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So pflegt ihr eure Haut optimal

Reinigen, Vorbereiten, Pflegen – aber wie und wie oft? Und womit? Wir erklären, wie die tägliche Beauty-Routine eure Haut zum Strahlen bringt.

Alles zu seiner Zeit

Die Reihenfolge in der Beauty-Routine und beim Auftragen der Pflegeprodukte ist entscheidend. Als absolute Basisregel gilt: Erst kommt die tägliche Reinigung, dann (einmal in der Woche) ein Peeling. Das sollte immer auf die gereinigte Haut aufgetragen werden – und nicht als Reinigungsprodukt fungieren. Danach folgt die Tiefenpflege: Aufheller, Anti-Aging Seren oder eine abschwellende Augenpflege sind jetzt dran! Anschließend kann eine Tages- oder Nachtpflege aufgetragen werden und erst dann, je nach Bedarf, eine Foundation.

Bei der Pflege gilt die grobe Regel: Leichte Texturen gehören immer unter schwere Texturen. Andernfalls können die Produkte gar nicht richtig wirken.

Reinigen

Wie ihr eure Haut reinigt, hängt vom Hauttyp ab. Trockene Haut lässt sich am besten mit einer fetthaltigen Reinigungsmilch säubern. Damit vermeidet ihr, dass Ihre Haut zu viel Kontakt mit Wasser hat. Falls ihr lieber Gesichtswasser benutzt, sollte es ohne Alkohol sein. Wer fettige Haut hat, darf morgens und abends mit einem seifenfreien Waschgel waschen - nicht öfter, denn das macht die Haut nicht reiner, wie eine Studie der Harvard Medical School gezeigt hat.

Abschminken

Reste 'alter Schminke' können die Poren verstopfen und die natürlichen Regenerationszyklen der Haut stören. Deshalb solltet ihr euch immer gründlich abschminken. Um die Hautbarriere nicht zu zerstören, sollten die Reinigungsprodukte pH-neutral sein und die Haut nicht zu stark entfetten.

Um ein Abschminkprodukt hat sich ein wahrer Hype entwickelt. Das Mizellenwasser. Die klare Flüssigkeit erinnert an Gesichtswasser und wird auf ein Wattepad aufgetragen, mit dem ihr ruckzuck das gesamte Make-up entfernen könnt, die Augen brennen nicht und selbst trockene und empfindliche Haut wird nicht gereizt. Nachteil: Die meisten Mizellenwasser enthalten ein chemisches Tensid, das für die phänomenale Abschminkwirkung verantwortlich ist. Kritiker werfen Tensiden, die auch in Waschmitteln, Shampoos und Duschgelen stecken, vor, dass sie die Haut durchlässiger machen und so Schadstoffe in den Körper eindringen können. Es gibt aber Alternativen aus der Naturkosmetik, die ohne Tenside auskommen.

Regelmäßig – aber nicht zu häufig – peelen

Hornschüppchen lassen die Haut farblos und stumpf aussehen. Ein auf den jeweiligen Hauttyp abgestimmtes Peeling entfernt diese Hautschüppchen, ohne die Haut zu reizen und regt die Durchblutung an. Je nach Hauttyp mindestens einmal die Woche anwenden. Fettige Haut sollte übrigens auch nicht häufiger gepeelt werden, ein zu viel an Reinigung kann die Talgdrüsen nämlich veranlassen, ihre Fettproduktion zu erhöhen – dabei nicht zu heftig rubbeln, denn das begünstigt Entzündungen.

Cremen

Trockene Haut braucht eine fettreiche Creme, die die Feuchtigkeit in der Haut hält. Klarer Hinweis, dass die Creme eurer Haut nicht reicht: wenn ihr zwei, drei Stunden nach dem Eincremen schon wieder Spannungsgefühle habt. Dann solltet ihr sofort auf eine reichhaltigere Creme umsteigen. Schön für reife Haut sind Cremes mit Kalzium, die helfen können, die natürliche Hautbarriere zu erhalten. Im Winter ist Ihre Haut bei langen Spaziergängen und beim Outdoor-Sport mit einer fettreichen Wind- und Wettercreme am besten geschützt. Scheint die Sonne, sollte sie zusätzlich einen UV-Filter haben. Wenn die Haut schuppt, hilft eine Gesichtscreme mit Urea prima, das die hauteigene Feuchtigkeit bindet. Für sensible Haut gilt: je schlichter die Pflege, desto besser. Denn je weniger Inhaltsstoffe auf eure Haut treffen, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass sie gereizt reagiert. Es macht Sinn, eine komplette Pflegeserie zu benutzen, weil sich die Zutaten wiederholen.

Creme richtig auftragen

Sanft einklopfen ist die beste Technik. Aber auch die Klopf-Route ist entscheidend: Zuerst wird die Creme auf das Kinn gegeben. Von diesem Startpunkt aus nach oben bis zu den Wangen klopfen. Das stimuliert die Haut und sorgt dafür, dass die Nährstoffe richtig aufgenommen werden. Zum Schluss wird die Stirn noch einmal extra gecremt. Dazu eine kleine Menge auf die Nasenwurzel geben. Von hier aus mit den Fingerspitzen beidseitig halbmondförmige Kreise bis zu den Schläfen ziehen. Besondere Vorsicht gilt bei der Augenpartie, denn dort ist die Haut sehr dünn und empfindlich. Am besten mit dem Ringfinger (der Zeigefinger übt zu viel Druck aus) vorsichtig von innen nach außen klopfen.

Eine Extra-Nachtpflege verwenden

Gegen Mitternacht ist die Talgproduktion an der Gesichtshaut am niedrigsten, deshalb dürfen Nachtcremes ruhig ein wenig reichhaltiger sein. Auch über eine Portion Feuchtigkeit freut sich die Haut am Abend, denn tagsüber hat sie viel davon abgegeben - die Hautbarriere ist tagsüber deutlich durchlässiger als in der Nacht. Pflege mit reparierenden Anti-Age-Wirkstoffen sind während wir schlafen besonders sinnvoll, da die Haut jetzt ganz besonders mit Regeneration und Kollagenaufbau beschäftigt ist.

Nicht überpflegen

Kann Hautpflege auch schaden? Ja! Denn ein Zuviel und ein wildes Kombinieren von verschiedenen Produkten überfordert unsere Haut. Vorsicht ist bei besonders reichhaltigen Rezepturen geboten. Zu viel Fett in der Creme schafft einen guten Nährboden für Unreinheiten, kommen noch Mitesser begünstigende Inhaltsstoffe wie Erdnuss-, Sesam- oder Olivenöl dazu, sind Pickel quasi programmiert.

Die Überpflege kann sich als sogenannte periorale Dermatitis (Stewardessenkrankheit, Mannequinkrankheit) äußern. Die Folge sind Rötungen, Pusteln und Knötchen um den Mund herum. Ähnliche Erscheinungen gibt es auch im Augenbereich oder am Naseneingang. Oft hilft dann nur eine Pflegepause – eine Null-Diät für die Haut.

Ist ein Serum sinnvoll?

Ein Serum ist als Ergänzung für jeden Hauttyp geeignet. Seren enthalten bis zu dreimal so viele Wirkstoffe wie eine Creme - und in höchstmöglicher Konzentration. Bei sensibler Haut sollte man eines ohne alkoholische Basis verwenden. Beanspruchte Hautpartien lassen sich mit einem Serum auch gut punktuell behandeln. Wie wendet man ein Serum am besten an? Nach der Reinigung ist die Haut besonders aufnahme­fähig für Wirkstoffe. Deshalb sollte der erste Pflege­schritt das Serum sein. Anschließend wird wie gewohnt die Tages­ bzw. Nachtpflege aufgetragen. Bei Misch-­ bis öliger Haut kann ein Serum gegebenenfalls auch als Pflege für den Tag ausreichen, gerade im Sommer. Es gibt aber auch einige ölhaltige Seren. Sie werden ein­gesetzt, um die Hautoberfläche schnell zu verbessern und um das Hautgefühl zu optimieren. Sie eignen sich vor allem bei beanspruchter, trockener Haut sehr gut.

Masken

Bei unangenehmen Spannungsgefühlen, Trockenheitsfältchen, bei Rötungen und Schüppchen oder bei Pickeln kann eine auf das Bedürfnis abgestimmte Maske der Haut sofort helfen. Besonders abends können wir dieses Beauty-Ritual zum Entspannen nutzen. Trockene Haut kann als Intensivkur zwei- bis dreimal in der Woche eine Feuchtigkeitsmaske vertragen, unreine Haut sollte nicht zu häufig mit einer Maske gereizt werden. Wichtig: Beim Auftragen die Augenpartie aussparen – sonst kann's schnell im Auge mal brennen, da einige Produkte Kriechfette enthalten.

Pickel? Das hilft!

Was tun, wenn Mitesser und Pickel sprießen? Vor allem cool bleiben. Mit einer guten Abdeckcreme fallen auch größere Haut-Katastrophen nicht auf. Akute Entzündungen bessern sich, wenn man nachts ein beruhigendes Gel aufträgt, beispielsweise mit Zink oder Niacinamid. Langfristig können intensive Peelings (z. B. Mikrodermabrasion) die Haut normalisieren. Außerdem prüfen, ob die Pflege wirklich zur Haut passt: "Viele Akne-Patienten tragen selbst zu ihren Hautunreinheiten bei, indem sie zu schwere Cremes benutzen", sagt Prof. Dr. Ingo Worret, Dermatologe an der TU München. Nehmt darum immer nur extra für fettige Haut ausgelobte Produkte. Wenn "für normale und Mischhaut" oder "für alle Hauttypen" draufsteht, ist es wahrscheinlich nicht das Richtige.

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