Nasenkorrektur

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Eine Nasen-Korrektur und andere operative Veränderungen der Nase gehören aufgrund ihrer komplizierten Anatomie zu den schwierigsten Eingriffen in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie. Der Operateur muss bei einer Nasen-Korrektur nicht nur Knorpel und Knochen verändern, sondern gleichzeitig abschätzen können, wie dadurch die spätere Optik beeinflusst wird. Oft fehlt dieses Gespür, deshalb ist das Ergebnis in 10 bis 15 Prozent der Fälle unbefriedigend. Durch einen operativen Eingriff kann eine Höcker- oder Schiefnase begradigt, eine Langnase verkleinert oder eine Sattelnase aufgebaut werden. Sinnvoll ist so eine Nasen-Korrektur erst dann, wenn das Wachstum endgültig abgeschlossen ist, also erst ab dem 18. Lebensjahr. Die Operation in Vollnarkose kann je nach Aufgabenstellung 60 bis 80 Minuten dauern.

Wirkung

Um die äußere Form zu korrigieren, nimmt der Chirurg bei einer Nasen-Korrektur Veränderungen am Nasenknochen und am Nasenknorpel vor. Die Einschnitte liegen in den Schleimhäuten direkt hinter den Nasenlöchern und hinterlassen keine sichtbaren Narben. Bei der "geschlossenen Rhinoplastik" wird nur mit Einblick durch die Nasenlöcher operiert. Manche Ärzte bevorzugen die "offene Rhinoplastik", bei der der Nasensteg unterhalb der Nasenspitze durchtrennt wird, um eine bessere Übersicht vom Inneren der Nase zu gewinnen. Die feine Narbe liegt so versteckt in den Hautspaltenlinien, dass sie später nicht auffällt. Mit Hammer, Meisel und Skalpell wird ein zu breiter Nasenrücken schmäler und ein Höcker abgetragen. Manchmal benötigt der Arzt bei einer Nasen-Korrektur zusätzliches Material, um eine Nasenspitze anzuheben oder den durchhängenden Rücken einer Sattelnase aufzubauen. Dazu werden körpereigene Knorpel oder Knochen aus Ohr, Rippe oder Hüfte verwendet. Kunststoffe und Silikon in der Nase werden häufiger vom Körper abgestoßen. Nach erfolgter Nasen-Korrektur wird die Haut wieder über das neu geformte Gerüst gelegt und darüber ein formender Verband aus Pflaster, Gips und festen Schienen angebracht.

Effekt

Etwa zwei Wochen nach der Nasen-Korrektur wird der Verband abgenommen. Der Korrektureffekt ist zwar bereits deutlich zu sehen, allerdings zeigt sich das endgültige Ergebnis erst nach vier bis sechs Monaten. Manchmal dauert es noch länger, bis auch Restschwellungen zurückgegangen sind. Die erfolgreich korrigierte Nase hält normalerweise ein Leben lang.

Risiken und Nebenwirkungen

Von den Unbequemlichkeiten des Nasengips und die dadurch beeinträchtigte Atmung abgesehen, ist eine Nasen-Korrektur harmlos und wenig schmerzhaft. Auch die Gefahr einer Wundinfektion oder Verletzung des Tränenkanals ist bei einer Nasen-Korrektur gering. Mögliche Blutungen lassen sich leicht unter Kontrolle bringen. Wenn die operierte Nase wieder abschwillt, können Unregelmäßigkeiten sichtbar werden. Bei einer dicken Haut, die nur wenig schrumpft, kann eine Verkleinerung zu gering ausfallen. Ein verstärkter Narbenzug führt dazu, dass die Nasenspitze absinkt. An dieser Stelle kann auch über längere Zeit ein Taubheitsgefühl bestehen.

Verhalten nach der Behandlung

Es ist sinnvoll, die ersten ein bis zwei Nächte nach einer Nasen-Korrektur im Krankenhaus zu verbringen. Während dieser Zeit stabilisieren Tamponaden die Nasenscheidewand und saugen abfließende Sekrete auf. Nach etwa fünf Tagen wird der Nasengips durch einen unauffälligeren Pflasterverband ersetzt, damit ist man dann auch wieder arbeitsfähig. In der ersten Woche sollte man nicht flach schlafen und auch nur flüssige oder weiche Nahrung zu sich nehmen. Küssen ist 14 Tage lang verboten. Auf Ball- und Kampfsportarten, bei denen die Nase Verletzungen riskiert, muss man mindestens zwei Monate verzichten. Auch direkte Sonne, Solarium und Sauna sowie das Tragen von schweren Brillengestellen verzögern die Heilung.

Kosten

Eine Nasen-Korrektur kostet ab 4000 Euro. Die Krankenkassen zahlen nur bei einer medizinischen Indikation, nicht aber bei einer Korrektur der äußeren Nase.

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