Eingewachsene Haare? Das hilft!

Eingewachsene Haare entfernen

Sie jucken, schmerzen und sehen unschön aus: eingewachsene Haare. Doch wie kann man vorbeugen und was hilft, wenn sie erst mal da sind? Und können sie wirklich zu einer Blutvergiftung führen?

Ein eingewachsenes Haar ist eins dieser Wehwehchen, das schnell zum Problem werden kann. Denn: Es kann jucken, schmerzen und sieht obendrein auch noch sehr unschön aus. Gerade im Sommer, wenn Frau sich beinahe täglich rasiert, können sich die Haare entzünden. Aber warum ist das eigentlich so und was tut man dann am besten? Um diese Fragen zu klären, haben wir uns von Dermatologin Dr. Sabine Zenker aus München erklären lassen, wie Haare gar nicht erst einwachsen, und uns Tipps geholt, was man tun kann, falls es doch mal passiert.

Eingewachsene Haare: Das sind die Ursachen

"Eingewachsene Haare sind Haare, die sich kringeln und in die Haut hinein- statt herauswachsen", erklärt Dr. Sabine Zenker. "Dabei kommt es zu pickelartigen Entzündungen, die jucken und schmerzen können." Deswegen tritt dieses Problem vor allem bei Menschen auf, die dickes, lockiges und widerspenstiges Haar haben. Dieses neigt eher dazu, sich so zu kringeln, dass es wieder in die Haut hineinwächst.

Das Problem entsteht meist nach der , die sogenannten Rasierpickel. Denn: Sind die Haare an Beinen, Armen, etc. rasiert oder epiliert worden, hat das Haar, das nachwächst, eine "schärfere Kante". Dadurch kann es leichter in falscher Richtung durch die Haut dringen, unter der Hautoberfläche stecken bleiben und dann weiterwachsen. Eine weitere Möglichkeit eingewachsener Haare können abgestorbene Hautschüppchen sein, die die Haarwurzel verstopfen, wodurch das Haar, das sich darin befindet, gezwungen wird, seitlich unter der Haut weiterzuwachsen, anstatt nach oben heraus.

Sind einige Menschen eher betroffen als andere?

Leider ja! Dr. Zenker erläutert: "Am häufigsten tauchen eingewachsene Haare bei Menschen auf, die dickes, lockiges oder widerspenstiges Haar haben. Es neigt eher als feines, glattes Haar dazu, sich auf eine Art zu kringeln, die es in die Haut hineinwachsen lässt."

Gibt es bestimmte Körperstellen, die zu eingewachsenen Härchen neigen?

Rasurbedingt gibt es einige Stellen am Körper, die häufiger als andere von eingewachsenen Härchen betroffen sind, zum Beispiel die Achselpartie oder der Schambereich. "Bei Männern können deshalb auch Wangen, Kinn und Hals betroffen sein."

Eingewachsene Haare: So kann man ihnen vorbeugen

Die beste Möglichkeit, um eingewachsene Haare zu verhindern, ist es, sie einfach wachsen zu lassen. "Nicht mehr zu rasieren, zu zupfen oder zu epilieren, hilft am besten gegen eingewachsene Haare", sagt Dr. Zenker. Wer trotzdem nicht darauf verzichten möchte, sollte bei der Haarentfernung Folgendes beachten: "Vor der Haarentfernung die Haut mit Peelings behandeln, um einer Verstopfung der Poren vorzubeugen. Dann die Haare in Wuchsrichtung entfernen.

Nach Peeling und Rasur die Haut mit einer Feuchtigkeitslotion eincremen, damit die Haare gut aus den Poren herauswachsen können. Außerdem die Haut nach der Haarentfernung desinfizieren!" Will man das Problem langfristig aus der Welt schaffen, empfiehlt Dr. Zenker die dauerhafte Haarentfernung per Laser.

Das Haar ist bereits eingewachsen: Was nun?

"Wenn die Stellen reizlos sind und ästhetisch nicht stören, kann man das eingewachsene Haar in Ruhe lassen." Aber wenn sich eine Entzündung oder gar ein Abszess anbahnt, heißt es: "Finger weg und zum Arzt!"

"Der Hautarzt kann mit einer sterilen Nadel oder einem Skalpell einen kleinen Schnitt in die Haut machen, um die eingewachsenen Haare aus der Haut zu entfernen", erklärt Dr. Zenker. Außerdem werden Medikamente mit entzündunghemmender Wirkung (Kortison) oder antibiotische Cremes verschrieben. Dr. Zenkers Extra-Tipp, um abgestorbene Hautzellen zu entfernen und eingewachsenen Härchen so den Nährboden zu nehmen: medizinische Peelings.

Der falsche Umgang mit eingewachsenen Haaren: Kann eine Blutvergiftung die Folge sein?

Des Öfteren kursieren Gerüchte, dass eingewachsene Haare im schlimmsten Falle zu einer Blutvergiftung (Sepsis) führen können. Dies ist in den meisten Fällen eher unwahrscheinlich. Generell gilt aber: Bei Furunkeln auf der Haut ist Vorsicht geboten. Dabei handelt es sich um entzündete, gerötete und druckschmerzhafte Knoten, oft mit einem Eiterpfropf in der Mitte. Diese müssen unter Umständen vom Arzt geöffnet werden, im besten Falle öffnen sie sich von selbst und fließen ab.

Niemals sollte man versuchen, diese selbst zu öffnen oder andere Behandlungsschritte einzuleiten. Bei einem falschen Umgang kann es zu einer lebensgefährlichen Blutvergiftung führen. Besonders gefährlich wird es im Lippen-, Nasen- und Wangenbereich. Über den Blutweg um den Bereich der Nase herum können Bakterien schnell ins Gehirn gelangen und Infektionen auslösen. Warum man deshalb auch niemals Pickel im Geicht ausdrücken sollte, lest ihr hier.

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Text: LL / Astrid Christians

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