Ohren anlegen

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Stehen die Ohren in einem Winkel von mehr als 30 Grad vom Kopf ab, entsprechen sie nicht mehr dem Ideal. Jeder zwanzigste Mitteleuropäer wird damit geboren. Ursache dafür ist eine zu geringe Krümmung des Ohrknorpels oder eine zu schwach gefältelte Ohrmuschel. Gerade Kinder leiden extrem unter "Segelohren", deshalb empfiehlt sich eine operative Korrektur noch vor Schuleintritt oder spätestens bis zum zehnten Lebensjahr vor Beginn der Pubertät. Die sogenannte Otopexie ist der einzige ästhetische Eingriff, der bereits im Kindesalter durchgeführt werden kann, da die Ohren im Unterschied zu anderen Körperteilen bereits mit fünf Jahren nahezu "ausgewachsen" sind. Um die Ohren enger an den Kopf anzulegen, muss der Ohrknorpel neu geformt und in dieser Form fixiert werden. Bei Erwachsenen und Schulkindern wird der 90-minütige Eingriff in Lokalanästhesie durchgeführt, bei kleineren Kindern empfiehlt sich beim Ohren anlegen eine Vollnarkose.

Wirkung

Um an den Ohrmuschelknorpel zu gelangen, legt der Arzt den Hautschnitt an die Rückseite des Ohrs oder innerhalb des Ohrmuschelrands. An diesen Stellen verheilt er später nahezu unsichtbar. Mit einer Feile oder einem feinen Diamantschleifkopf dünnt er den überschüssigen Knorpel so weit aus, bis er sich in die gewünscht Form legt. Drei bis vier feine Nähte fixieren ihn. Manchmal müssen beim Ohren anlegen Knorpelteile entfernt oder Implantate verwendet werden, um ein optisch schönes Ohr zu modellieren. Nach dem Eingriff werden die Ohren mit einem Pflaster und zusätzlich mit einem Mützenverband geschützt.

Effekt

Pflaster und Fäden werden etwa zehn Tage nach dem Ohren anlegen entfernt, dann lässt sich die neue Form der Ohren beurteilen. Um ein Abknicken der Ohrmuschel beim Schlafen und im Liegen zu verhindern, ist es wichtig, in den ersten drei Wochen im Bett ein weiches Stirnband zu tragen. Hält man sich an diese Vorsichtsmaßnahmen, ist das Ergebnis dauerhaft.

Risiken und Nebenwirkungen

Unmittelbar nach der Operation muss man mit leichten Schmerzen und Schwellungen rechnen. Abgesehen von den üblichen Operationsrisiken wie Nachblutungen, Infektionen und Wundheilungsstörungen verläuft das Ohren anlegen, die sogenannte Otopexie, meist ohne Komplikationen. Vereinzelt können Blutergüsse auftreten, die punktiert werden müssen. Führen Narbenbildung und Spannung, unter der der operierte Knorpel steht, erneut zu Deformierung der Ohrmuschel, ist ein zweiter Eingriff nötig.

Verhalten nach der Behandlung

Haare waschen ist nach dem Ohren anlegen erst wieder erlaubt, so bald die Fäden gezogen sind. Aber auch dann sollte man die Ohren noch sehr vorsichtig behandeln. Bis die endgültige Form nach zwei Monaten erreicht ist und auch alle Schwellungen restlos abgeklungen sind, sollten Kinder auf Ballspiele und Erwachsene auf schwere körperliche Arbeit und Ballsportarten verzichten.

Kosten

Das Ohren anlegen kostet ab 1800 Euro.

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