Manoel schaut aufgeregt auf den braunen Fluss. Gerade hat es noch geregnet. Die Luft ist feucht und warm. In der Ferne hört er Motorenrattern. Und so langsam erkennt er am Horizont das Boot. In ihm sitzen Vertreter des Kosmetikherstellers Kiehl's. Seit vier Jahren wartet Manoel auf diesen Moment. Heute ist es so weit, und er wird seine besten Kunden kennen lernen.
Mit Fußseilen klettern die Männer die dünnen Stämme hinauf, um Açaí zu pflücken - seit Oprah Winfrey in ihrer Show über die Super-Beeren sprach, erobern sie die Welt
Wer im Regenwald aufwächst, lernt und lebt von der Natur. Geschäfte machen steht allerdings nicht auf dem Lehrplan. Und so muss Manoel mit seinen 53 Jahren noch so einiges dazulernen. Der kleine Brasilianer, m der schon immer hier am Fluss Meruú, im Bundesstaat Pará wohnt, ist Präsident der Vereinigung Nazarezinho, der die 281 Familien dieser Gegend, die gemeinsam die Açaí-Beeren für Kiehl's liefern, angehören. Sein Leben dreht sich um Açaí. Wohin man schaut, wachsen wild die langen, schma- len Palmen mit den anfangs roten, später schwarzen Beeren. Aus den Blättern werden Dächer für die Häuser, die Fasern des Baumes werden zu Körben geflochten, die Kerne zu Schmuck verarbeitet. Und das reife Fruchtfleisch kommt als Püree auf den Tisch. Açaí ist für die Landbevölkerung im nördlichen Amazonasbecken so wichtig wie bei uns die Milch. Die Beeren schmecken nach Rotwein mit Kakao. Und sie machen sehr satt. Was von der Ernte übrig bleibt, wird in kleinen Mengen verkauft. Das war schon immer so.











Informationen hierzu finden Sie auch hier: http://benke.mymonavie.com/product/juice.html
Allgemeine Informationen zur Acai-Beere können Sie auch hier nachlesen:
http://claudiabenke.wordpress.com/2010/10/20/acai-eine-palmenfrucht-erobert-den-wellness-markt/