Schöne Haut dank Ernährungsumstellung?

Unreinheiten und Pickel nerven! "Liegt's an der falschen Ernährung?", wollte Redakteurin Astrid wissen und verzichtete vier Wochen lang auf ganz bestimmte Lebensmittel.

Es geht los!

Heute starte ich meinen Selbstversuch: Vier Wochen ohne Milchprodukte, Industriezucker und Schweinefleisch. Warum? Weil mich meine Haut nervt. Pickel, Unreinheiten, aaaah! Cremes und Salben habe ich schon etliche ausprobiert, ein Allheilmittel habe ich bis jetzt aber noch nicht gefunden. Nun wird also meine Ernährung auf den Prüfstand gestellt. Von dem Weglassen der besagten Lebensmittel verspreche ich mir einen Model-Teint - oder zumindest so was ähnliches. Ein paar Pickelchen weniger wären jedenfalls echt schön.

Mein Selbstversuch ist subjektiv, klar! Beratend zur Seite steht mir allerdings Dr. Michaela Axt-Gadermann. Die Professorin für Integrative Gesundheitsförderung ist Hautfachärztin und hat schon einige schlaue Bücher zum Thema Ernährung und Haut herausgebracht. Für meinen vierwöchigen Test rät sie mir, auf drei mögliche Krisenverursacher zu verzichten: Schweinefleisch enthält Arachidonsäure und begünstigt Entzündungen im Körper. Zucker treibt den glykämischen Index hoch, was Studien zufolge in Zusammenhang mit Akne steht. Fruktose, also Zucker in Obst, ist allerdings okay. Auf den industriellen Zucker in Kuchen, Keksen und Co. zu verzichten, ist ja schon mal ein guter Anfang. Sie rät mir außerdem zum Verzicht von Milchprodukten. Abschließende Beweise für deren Mitschuld an Pickeln und Pusteln gibt es zwar nicht, aber die Studienlage sieht nicht gerade rosig aus für Milch und Co. - zumindest, wenn man sich reinere Haut wünscht. Man vermutet, dass die enthaltenen Hormone schuld sind.

Nun gut, ich starte meinen Selbstversuch voller Optimismus und hoffe, vier Wochen ohne Käse und Schoki auszuhalten. Die beiden Kumpels werde ich echt vermissen ...

Woche 1

Der Bio-Markt und die Öko-Ecke im Supermarkt sind meine neuen Hotspots. Ich decke mich ein mit einem großen Vorrat an Milchersatz: Hafermilch, Mandelmilch, Reismilch, Haselnussmilch, Sojamilch... Wow, wie gut aufgestellt die Lebensmittel-Industrie mittlerweile ist. Muss an dem Vegan-Boom liegen. Für meine geliebte Stulle muss außerdem ein adäquater Käse-Notbehelf her. Ich probiere Hummus und vegane Brotaufstriche zum Abendbrot. Zum Frühstück habe ich Porridge für mich entdeckt. Mit Apfel und Zimt. Oder Bananen. Schwieriger wird es in der Mittagspause, denn das Kantinenessen ist nicht gerade auf meine Kein-Schweinefleisch-Zucker-Milchprodukte-Ernährung eingestellt.

Selbstversuch: Zum Glück schmeckt gesund auch oft gut: Rucola-Salat mit Roter Bete, Walnüssen und Kirschtomaten

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Woche 2

Brav halte ich mich an alle Tipps, die mir Frau Axt-Gadermann mit auf den Weg gegeben hat, gewissenhaft führe ich meine Ernährungstabelle. Eine wirkliche Veränderung an meiner Haut macht sich trotzdem nicht bemerkbar.

Am Ende der zweiten Woche wird meine Haut sogar schlimmer. Hm, könnte allerdings auch am Pulen liegen. Verdammt, warum verleiten diese doofen Dinger eigentlich immer zum Drücken?

Aber ich habe ein neues Lieblingsrestaurant, den Vietnamesen um die Ecke. So gut wie keine Milchprodukte auf der Speisekarte. Dafür Geflügel und Fisch. Und Fisch ist super, wegen der Omega-3-Fettsäuren, sagt Dr. Axt-Gadermann. Ich soll ruhig auch mal zu Fischölkapseln greifen, falls Lachs und Co. gerade nicht zur Hand sind.

Selbstversuch: Ahhh, Woche 2 soll vorbeigehen!

Ahhh, Woche 2 soll vorbeigehen!

Woche 3

Beim Joggen heißt es "Runner's High". Ich nenne es "Diet-High". In Woche 3 fühle ich mich sehr wohl. Schoki und Käse vermisse ich kaum noch. Beim Dinner mit Freund oder Freunden tut es am meisten weh. Wenn alle genüsslich am Tiramisu schleckern oder an der Käsekruste auf der Lasagne knuspern. Egal, ich halte durch!

Dr. Axt-Gadermann gibt mir einen Notfall-Tipp: Bei Schoko-Jieper soll ich zu ein, zwei Stückchen dunkler Schokolade greifen. Die hat weniger Zucker, enthält aber wertvolle Antioxidantien. Merke, diese sind gut für die ! Und die fühlt sich auch schon viel wohler als letzte Woche. Ich gehe sogar mal wieder ungeschminkt, ohne Foundation, vor die Tür.

Woche 4

Ich habe mich fast an meine Routine gewöhnt! Das Essen schmeckt. Und vor allem: Meiner Haut geht es gut. Sie strahlt und zeigt sich von ihrer reinen Seite. Okay, komplett pickelfrei ist sie nicht. "Aber für ein abschließendes Ergebnis reichen vier Wochen auch nicht", sagt Dr. Axt-Gadermann. "Da müssten Sie Ihren mindestens drei Monate durchhalten."

Ich muss also dranbleiben? Ehrlich gesagt, habe ich mich mental auf genau vier Wochen eingeschossen. Jetzt freue ich mich wieder auf Käsestulle und Schokocrossies. Vorerst wird also das Wochenende zur "Cheat-Zeit" deklariert. Bedeutet: Alles ist erlaubt! In der Woche bin ich dann wieder strenger mit mir. Mal sehen, wie lange ich das durchziehen kann ...

Selbstversuch: Happy! Viel weniger Make-up und trotzdem zufrieden mit dem Hautbild.

Happy! Viel weniger Make-up und trotzdem zufrieden mit dem Hautbild.

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Wer hier schreibt:

Kommentare (7)

Kommentare (7)

  • Anonymer User
    Anonymer User
    Danke Astrid für den Selbstversuch und den tollen Artikel!

    Schön, wie Sie es auf den Punkt gebracht haben: Zucker, Milch und Schweinefleisch sind Faktoren, die das Hautbild verschlechtern können. Vor allem jedoch, wenn der Darm schon nicht ganz intakt ist! Oder gar eine andere organische Störung vorliegt.



    Unsere 10 jährige Erfahrung zeigt uns jedoch, dass man auch Läuse und Flöhe haben kann. Meist kommt noch eine unbedachte Komponente von aussen: Falsche Reinigung und Pflege oder diese falsch angewandt machen aus "Hautproblemchen" oft Hautprobleme. Selbst wenn die ursprüngliche Ursache schon lange behoben ist.



    Wir sind immer begeistert, wenn unsere Kunden nach Ernährungsumstellung und sinnvollem gebrauch von Kosmetika sich wieder rundum wohlfühlen in ihrer gesunden Haut.



    Danke, dass Sie Menschen einen Teil des Zusammenhangs näher gebracht haben
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Nach einer Krebserkrankung habe ich mich für die Vollwerternährung entschieden mit Dinkelmehl und Gemüse, selten Fleisch! Allerdings versage ich mir Currywurst &Co nicht, wenn mir danach ist! Aber der Jieper auf Schokolade, Kuchen oder Pommes kommt immer seltener und oft wundere ich mich, weil es mir eigentlich nicht mehr wirklich gut schmeckt! So mache ich es jetzt seit fast 10 Jahren und fühle mich gut dabei, Haut und Haar sehen gut aus- trotz 64 Jahren!
  • Anonymer User
    Anonymer User
    seit 4 wochen ernähre ich mich aus gesundheitsgründen "paläo", also keine Milchprodukte, keine kohlenhydrate, viel Gemüse, viel fisch, ich hab 2 kg abgenommen, und finde, meine haut sieht schöner aus. ich bin 63.
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Ich bin mittlerweile 33 und habe immer noch mit Hautunreinheiten zu kämpfen. Bei meiner Ernährung ist nciht viel zu machen, da ich sowieso schon seit Jahren vegetarisch, bzw. fast vegan leben und Zucker (und andere Süßigkeiten) in meiner Ernährung eine eher untergeordnerte Rolle spielt. Ich habe jedoch bemerkt, dass meine Haut sehr von meinem Hormonhaushalt und meiner allgemeinen Stimmung (Stress, etc.) abhängig ist. Außerdem habe ich bemerkt, dass sich meine Haut verbessert, bzw. ich weniger Pickel bekomme, wenn ich ein gutes Puder benutze (sonst benutze ich nichts zum Abdecken). Die beste Wirkung hat das Tanslucent Face Powder von Dr. Hauschka auf meine Haut (http://www.dr.hauschka.com/de_DE/produkte/translucent-face-powder/#2). Kann ich nur empfehlen!
  • Anonymer User
    Anonymer User
    Wenn die Hormone in der Milch schuld sind, kann man nicht einfach auf hormonfreie Bioland/Demetermilch umsteigen?

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