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Hautpflege
Was hilft bei Pigmentflecken?

Wo kommen sie her? Wie vermeidet man sie? Und wie wird man sie wieder los? Wir beantworten die häufigsten Fragen zu Pigmentflecken.

Foto: Aleshyn_Andrei/Shutterstock

Wo kommen Pigmentflecken her?

Dass sich unsere Haut braun färbt, ist ein Schutzmechanismus unseres Körpers. Denn sobald sie mit UV-Strahlung in Berührung kommt, läuft die Melanin-Produktion auf Hochtouren. Dieser körpereigene Farbstoff schützt die Haut, indem er die Strahlen in Wärme umwandelt. Clever!

Dieser Vorgang in der Haut kann jedoch durch zahlreiche Faktoren gestört sein. Dann produzieren einige Zellen entweder zu viel Melanin, wodurch es zu bräunlichen Verfärbungen auf der Haut kommt (Hyperpigmentierung). Es kann aber auch passieren, dass an einigen Stellen zu wenig oder gar kein Melanin gebildet wird. Diese sogenannte Depigmentierung äußert sich durch weiße Flecken auf der Haut.

Welche äußeren Einflüsse gibt es?

Sind Pigmentstörungen genetisch bedingt, wie z.B. Sommersprossen oder die Weißfleckenkrankheit, kann man dagegen kaum etwas tun. Viele Pigmentflecken treten aber erst durch äußere Einflüsse auf oder werden durch sie verstärkt. Dazu gehören hormonelle Veränderungen, wie z. B. eine Schwangerschaft oder die Einnahme der Anti-Baby-Pille, hohe und lange Sonnenbestrahlung oder photosensibilisierende Medikamente. Die Hauptursache für Pigmentflecken ist allerdings eine starke UV-Belastung - daher treten die Verfärbungen auch vorrangig an Stellen auf, die besonders stark der Sonne ausgesetzt sind wie das Gesicht, das Dekolleté, die Arme und Hände.

Sind Pigmentflecken gefährlich?

Bei Hyperpigmentierungen unterscheidet man Melasmen und Pigmentflecken. Erstere entstehen für gewöhnlich durch Hormon-Umschwünge und sind ockerfarbene bis hellbraun flächige Verfärbungen. Sie sind hauptsächlich im Gesicht in Bereich der Oberlippe sowie auf der Stirn und den Wangenknochen zu finden. Pigmentflecken hingegen treten nicht nur im Gesicht, sondern auch auf dem Dekolleté, den Händen und den Armen auf. Sie sind beige bis dunkelbraun, von der Form scharf begrenzt und haben meistens nur einen Durchmesser von wenigen Millimetern. Sie treten häufig durch vermehrte UV-Bestrahlung auf und sind daher oft an hellhäutigen, älteren Frauen zu beobachten. Daher stammt übrigens auch die Bezeichnung Altersflecken. Melasmen sind genau wie Pigmentflecken aus medizinischer Sicht völlig unbedenklich. Dennoch sollte man sie im Rahmen des jährlichen Hautscreenings unbedingt kontrollieren lassen. Denn UV-Strahlung begünstigst eben auch Hautkrebs. Eine regelmäßige Kontrolle und Abgrenzung durch einen Arzt ist daher sehr wichtig.

Was kann man gegen Pigmentflecken tun?

  • 1. Vorbeugen
    Da die meisten Hyperpigmentierungen durch Sonnenbestrahlung entstehen bzw. begünstigt werden, ist ein hoher Sonnenschutz das A und O. Das gilt besonders während einer Schwangerschaft oder bei Einnahme der Pille.
  • 2. Cremes mit Aufhell-Effekt
    Sogenannte Brightening-Cremes helfen Pigmentflecken aufzuhellen und vorzubeugen. Die enthaltenen Wirkstoffe sind in der Lage, Melanin aufzuspalten und abzutransportieren sowie die Produktion des Farbstoffs zu hemmen. Die Cremes müssen über einen längeren Zeitraum täglich angewendet werden, damit erste Ergebnisse sichtbar werden.
  • 3. Chemische Peelings
    Mithilfe von Säuren werden chemische Peelings so eingesetzt, dass die Haut darunter gereizt wird und sich zu schälen beginnt. Eine Prozedur, die unbedingt vom Facharzt bewertet und durchgeführt werden sollte. Je nach Ausmaß der Pigmentstörungen können mehrere Sitzungen notwendig sein. Da die neue Haut nach dieser Behandlung sehr lichtempfindlich ist, wird dazu geraten, chemische Peelings nur in den Wintermonaten durchführen zu lassen.
  • 4. Laser-Behandlung
    Auch mit einem Laser kann man Verfärbungen zu Leibe rücken. Er trifft zielgenau die Zellen, die zu viel Farbstoff enthalten und löst sie auf. Der Farbstoff wird dann durch das eigene Immunsystem abtransportiert. So soll das umliegende Gewebe bestmöglich geschont werden. Wie bei einem chemischen Peeling, kann auch die Laser-Behandlung nur in den Wintermonaten vorgenommen werden, um die lichtempfindliche Haut nicht zusätzlich zu belasten.
  • Text: Jana Gloistein

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