Spätakne: Das hilft gegen Pickel und Mitesser

Spätakne - das hilft gegen Pickel und Mitesser

Für Frauen über 30 sind Akne und Pickel besonders belastend. Die interessantesten Fragen und Antworten zu Spätakne aus der BRIGITTE.de-Expertenberatung.

Pickel, Akne, Mitesser – warum Spätakne im Erwachsenenalter so hartnäckig ist

Die Zahlen belegen, dass Spätakne, von Dermatologen Akne Tarda genannt, kein seltenes Problem ist, sondern viele betrifft: Jede vierte Frau zwischen 25 und 45 hat mit Spätakne zu kämpfen. Der veränderte Hormonhaushalt, Ernährung und Hautpflege spielen eine wichtige Rolle dabei.

Ursachen der Spätakne - sind Hormone Schuld?

Wenn das Gleichgewicht der Sexualhormone gestört ist, kann das zu Hautproblemen führen. Wenn zu viele männliche Sexualhormone produziert werden, können die Poren schneller verstopfen. Die Talgdrüsen der Haut produzieren zu viel Talg und verhornen die Poren, sie verstopfen und Mitesser und Pickel entstehen. Nach hormonellen Veränderungen, etwa dem Absetzen der Pille oder einer Geburt, später auch in den Wechseljahren, verändert sich auch die Haut.

Was hilft gegen Pickel und unreine Haut? Ernährung checken

Dermatologen raten ihren Patienten oft, auf Milchprodukte zu verzichten. Schuld am Sprießen der Pickel soll in einigen Fällen eine spezielle Milchsorte sein. Fettfreie Magermilch nämlich. Ihre Molkeproteine sollen den Insulinspiegel erhöhen.

Insulin wird ebenfalls für die Entstehung von chronischen Entzündungsprozessen verantwortlich gemacht. Ein erhöhter Insulinspiegel sollten Spätakne-PatientInnen also vermeiden. Zucker ist ebenfalls ein großes Thema, denn er verändert nachweislich die Größe der Talgdrüsen und hat Auswirkungen auf die vermehrte Produktion von Talg. Unsicher, was ihr essen dürft oder wie ihr eure Haut pflegen sollt? Wir verraten euch die größten Beauty-Sünden der Hautpflege.

Hautpflege bei Spätakne

Unreine Haut braucht eine spezielle Pflege, die nicht zu fettig und schwer ist. Gerade bei Nachtcremes und Cremes mit Anti-Aging-Versprechen sollte man vorsichtig sein. Wirkstoffe checken ist angesagt: Einige Inhaltsstoffe, die auch gegen Akne helfen (z. B. Fruchtsäuren, Retinol), lassen die Haut auch glatter und praller erscheinen. Es gibt diverse Anti-Falten-Produkte speziell für erwachsene Frauen mit unreiner Haut. Seren helfen ebenfalls, trockene Hautpartien an der Stirn und Fältchen rund um Augen und Mund zu mindern, indem sie Feuchtigkeit in die Haut einschleusen. Die richtige Reinigung ist ebenfalls wichtig für schöne Haut. Sie darf nicht zu aggressiv sein, sonst reizt sie die Haut und verschlimmert Entzündungen. Eine Reinigungsmilch oder sanftes Mizellenwasser helfen, die Haut sauber zu halten. Sehr fettige Haut darf auch mit Gesichtswasser, das etwas Alkohol enthält, gepflegt werden. 

Spätakne? Die besten Tipps der Dermatologin

Längst erwachsen, aber die Haut benimmt sich wie in der Pubertät? Für Frauen über 30 ist Akne besonders belastend. Dr. Birgit Kunze, Dermatologin und Gründerin des Vereins "Akne-Forum" beantwortete in der BRIGITTE.de-Community Fragen zum Thema Spätakne.

Hier veröffentlichen wir, teilweise gekürzt, die interessantesten Fragen und die Antworten der Expertin zum Thema "Spätakne". Die gesamte Expertenberatung zum Thema Spätakne können Sie in der Community nachlesen.

Die Spätakne-Beratung: "Pille" abgesetzt und die Haut spielt verrückt - was nun?

Haasidi, 36, schreibt: "Ich hatte in der Pubertät nie Probleme mit Pickeln und . Rund zehn Jahre habe ich die Pille genommen und mit 28 Jahren aufgehört. Seitdem spielt meine Haut verrückt, vorwiegend auf dem Rücken und dem Dekolletee. Welche Möglichkeiten gibt es außer der Pille, dieses Problem wieder loszuwerden?"

Dr. Birgit Kunze antwortet: "Meines Erachtens wäre beispielsweise in Ihrem Fall ein Versuch mit Fruchtsäure lohnenswert. Das bedeutet, dass Sie sich ein Fruchtsäureprodukt besorgen (aus der oder von der Kosmetikerin), welches mindestens sechs bis zehn Prozent Fruchtsäure beinhaltet.

Damit behandeln Sie mindestens vier Wochen jeden Abend. Wahrscheinlich wird sich bereits darunter eine Besserung einstellen. Falls nicht, empfehle ich eine zusätzliche Fruchtsäurebehandlung bei der Kosmetikerin. Sollte dann nach dreimaliger Behandlung keine Besserung eintreten, wäre eventuell auch eine antibiotische Therapie beim Hautarzt eine gute Möglichkeit."

Die Akne-Beratung: Was tun gegen fettige Haut mit großen Poren?

Sealheart, 29, schreibt: "Ich habe seit 15 Jahren mit unreiner Haut zu kämpfen. Inzwischen sind die großen Pickel weniger geworden, aber meine Haut ist im Laufe meiner Zwanziger immer fettiger geworden. Jede zweite Pore ist ein dicker Mitesser (so kommt es mir vor), die Haut ist recht grob und großporig und es sind an den Wangen kleine Narben entstanden. Meine Kopfhaut ist ebenso fettig, muss meine Haare täglich waschen.

Was die Pflege betrifft, hab ich auch schon fast alles durch, Hautarzt, unterschiedlichste Produkte aus Drogerien, Naturkosmetik mit fettigen Cremes, die Pille hat auch nicht geholfen. Was kann ich tun, damit ich wenigstens nicht noch weitere Narben bekomme?"

Dr. Birgit Kunze antwortet: "Bei Ihrem Problem ist die Überlegung gerechtfertigt, inwieweit für Sie eine orale Einnahme von Isotretinoin, einem Vitamin-A-Säure-Abkömmling, sinnvoll ist.

Sofern kein aktueller Kinderwunsch und eine sichere Verhütung vorhanden sind, wäre meine Empfehlung: Isotretinoin in einer 'low-dose'. Damit wären Sie Ihre Probleme recht schnell los: Die Kur würde sich auf ungefähr sechs Monate erstrecken."

Die Akne-Beratung: Woher kommen die Riesenpickel bei sonst reiner Haut?

Molly Malone, 35, schreibt: "Noch nie in meinem Leben hatte ich jemals Pickel, noch nicht mal in der Pubertät! Und jetzt? Immer noch sehr reine Haut, wenige Mittesser usw. - aber permanent Riesenpickel. Und ich kann zugegebenermaßen nie die Finger davon lassen. Ich habe in den letzten Monaten mehrmals die Produktserie gewechselt. Kann es sein, dass die dauernde Wechselei für meine Probleme verantwortlich ist?

Dr. Birgit Kunze antwortet: "Meines Erachtens hört sich das nicht nach Akne an, sondern eher nach einer Unverträglichkeitsreaktion auf die Feuchtigkeitsprodukte! Ihr letzter Vorschlag, nun bei diesen Produkten zu bleiben, ist sehr löblich.

Am besten ergänzen Sie das Ganze noch durch die Einnahme von Zinktabletten. Sollte es insgesamt zu keiner Besserung kommen, empfehle ich eine Allergietestung beim Hautarzt!

Die Akne-Beratung: Wie behandelt man Akne bei trockener Haut?

Kampfkaninchen, 31, schreibt: "Seitdem ich vor fünf Jahren die Pille abgesetzt habe, leide ich unter Akne. Da ich außerdem sehr trockene Haut habe, habe ich auf der Stirn zwar keine Pickel, aber Trockenheitsfalten. Ich habe von nunmehr acht Hautärzten unterschiedlichste Cremes und Salben verschrieben bekommen, unter anderem mit Erythromycin, Isotretinoin, Azelainsäure, Salicylsäure. Das einzige, was - allerdings lediglich auf der Stirn - hilft, ist eine Creme mit Adapalen. Die Pille darf ich aufgrund eines Thrombosevorfalls leider nicht mehr nehmen."

Dr. Birgit Kunze antwortet: "Eine Akne bei trockener Haut ist sehr schwer zu behandeln! Was Ihnen sicherlich auch klar ist: Sobald Sie klassische Akne-Produkte verwenden, trocknen Sie Ihre Haut weiter aus. Andererseits führen Produkte, die Ihre Haut pflegen, eher zur Bildung von Akne.

In Ihrem Fall fände ich eine Laserbehandlung am sinnvollsten: Laser ist gebündeltes Licht und hat sehr guten Einfluss auf den Bakterienbefall Ihrer Haut. Dann können Sie auch Ihre Haut pflegen, so wie sie es braucht - gegebenenfalls können dann neu entstandene Veränderungen einfach weggelasert werden.

Alternativ kommt eine Lichtbehandlung in Frage: Im besten Falle Farblicht (hier hat sich blaues und rotes Licht bewährt), eventuell auch eine UV-Bestrahlung beim Hautarzt. Damit umgehen Sie das Problem, Ihre Haut durch die Akne-Behandlung weiter auszutrocknen."

Die Akne-Beratung: Sind Salicylsäure-Peelings schädlich?

Maja, 38, schreibt: "Ich habe seit meiner Pubertät Akne, mal mehr, mal weniger, auch mit Pille. Nur während meiner Schwangerschaften war es bedeutend besser. Auch jetzt habe ich wieder viele Mitesser und Pickel, besonders am Kinn und um die Nase herum. Sonst habe ich Mischhaut, auch etwas empfindlich.

Probiert habe ich schon einiges, Drogerieartikel, Naturkosmetik, Antibiotika-Creme, Vitamin-A-Säurecreme, Salicylpeelings. Letztere waren das einzige, was wirklich geholfen hat, aber ich weiß nicht, ob das nicht vielleicht doch auf Dauer schädlich ist."

Dr. Birgit Kunze antwortet: "Ich kann Sie beruhigen: Ein Salicylsäure-Peeling ist - selbst auf Dauer - ungefährlich! Wenn es geholfen hat, ist das sehr gut - Salicylsäure löst hervorragend die Verhornungsstörungen und damit können Komedonen ('Mitesser') problemlos entfernt werden.

Ich empfehle Ihnen auf jeden Fall regelmäßige Behandlungen. Wenn diese ausreichend das Problem beseitigen, sind keine weiteren Maßnahmen notwendig. Ansonsten wäre ein erneuter Besuch beim Hautarzt sinnvoll."

Unsere Empfehlungen

Mode&BeautyNewsletter
Anzeige
Jetzt verlieben: Registrieren Sie sich kostenlos beim Testsieger!

Mode & Beauty - Newsletter

Trend- & Stylingnews direkt und kostenlos in dein Postfach!

Diesen Inhalt per E-Mail versenden

Spätakne - das hilft gegen Pickel und Mitesser
Spätakne: Das hilft gegen Pickel und Mitesser

Für Frauen über 30 sind Akne und Pickel besonders belastend. Die interessantesten Fragen und Antworten zu Spätakne aus der BRIGITTE.de-Expertenberatung.

Du kannst mehrere E-Mail-Adressen mit Komma getrennt eingeben

E-Mail wurde versendet
Deine Mail konnte leider nicht versendet werden