Hautprobleme
Neurodermitis: Die Behandlung
Die Behandlung von Neurodermitis setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen. Da die Hautschutzbarriere gestört ist, ist das erste Ziel, sie wieder aufzubauen. Die richtige Hautpflege spielt dabei eine wichtige Rolle. Salben und Cremes, die Nachtkerzenöl, Johanniskrautextrakt, Zink oder Dexpanthenol enthalten, eignen sich gut zur Behandlung von Neurodermitis. Gut bewährt hat sich auch der Zusatz von Harnstoff, der die Feuchtigkeit in der Haut bewahrt. Auch Ölbäder können die Haut mit Fett versorgen.
Grundsätzlich gilt: Je besser der Hautzustand, desto fetthaltiger kann das Pflegemittel sein. Ist die Haut dagegen entzündet und juckt, sind wässrigere Cremes zu bevorzugen, da sie durch die Verdunstungskälte die Symptome lindern. Zur Behandlung nässender Ekzeme haben sich Gerbstoff-Präparate bewährt, die austrocknend, juckreizlindernd und leicht anti-entzündlich wirken (zum Beispiel in Hamamelisblättern, Walnussblättern, Eichenrinde). Gegen den Juckreiz können auch Umschläge mit Schwarztee helfen.
Als weitere Methode zur Behandlung von Neurodermitis gilt die Vermeidungsstrategie: Betroffene sollten Faktoren, die als Auslöser für Krankheitsschübe erkannt wurden, wenn möglich meiden.
Die Hyposensibilisierung gehört ebenfalls zur Behandlung von Neurodermitis: Dabei wird das Immunsystem schrittweise wieder an das Allergen gewöhnt. Sind Allergene wie zum Beispiel Hausstaubmilben nachweislich für neurodermitische Schübe verantwortlich, empfiehlt der Arzt unter Umständen eine Hyposensibilisierung.
Auch die Ernährung kann Einfluss nehmen. Es gibt Nahrungsmittel, die dafür bekannt sind, häufig Schübe auszulösen. Spezielle Kurse, sogenannte Patienten-Schulungen, behandeln das Thema Ernährung und Neurodermitis.











