23. Mai 2013
mehr
im Abo
Promis arbeiten hart daran, in der Öffentlichkeit gut dazustehen und das von ihnen selbst entworfene Makellos-Image aufrechtzuerhalten. Dass so etwas Triviales wie Cellulite überhaupt ein Thema in der Presse ist, nehmen sie zum Anlass, grundsätzliche Medien- und Gesellschaftskritik zu üben - die natürlich nicht unberechtigt ist, aber trotzdem etwas beleidigt wirkt.
Scarlett Johansson, Schauspielerin: "...und dann gibt es diese schrecklichen Bilder in den Zeitungen, wo sie die Cellulite von Leuten einkreisen und mit einem roten Pfeil da raufzeigen. Und auf der nächsten Seite wird dann darüber geschrieben, wer alles eine Ess-Störung hat. Wollen die uns in den Wahnsinn treiben?"
Mehr bei BRIGITTE.de
Stars mit Kurzhaarfrisuren
Die Lieblingsteile der Mode- & Beauty-Redaktion
Trendfarben: Neuer Lack für die Nägel
"Außerdem würde ich gern mein Studium - russische und französische Literatur - in Oxford beenden. Das ist sicher inspirierender, als Schnappschüsse von meiner Cellulite in der Presse zu finden."
"In der Glamour-Ära der 50er und 60er Jahre, als es noch Geheimnisse gab und keine Schnappschüsse von Cellulite. Diese Perfektion kann man heute als Prominente nicht mehr aufrechterhalten, die Medien berichten viel zu obsessiv."
Eine kleine tapfere Gruppe, die versucht, den vermeintlichen Makel in etwas Positives umzuwandeln.
Milla Jovovich, Schauspielerin und Model: "Klar hab ich die auch. Aber Sie werden lachen, ein bisschen Cellulite finde ich sexy."
"...etwas Cellulite schadet nicht! Sonst bewegen sich meine Schenkel nicht, und es sieht dann auf der Bühne nicht mehr sexy aus, wenn da nichts mehr wippt. Wer will eine Statue? Ein Körper muss griffig sein."
"Das ist die Natur! Wer keine hat, ist nicht menschlich."
Mit Abstand die größte Gruppe. Diese Promis demonstrieren ihre Nähe zum weiblichen Zielpublikum, indem sie gern auf ihre vermeintlichen körperlichen Schwächen hinweisen, die sie natürlich haltlos übertreiben.
Tyra Banks, Moderatorin und ehemaliges Supermodel: "Ich habe schon so lange Cellulite. Ich hasse sie! Als ich noch gemodelt habe, stand ich manchmal neben Gisele Bündchen in einem G-String mit ihren glatten Schenkeln und dem muskulösen Po, und ich war so neidisch auf sie."
"Ich war in einer Talkshow und trug ein superenges Kleid, in dem es unmöglich war zu sitzen. Ich dachte die ganze Zeit nur: O Gott, man sieht all meine Cellulite."
"Mal ehrlich: Meine so genannte fabelhafte Figur ist das Resultat von clever gemachter Fotobearbeitung. Ich habe kleine Brüste und Cellulite. Ich liebe Eier, Schinken, Waffeln und Burger. Wenn mein Stoffwechsel sich mal verlangsamt, werde ich zum Wal."
"Ich habe diese reizende kleine Sache namens Cellulite auf meinem Hintern."
"Ich habe Cellulite. Ich habe Schwangerschaftsstreifen. Meine Brüste sind nicht mehr, was sie mal waren, bevor ich zwei Kinder damit gestillt habe."
"Frauen mögen mich, weil ich Cellulite habe. Es ist erfreulich: In Deutschland herrscht Orangenhaut- Solidarität."
Die gibt's nicht. Okay, ein Zitat ließ sich finden:
Matthias Schweighöfer, Schauspieler: "Eine Glatze gehört zu einem Mann wie die Cellulite zu einer Frau. Beides ist scheiße, aber passiert halt."
Susanne Fröhlich, Moderatorin und Autorin, die in dieser Funktion übrigens gutes Geld damit verdient, über Orangenhaut zu jammern:
"Würden wir nicht ständig über unsere Orangenhaut jammern, würden Männer dabei allenfalls an Zitrusfrüchte denken und Cellulite für eine Tulpenart halten."
Mehr bei BRIGITTE.de
Stars mit Kurzhaarfrisuren
Die Lieblingsteile der Mode- & Beauty-Redaktion
Trendfarben: Neuer Lack für die Nägel
15 / 15
Weitere aktuelle Fotoshows
Die neuen CC Creams
Nach den BB Creams erobern jetzt CC Creams unsere Badezimmer. Wir stellen die neuen "Colour Correction"-Produkte vor. mehr
Duftstars 2013: Die Gala
Barbara Schöneberger, Eva Padberg, Susann Atwell und viele andere feierten zusammen bei den "Duftstars 2013". mehr
Deo ohne Aluminiumsalze
Die Suche nach einem Deo ohne Aluminiumsalze können wir Ihnen erleichtern. Hier sind aktuelle Produkte, die uns frisch halten wollen. mehr
Fotoprojekt: Frauen mit und ohne Schminke
Immer mehr junge Frauen trauen sich nur noch mit Make-up aus dem Haus - so die Beobachtung der Hobbyfotografin Maria Loos. Deshalb startete sie das... mehr
© BRIGITTE.de 2013
BRIGITTE.de haftet nicht für die Inhalte externer Websites

-
am um
-
VIK
am 26.04.12 um 23:03
Also ich fand den Artikel ganz witzig, und die Kommentare der "Promis", sollten sie denn wahr sein, pfiffig. Warum immer alles so stockeernst nehmen????
-
JoelaAdelhoven
am 24.04.12 um 10:47
In den nächsten Ausgaben werden wir lesen: Ab jetzt: Ohne Modells und mit Cellulite! Denn die Brigitte bleibt sich treu und stört sich nicht an ihrem Gerede von gestern.
-
Lena
am 17.04.12 um 09:06
Mir erschließt sich nicht so recht, was diese Fotostrecke jetzt aussagen soll. Geht es darum, dass auch Promis Cellulite haben? Oder darum, dass man sich darüber lustig macht? Das ganze wirkt streckenweise etwas niveaulos. Abgesehen davon sind auch Stars letztendlich "nur" Menschen und damit anfällig für Falten, Augenringe, Orangenhaut oder graue Haare. Passiert eben, na und? Viel schlimmer finde ich den Schönheitswahn mit Botox, künstlichen Fettpölsterchen, getackerter Haut, aufgeplusterten Lippen und Silikon-Brüsten.
-
Michaela
am 16.04.12 um 23:46
Dem kann ich mich nur anschließen. Als ich die Brigitte in de Händen hielt, war ich zunächst einfach nur unangenehm berührt von einem derartigen Artikel - und dann erbost. Fein, wenn wir kein anderes Thema haben als unsere Orangenhaut und furchtbar, dass wir uns über ein paar Dellen definieren und hämisch anderen Frauen auf die Schenkel glotzen.
-
TheQuibbler
am 16.04.12 um 14:42
Hier spricht Käpt'n Niveau. Wir sinken.
mehr (5)Außerdem finde ich es fies, Victoria Beckham unters Kleid zu gucken.
Muss sich Brigitte nun tatsächlich auch in die niveaulosen Niederungen herabbegeben, wo prominente Frauen auf Cellulite untersucht werden? Wieso interessiert es die Medien überhaupt, ob eine Frau Cellulite hat oder nicht? Die böse, böse Orangenhaut ist doch etwas völlig Normales, nur wurde sie von Presse und Industrie zu etwas ganz Furchtbarem aufgebauscht, das es zu bekämpfen gilt. Und wie so oft hat die Gehirnwäsche gewirkt. Für Hersteller von Anti-Cellulite-Mittelchen die Lizenz zum Gelddrucken. Wirklich clever ...