Pediküre

Großer Auftritt für gesunde Füße

Unsere Füße haben ein großes Lob verdient. Schließlich tragen sie uns durch den Alltag und müssen im Laufe ihres Lebens allerhand Strapazen über sich ergehen lassen. Wir zeigen Ihnen Tipps für gesunde Füße.

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Gesunde Füße geben uns Standfestigkeit

Wir sollten sorgsam mit unseren Füßen umgehen.

Sie spielen eine tragende Rolle in unserem Leben und sind doch nur zwei kaum beachtete Nebendarsteller. Im Blick haben wir unsere Füße selten. Kein anderer Körperteil ist von unseren Augen weiter entfernt. Auch als Gesprächsthema taugen sie nicht. Hühneraugen und Hammerzehen sind eher peinlich. Füße sind nicht gesellschaftsfähig, nur hin und wieder gönnen wir ihnen eine Pediküre. Und vielleicht einen fulminanten Auftritt in atemberaubenden Highheels - was sie nicht selten mit Schmerzen und Blasen ahnden. Doch selbst flache Schuhe mögen sie nicht. Jedenfalls nicht dauerhaft. In Leisten und Fußbett eingezwängt, verkümmert ihre Muskulatur, und das Fußgewölbe macht schlapp. Zahlreiche Muskeln und Bänder verspannen die 26 Knochen unseres Fußes zu einem Längs- und Quergewölbe und verhindern so, dass er durchhängt. Dank dieser Konstruktion stehen wir auf nur drei Belastungspunkten - der Ferse, dem Groß- und dem Kleinzehenballen - und können so selbst harte Landungen abfedern.

"Unsere Füße sind ein kleines Kunstwerk", sagt Anatomie-Expertin Carena Cristina Common, Körperphysio- und Cranio-Sacral- Therapeutin sowie diplomierte Personal Trainerin aus Berlin. "Wir sollten sorgsam mit ihnen umgehen, wenn sie uns noch eine Weile tragen sollen." Schließlich ruht die gesamte Körperlast auf dieser Basis, die mithilfe der Zehen für Balance sorgt.

Stimmt die Statik nicht, ist der Fuß gehöhlt, gespreizt oder gesenkt, der große Zeh gekrümmt oder das Sprunggelenk geknickt. Mit dem Alter verändert sich zudem die Fußform, wie Dr. Thomas Pauly vom Deutschen Orthopäden-Verband weiß: "Bindegewebe und Fußmuskulatur werden schwächer, das Fußgewölbe sinkt ab, oder die Großzehen verformen sich, zum Beispiel zur X-Fehlstellung. Schuhe passen nicht mehr, weil der Fuß breiter geworden ist." Viele Frauen müssen Pumps dann eine Nummer größer kaufen, und oft haben sie auch auf flachen Absätzen Beschwerden, manchmal sogar mit Auswirkungen auf Knie, Hüftgelenke und Wirbelsäule.

Trotzdem hat der Fuß in der Fitnessbranche kaum eine Bedeutung. Ein Kraftgerät für Füße sucht man in den meisten Studios vergeblich. Am besten trainiert man sie deshalb "nebenbei" im Alltag. Beim Laufen, Springen und Tanzen müssen die Muskeln kräftig arbeiten, besonders effektiv sind Seilhüpfen und Kurse mit Balance-Übungen. Sportschuhe mindern zwar die Verletzungsgefahr, aber auch den Trainingseffekt für die Fußmuskulatur. Deshalb geht der Trend bei Joggingschuhen weg von unnötiger Dämpfung; die Muskeln sollen im gefühlten Barfuß-Modus wieder mehr selbst arbeiten.

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  • Text: Michaela Rose
    Foto: Photocase
    Illustrationen: Lisa Schweizer
    Teaserbild: Sá Ribeiro/istockphoto.com