Trichloressigsäure (TCA) benutzt. Je höher konzentriert die Säure ist, desto aggressiver wirkt sie in der Haut und desto länger sind die Ausfallzeiten. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass die Konzentration des Fruchtsäure-Peelings genau auf den Hauttyp und die Wünsche des Patienten abgestimmt wird. Bei einem so genannten Weekend-Peel bleibt man beruflich voll einsetzbar, weil die Säure über vier Wochen lang in steigender Konzentration auf die Haut aufgetragen wird. Phenol wird bei uns wesentlich seltener angeboten als in den USA, weil es ein tiefes Abschälen der Haut bewirkt mit unnatürlich aufhellendem Effekt.

Fruchtsäure-Peeling: Wirkung

Ein leichtes Fruchtsäure-Peeling mit gering konzentrierter Säure macht den Teint einfach nur frischer und ebenmäßiger. Eine mitteltiefe Schälkur beseitigt Fältchen, Pigmentflecken, vergrößerte Poren und flache Narben. Ein Tiefenpeeling, bei dem die Säure unter Lokalanästhesie oder Dämmerschlaf mehrfach aufgetragen wird, reicht bis ins Bindegewebe und bewirkt zusätzlich eine Hautstraffung.

Fruchtsäure-Peeling: Effekt

Je nach Stärke der Schälkur ist die Haut erst mehr oder weniger stark gerötet und schuppt sich anschließend. Nach einem tiefen Fruchtsäure-Peeling nässt sie und schwillt an. Erst nach 14 Tagen ist die Wunde so weit abgeheilt, dass man wieder gesellschaftsfähig ist. Die Haltbarkeit der Softpeelings liegt bei etwa sechs Monaten. Nach mitteltiefem Schälen beträgt sie ein bis zwei Jahre, während eine Tiefenschälkur den Teint oft bis zu fünf Jahren jünger aussehen lässt.

Fruchtsäure-Peeling: Risiken und Nebenwirkungen

Wird die Säure zu stark konzentriert oder der Hauttyp falsch eingeschätzt, kann es zu Bläschen- und Krustenbildung kommen sowie länger anhaltenden Rötungen. Infolge können bleibende Narben entstehen. Dunklere Hauttypen können auf ein Fruchtsäure-Peeling mit bleibenden hellen Flecken (Hypopigmentierungen) reagieren. Wichtig: Nicht bei Neurodermitis anwenden, weil sie durch die Fruchtsäuren einen Schub bekommen kann.

Fruchtsäure-Peeling: Verhalten nach der Behandlung

Bei starken Fruchtsäure-Peelings dürfen in der Zeit, bis sich die Haut erneuert hat, nur die vom Arzt verschriebenen Cortisonsalben und Antibiotika angewendet werden. Weil die neu gebildete Haut sehr empfindlich ist, muss weitere zwei Monate eine reizarme Pflege ohne Duft- und Konservierungsstoffe bzw. ohne Fruchtsäuren benutzt werden. Wichtig: Mindestens vier Wochen lang die Sonne meiden und danach mit LSF 30 schützen.

Fruchtsäure-Peeling: Kosten

Diese Kosten müssen Sie für ein Fruchtsäure-Peeling rechnen: Fruchtsäure ab 125 Euro, TCA ab 250 Euro - jeweils pro Sitzung

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