Vor der Sonne schützen

Tipps für den richtigen Sonnenschutz

Wir lieben die Sonne, aber zu viel ist ungesund. Mit dem richtigen Sonnenschutz können wir sie genießen. Die besten Tipps.

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Sonnenschutz am Strand

Die Lage: Hurra! Ihr erster Tag am Meer - Ferien, Sonne, alles wunderbar. Leider sind Sie weiß wie eine Wand. Sie planen, den Sonnenschutz wegzulassen, denn ein Sonnenbrand am ersten Tag bräunt die Haut doch rubbeldiekatz - schließlich wollen Sie spätestens am zweiten Abend den männlichen Einwohnern Ihres Urlaubsorts vorführen, wie man in der Strandbar Samba tanzt. Ein köstlich karamellfarbener Teint ist für diesen Anlass unerlässlich, finden Sie.

Tipps

Ein Tag am Strand macht richtig gute Laune. Vorausgesetzt, man cremt sich ordentlich ein - vorher und zwischendurch natürlich auch

Die Lösung: Natürlich dürfen Sie die Tage am Strand verbummeln - schließlich lieben wir doch alle die Sonne. Ihr Licht hebt die Stimmung, und die ultraviolette Strahlung regt die Bildung von Vitamin D an, das wichtig für den Knochenaufbau ist. Trotzdem führt leider kein Weg an der jetzt folgenden Anti-Spaß-Ansage vorbei: Wir müssen uns immer vor der Sonne schützen!

Denn Hautkrebs und Falten drohen, wenn wir länger als 10 bis 15 Minuten im Freien zum Bus laufen oder im Straßencafé Latte macchiato schlürfen; das gilt für Deutschland und natürlich erst recht für südliche Urlaubsländer. Unsere Tipps: Am Strand unbedingt immer eincremen. Denn werden UV-Strahlen reflektiert, zum Beispiel durch Wasser, steigt die Belastung der Haut um bis zu 90 Prozent. Außerdem immer ausreichend viel Creme benutzen, allein fürs Gesicht einen walnussgroßen Klecks. Eine klassische 250 Milliliter-Sonnencremeflasche reicht bei zweimal richtig eincremen am ganzen Körper pro Tag nur viereinhalb Tage.

Ebenfalls wichtig: immer wieder nachcremen und vorher runter mit dem Bikini, nicht nur um die Träger herum auftragen. Denn Sonnenbrände sind schlicht tabu, weil die kurzwelligen UVB-Strahlen - die für Sonnenbrand verantwortlich sind - Hautkrebs wuchern lassen. Und der verbreitet sich immer mehr: Ungefähr 140 000 Menschen erkranken derzeit jährlich in Deutschland neu. Deshalb hat sich sogar die EU des Themas Sonnenschutz angenommen und eine Empfehlung ausgesprochen: Sonnencremes müssen jetzt auch gegen UVA-Strahlen schützen, weil die nicht nur für Falten sorgen, sondern auch für Hautkrebs.
Ein Logo klärt auf: Ist ein Kreis mit den Buchstaben "UVA" auf der Packung abgebildet, erfüllt das Sonnenschutzmittel die neuen Anforderungen der EU. Der Lichtschutzfaktor (LSF) beschreibt weiterhin, wie gut die Creme vor UVB-Strahlen schützt. Neu sind die Kategorien, in die Sonnencremes eingeteilt werden: "Basis" (LSF 6, 10), "mittel" (LSF 15, 20, 25), "hoch" (LSF 30, 50) und "sehr hoch" (LSF 50+). Den Begriff "Sunblock" gibt es gar nicht mehr, denn keine Creme wehrt die Sonne vollständig ab. Und das bedeutet: Auch mit hohem Schutz wird man braun.

Die Produkte: "Sonnenspray SPF 30" von Eau Thermale Avène (mit beruhigendem Thermalwasser), "Sonnen-Fluid SPF 20" von Annemarie Börlind (schützt vor Mallorca-Akne, da ohne Öle und Emulgatoren, wasserfest), "Capital Soleil Sonnenschutz-Gel-Creme SPF 50+" von Vichy (fürs Gesicht, mit Antioxidanzien), "Sonnen Ölspray LSF 25" von ilrido (für trockene Haut, ohne Mineralöle, wasserfest), "Solar Expertise Sensitive Körper LSF 50" von L'Oréal Paris (ohne Duft, Farbstoffe und Parabene), "Oenobiol Sonne" von Oenobiol (Nahrungsergänzungsmittel, mit Lycopin, Vitamin E und Selen, um zusätzlich zur Sonnencreme vor vorzeitiger Hautalterung zu schützen)

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  • Text: Christine Koischwitz
    Fotos: Bettina Lewin
    Produktion: Merle Rebentisch
    Haare und Make-Up:Eva Hennings/Close Up
    Ein Artikel aus der BRIGITTE 16/09