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Schönheitsoperationen sind ein großes Thema in unserer Gesellschaft. Immer mehr Frauen - und mittlerweile auch Männer - lassen sich per Spritze oder Skalpell verschönern. Vom kleinen Höcker auf der Nase über die Zornesfalte an der Stirn bis hin zum Fettpölsterchen am Bauch. Das Angebot an kleinen und größeren Schönheitseingriffen nimmt laufend zu.

In unserem Lexikon über Schönheitsoperationen beantworten wir häufig gestellte Fragen über die gängigsten Eingriffe. Zudem erläutern wir die neuesten Methoden und erklären deren Wirkung. Was bewirkt eine Faltenunterspritzung mit Hyaluron? Und wie lange hält der Effekt an? Wie wirkt Botox im Vergleich? Und was steckt eigentlich hinter Begriffen wie Mesotherapie, Calciumhydroxylapatit oder Thermolifting? Welche Behandlungen lassen sich minimalinvasiv - also ohne größere Schnitte – umsetzen? Bei welchen Eingriffen steht einem eine richtige Operation bevor?

Um all diese Fragen zu klären und fundierte Informationen geben zu können, haben wir mit Ärzten und Branchenexperten gesprochen. Außerdem informieren wir über mögliche Risiken sowie Nebenwirkungen und geben einen Überblick über voraussichtlichen Kosten der Eingriffe.

Schlussendlich sollte ein Schönheitseingriff immer ein wohl durchdachtes Vorhaben sein, bei dem Pro und Contra intensiv abgewogen werden. Und in jedem Fall sollte der Wunsch nach einem Eingriff unbedingt ausführlich und individuell mit einem Arzt besprochen werden.

Stirn-Brauen-Lifting

In diesem Artikel:

Ein Stirnlifting glättet nicht nur Denkerfalten, sondern kann auch eine abgesunkene Brauenpartie wieder anheben und an ihre ursprüngliche Position zurückbringen. Oft sind gerade die tiefstehenden Augenbrauen schuld daran, wenn die Oberlider hängen und gibt dem Gesicht einen müden Ausdruck. Nicht selten lässt sich damit ein Lidlifting umgehen.

Wirkung

Beim klassischen Coronarschnitt muss die gesamte Stirn abgelöst werden, um einen Hautstreifen von ein bis zwei Zentimetern zu entfernen. Dafür wird im Haaransatz über der Stirn ein Schnitt von Schläfe zu Schläfe gesetzt. Diese Technik wird heute nur noch in Ausnahmefällen bei sehr starkem Hautüberschuss angewendet. Für das moderne endoskopische Verfahren reichen drei bis fünf viereinhalb Zentimeter kleine Schnitte im behaarten Bereich als Zugang bei einem Stirnlifting aus. Bevor der Arzt mit speziellen Mini-Instrumenten die Weichteile unter der Knochenhaut bis zur Nasenwurzel und unterhalb der Augenbrauen abhebt, wird eine Tumeszenzlösung eingespritzt, die das Ablösen des Gewebes erleichtert. Der Muskelanteil, der die Stirnfalten verursacht, wird entfernt. Das Stirngewebe wird um 0,5 bis 1,5 Zentimeter nach oben gestrafft und mit kleinen Schrauben im äußeren Anteil des Schädelknochens verankert. Beide Methoden der Straffung können in Vollnarkose oder Lokalanästhesie durchgeführt werden.

Effekt

Sofort nach dem etwa einstündigen Stirnlifting sieht man das Ergebnis: Der Blick ist offener, die Stirn geglättet. Die Haltbarkeit der Straffung wird mit acht bis zehn Jahren angegeben.

Risiken und Nebenwirkungen

Für eine Woche nach dem Stirnlifting kann sich die Region unterhalb der Augen blau verfärben. Kopfschmerzen sind in den ersten 48 Stunden möglich. Spannungsschmerz und Schwellungen sollten nach einer Woche abgeklungen sein. Bei dem endoskopischen Verfahren kommt es seltener zu Haarausfall und Sensibilitätsstörungen als beim Coronarschnitt. Asymmetrische Brauen sind möglich, wenn das Gewebe ungleichmäßig ausgedünnt wurde. Wird beim Stirnlifting mit dem Bohrer zu tief in die Schädeldecke gebohrt, tritt schlimmstenfalls Hirnwasser über die Schraubstelle aus. Nervenverletzungen verursachen eine eingeschränkte Beweglichkeit der betroffenen Augenbraue.

Verhalten nach der Behandlung

Nach dem Stirnlifting wird für eine Woche ein Kopfverband angelegt. Um Nachblutungen zu vermeiden, sollte man sich die ersten drei Tage nach dem Stirnlifting ausruhen. Nach einer Woche werden die Schrauben wieder entfernt. Bis dahin keinen Sport treiben und nicht schwer körperlich arbeiten. Nur in Rückenlage schlafen. Das direkte Sonnenlicht sollte man zwei Monate lang meiden.

Kosten

Coronarschnitt/endoskopisch ab 3000 Euro

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