9 Pflegetipps für die Haut im Winter
BRIGITTE-Redakteurin Birgit Potzkai hat neun Pflegetipps für die Haut im Winter von einem Fotoshooting aus Grönland mitgebracht.
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Schlitten haben Vorfahrt in Ilulissat. Die Durchschnittstemperatur in Grönland liegt im Winter bei Minus 15 Grad.
Pflegetipp 1.) Das braucht die Haut bei Minus 5 Grad
Damit die Haut im kalten Winter nicht trocken und rissig wird, sollte man zu reichhaltigen Cremes mit pflanzlichen Ölen greifen, die der natürlichen Lipidschicht in der Haut ähneln. Das sind
z. B. Oliven-, Argan-, Nachtkerzensamen oder Borretschsamenöl. Ebenso schützende Wirkstoffe gegen Kälte sind Sheabutter oder Linolsäure.
Pflegeprodukte, z. B.: fürs Gesicht "Tagescreme mit Sheabutter & Arganöl" von Florena, für die Lippen "Cold Cream Lippenbalsam" von Eau Thermale Avène, für den Körper "Urea 10% Körperlotion" von Eubos.
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Auf 4500 Einwohner kommen ca. 3500 Schlittenhunde. Und die wohnen am Stadtrand so wie hier zu sehen in "Vororthütten". Hier wird den ganzen Tag gejault... – nachts auch, Richtung Mond.
Pflegetipp 2.) Wer trockene Haut hat, sollte im Winter neben dem Lipidanteil auch auf Inhaltsstoffe achten, die Feuchtigkeit binden. Urea (Harnstoff) und Panthenol sind hier bewährte Klassiker.
Das BRIGITTE-Team dick eingemummelt in circa sieben Klamotten-Schichten - Vorwärtsbewegen ist nur noch im Stil eines Schneemanns möglich.
Pflegetipp 3.) Besonders empfindlich reagiert die Haut an den Händen auf Kälte: Am besten nach jedem (!) Händewaschen eincremen und bei langen Spaziergängen im Winter in Fäustlinge stecken. Da sich die Lippen leider nicht mit warmer Kleidung schützen lassen, verdienen sie besondere Zuwendung: Ein fettreicher Lipbalm mit pflegenden Wirkstoffen verhindert, dass sie rau werden.
Sonnenaufgang. Während des Shootings gab es rund fünf Stunden pro Tag Licht - meist sehr dezentes. Blitzschnell arbeiten heißt es da.
Pflegetipp 4.) Das braucht die Haut bei Minus 10 Grad:
Bei so eisigen Temperaturen sollte man zu fettreichen Cremes greifen, die zum Beispiel mit Bienenwachs einen Schutzfilm auf der Haut bilden und manchmal sogar explizit als "Kältecremes" verkauft werden.
Pflegeprodukt, z. B.: fürs Gesicht "Coldcreme" von Weleda.
Zeit für eine Hundeschlittentour blieb nur des nächstens.
Pflegetipp 5.) Wer im Winterurlaub ist, braucht Pflege mit Lichtschutzfaktor – und zwar nicht zu knapp, denn in den Bergen strahlt die Sonne viel intensiver. Normale Sonnencremes enthalten zu wenig Fett. Benutzen Sie spezielle Wintersonnencremes, die gleichzeitig Kälteschutz bieten.
Pflegeprodukt, z. B.: "Wintercreme LSF 30" von Ilrido.
Weil die Grönländer es so eintönig weiß haben die meiste Zeit des Jahres, malen sie ihre Häuser gern bunt an. Wie hier in Ilulissat.
Pflegetipp 6.) Übrigens: Schlimmer als die Temperaturen im Winter sind für unsere Haut die beheizten Räume, in denen wir uns den größten Teil des Tages aufhalten. Denn trockene Luft entzieht Feuchtigkeit. Ideal ist eine Raum-Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent. Wichtig ist daher: Alle zwei Stunden kurz, aber richtig lüften. Und: Grünpflanzen sind die ökologische Alternative zu Luftbefeuchtern. Viel Feuchtigkeit verdunsten zum Beispiel Zimmerlinde, Zyperngras oder Goldfruchtpalme.
Die Schlittenhundmutti bewacht das Kinderzimmer.
Pflegetipp 7.) Was man bei diesen Temperaturen im Winter an Cremes nicht sparen sollte, darf man dafür bei der Reinigung: "Morgens nur mit purem Wasser waschen, abends kein alkoholhaltiges Gesichtswasser, keine Reinigungsgele, kein Peeling, am besten nur Reinigungsmilch verwenden", sagt Dr. Birgit Kunze, Dermatologin aus Hamburg.
Die Kanus warten auf ihren Sommereinsatz. Im Winter fahren die Fischer mit größeren Booten raus. Zum Händewärmen stecken sie schon mal ihre Hände ins Meer - das ist schließlich wärmer als die klirrend kalte Luft.
Pflegetipp 8.) Die gute alte Nivea-Creme aus der blauen Dose schützt übrigens bis Minus 10 Grad ebenfalls ziemlich gut vor Kälte: "Wir testen das, indem wir sie bei Minusgraden auf die Haut auftragen und dann mit einer Infarotkamera messen, wie stark die Temperatur auf der Haut sinkt", erklärt Dr. Jens Treu von Beiersdorf.
Eisberge in Grönland, die sich vom Gletscher abgespalten haben. Der Gletscher bewegt sich rund 19 Meter pro Tag – einer der schnellsten weltweit.
Pflegetipp 9.) Wenn die Temperaturen tiefer sinken als Minus zehn Grad, und sie beispielsweise Skifahren oder am Januar-Halbmarathon in Omsk teilnehmen, hilft Creme allein nicht mehr: das Gesicht daher gut mit einem Schal oder einer Sturmhaube verdecken.
Fotos: Timothy Barnes
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