Hautprobleme
Psoriasis: Therapie
Bestrahlung
Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft empfiehlt als Therapie bei Psoriasis in einigen Fällen die Behandlung mit optischen Strahlen, denn eine ultraviolette Bestrahlung in niedriger Dosierung kann das Immunsystem der Haut verändern. Neben dem natürlichen Sonnenlicht (Heliotherapie) kommen in der Phototherapie Strahlen des UV-B-Spektrums zum Einsatz. Breitspektrum-Strahler erzeugen UV-Licht, das so dem Sonnenlicht so ähnlich wie möglich sein soll. Schmalspektrum-Strahler mit 311 nm Wellenlänge werden bei der Schuppenflechte als besonders wirksam bewertet.
Meist tritt eine Besserung nach zwei Wochen ein. Wichtig: Für eine Langzeitanwendung ist die Phototherapie nicht geeignet - es können dann verstärkt Hautschäden auftreten.
Lasertherapie
Ähnlich der Phototherapie ist die Lasertherapie mit dem Edelgas Xenonchlorid, das annähernd die gleiche Wellenlänge erzeugt wie ein Schmalspektrum-Strahler. Diese Therapie bei Psoriasis eignet sich besonders für kleinere Herde der Schuppenflechte, zum Beispiel an Knien oder Ellenbogen, wird allerdings oft als etwas schmerzhaft empfunden.
Ernährung mit fettreichem Meeresfisch
Omega-3-Fettsäuren wirken positiv auf Psoriasis. Die ungesättigten Fettsäuren sind vor allem in fettreichem Meeresfisch enthalten. Ihr Schutz-Effekt bei Arteriosklerose ist schon lange bekannt. Darüber hinaus setzt man sie seit einiger Zeit in der Therapie von Psoriasis auch verstärkt zur Entzündungshemmung ein.
Ihre Wirkung beruht auf ihrer Wirkung auf Arachidonsäure, die eine wichtige Rolle bei Entstehung und Verlauf von Entzündungen spielt. Neben der vermehrten Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren sollte gleichzeitig die Arachidonsäure im Essen eingeschränkt werden. Besonders viel davon enthalten zum Beispiel Wurst und fettreiche Fleischsorten, aber auch Sahne, Butter und Eier. Als Ernährungs-Therapie bei Psoriasis haben sich außerdem der Verzicht auf purinhaltige Lebensmittel (Schweinefleisch/Alkohol/Innereien) bewährt.
Ab in die Kälte!
Kälte als Therapie bei Psoriasis ist eine von vielen Hautärzten und Rheuma-Spezialisten geschätzte Behandlungsmethode, die die akute Entzündung lindern soll. Damit die Behandlung wirkt, werden täglich möglichst zwei Einzelbehandlungen in speziellen Klimakammern empfohlen. Bei Temperaturen von minus 110 Grad Celsius soll der Patient in Badebekleidung, mit Mundschutz, Ohrenschutz, Handschuhen, dicken Socken und festen Schuhen die Kältekammer betreten.











