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Reife Haut - so pflegen und schützen wir sie

Welche Anti-Aging-Pflege schützt unsere reife Haut vor Falten? Wie wichtig ist Sonnenschutz, und was können wir tun, um jünger zu wirken?

Reife Haut stellt hohe Ansprüche. Mit zunehmendem Alter wird sie dünner und trockener und verliert an Elastizität. Östrogenmangel ist Schuld daran, dass die stützenden Kollagenfasern weniger werden und die Haut Falten wirft. Und leider auch die Konturen zunehmend absacken. Außerdem kann reife Haut weniger wasserbindende Hyaluronsäure speichern, die die Haut mit Feuchtigkeit aufpumpt. Liegt die Lösung vielleicht in den neuen Hyaluronsäure- oder Kollagenampullen zum Trinken? Oder helfen uns hoch konzentrierte Powerstoffe wie Aminosäuren, Peptide, Retinol, Vitaminkomplexe und Antioxidantien im Kampf gegen die Falten?

Wie können wir die Hautalterung beeinflussen?

Liegt es überhaupt an uns, die Alterung unserer Haut zu verzögern? Oder ist der Faltenwurf sowieso nur eine Frage der Gene? Wissenschaftler haben herausgefunden, dass wir es zu 75% selbst verantworten, wie schnell unsere Haut altert. Pflege, Ernährung, Sonnenschutz, Verzicht auf Alkohol und Nikotin sind die Faktoren, die im Alltag unsere Hautalterung bestimmen.

Was ist die richtige Pflege für reife Haut?

Kollagen und Hyaluronsäure fehlen ihr im Laufe der Jahre, die reife Haut braucht Fett und Feuchtigkeit. Die kann man ihr auf klassischem Wege mit Cremes, Masken oder Seren zuführen. Ideal ist auch eine spezielle Nachtpflege für reife Haut, denn so werden im Schlaf schon mal ein paar Falten bearbeitet. Besonders um die dünne Haut an den Augen sind Mimikfältchen ausgeprägt, also sollte man bei reifer Haut auch auf eine gute Augenpflege achten, denn sonst können die Augen durch Kriechfette reichhaltiger Anti-Age-Cremes gereizt werden.

Macht Stress die Haut älter?

Leider ja. Das Hormon Cortisol, das bei chronischem Stress permanent ausgeschüttet wird, macht die Haut dünner, durchlässiger und ihr Schutzwall funktioniert nicht mehr. Sie wird trocken, spröde, spannt. Die Regenerationsfähigkeit der Haut wird stark eingeschränkt, was zum Abbau von Elastin- und Kollagenfasern und somit zu schneller Alterung führt. Gegenstrategie: Tagespflege mit Sonnenschutz verwenden, besonders auf Feuchtigkeit in der Hautpflege achten (mit Inhaltsstoffen wie Urea, Hyaluronsäure oder Squalane), Alkohol, Zigaretten und Zucker meiden oder zumindest reduzieren. Und: Pausen in den Alltag integrieren!

Anti-Aging - welche Pflege?

Müssen es Kaviar oder Gold sein? Die Kosmetikindustrie überrascht uns jährlich mit immer neuen Wirkstoffen, die unsere Haut vor Falten bewahren wollen. Natürliche Ingredienzien wie Rotbuche, Ingwer, Ginseng, Wüstenrosen und Algen halten genauso Einzug in den Cremetiegel wie chemische Hightech-Kompositionen aus Zellkomplexen, Proteinen und Aminosäuren. Die Grundvoraussetzung, damit die Haut gesund und jung wirkt, ist in erster Linie Feuchtigkeit. Glycerin, Hyaluronsäure und Urea sollen es der Haut erleichtern, Wasser zu speichern. Peptide gelten ebenfalls als Power-Wirkstoff für die Haut. Peptide sind Eiweißteilchen, die eine stimulierende Wirkung auf die Kollagenproduktion der Haut haben und außerdem die Feuchtigkeit binden können.

Als einer der effektivsten Wirkstoffe wird allerdings immer noch Retinol gehandelt, denn er ist der am besten durch Studien gesicherte Anti-Aging-Wirkstoff. Retinol ist die reine Form von Vitamin A, das eine wichtige Rolle beim Wachstum von Hautzellen spielt. UV-Strahlung und der allgemeine Alterungsprozess entziehen der Haut dieses Vitamin, sie büßt an Elastizität ein, wird dünner, bekommt Falten. Retinol kann das Bindegewebe anregen und den Zellen helfen, Kollagen zu produzieren. Die amerikanische Schönheitsindustrie ist überzeugt: Das beste Anti-Falten-Mittel ist Sonnenschutz, dann kommt Retinol - that's it. Ganz unbedenklich ist Retinol allerdings nicht. Empfindliche Haut kann sich schuppen und röten, deshalb sollte man mit einer geringen Konzentration beginnen und nicht jeden Tag cremen.

Brauche ich ein Serum?

Die Hersteller versprechen mit ihren Seren wahre Anti-Aging-Wunder: "Intensiver Wiederaufbau für die Haut" oder "Reduziert die Fältchen nachhaltig" steht zum Beispiel auf den hübschen Tiegelchen, die in unser Badezimmer sollen. Aber helfen diese Seren wirklich gegen Falten? Tatsächlich enthalten sie mehr Wirkstoffe als Cremes. Wie viele tatsächlich darin stecken müssen, damit aus einer Creme ein Serum wird, darüber gibt es keine Vereinbarung. Zum Serum soll außerdem immer eine Pflege addiert werden, das empfehlen die Kosmetikhersteller, damit sich die Wirkstoffkombinationen ergänzen. Seren wirken nämlich nicht befeuchtend und haben auch keinen UV-Schutz. Einige Inhaltsstoffe lassen sich schon allein aus technischen Gründen in hoher Konzentration nur in ein Serum integrieren, aber nicht in eine Creme: Vitamin C etwa. Empfindliche Haut muss bei diesen hohen Wirkstoffkonzentrationen allerdings vorsichtig sein, denn Seren haben ein höheres Irritationspotenzial.

Anti-Age-Bodylotions

Nicht nur im Gesicht braucht reife Haut besondere Pflege, auch am Körper. Deshalb gibt es Bodylotions, die Straffmacher und Anti-Falten-Wirkstoffe enthalten. Q10, Retinol, Sojaöl, Fruchtsäuren, Koffein und Traubenkernextrakt stecken oft in Cremes für die Bauch-Beine-Po-Region oder das Dekolleté.

Trinkampullen gegen Falten

Im Moment viel diskutiert sind Trinkampullen, die mit Hyaluronsäure und Kollagen gegen Falten von innen wirken wollen. Sie sollen dahin, wo Cremes nicht hinkommen - in die tieferen Hautschichten, wo die Hautalterung beginnt. Die darin steckenden Peptide sind so konzipiert, dass sie optimal vom Körper aufgenommen werden sollen. Sie gelangen über den Blutkreislauf bis in die tieferen Hautschichten, wo die Kollagenfasern wieder aufgebaut werden und das stützende Gerüst der Haut wiederhergestellt werden soll. Die Hersteller versprechen einen sichtbaren Effekt nach vier Wochen, die Dauer der Einnahme sollte allerdings mindestens drei Monate erfolgen.

Anti-Aging-Essen

Beauty-Food kann reifer Haut enorm gut tun. Auf den Speiseplan gehören Artischocken, Pflaumen, Mandeln, Brokkoli, Tomaten, Petersilie, Johannisbeeren, Kirschen, Spargel und Erbsen - und mindestens zwei Liter Flüssigkeit (am besten stilles Wasser, Kräuter- oder Früchtetees).

Sonnenschutz gegen Hautalterung

Zu viel Sonne zeigt sich auf der Haut in Form von Fältchen, rauen Stellen und braunen Flecken. Das wissen wir schon lange. Eine neue Studie aus Australien erbrachte nun den ersten wissenschaftlichen Nachweis, dass tägliches Eincremen mit Sonnenlotion tatsächlich einen Anti-Aging-Effekt hat. Sonne ist für über 80 Prozent aller Falten verantwortlich. Tagescremes mit einem UV-B-Schutz und LSF 15 gehören also zum Pflichtprogramm gegen Hautalterung. Das klappt allerdings noch besser, wenn auch ein UV-A-Schutz vorhanden ist - wie ihn viele Sonnencremes haben. Die haben auch einen höheren Lichtschutzfaktor und sind deshalb sowieso in den sonnenreicheren Jahreszeiten zu empfehlen.

Tipp: Die beste Pflege am Strand sind Sonnencremes mit Anti-Aging-Wirkstoffen, aber auch getönte Sonnencremes und BB-Sonnencremes - die decken Hautunreinheiten oder Pigmentflecken ab, schützen mit LSF 30-50 vor Sonne und sind oft sogar wasserfest.

Pigmentflecken

Pigmentflecken entstehen meist durch Sonneneinstrahlung, sind aber auch hormonell bedingt. Sie vermeidet man am besten, indem man einen hohen Lichtschutzfaktor aufträgt - hierbei auch die Handrücken nicht vergessen. Sind Pigemtflecken schon da, kann man zwar mit aufhellenden Cremes versuchen, sie wegzucremen, jedoch sind die darin enthaltenen Bleichmittel bedenklich. Rötungen, starkes Brennen und eine stark erhöhte Lichtempfindlichkeit können die Folge aggressiver Bleichstoffe sein. Die Wirkung von natürlichen Hautaufhellern wie Malve, Schlüsselblume, Melisse und Schafgarbe sind umstritten. Einzelne Pigmentflecken lassen sich auch mit einem Laser vom Hautarzt entfernen, allerdings bilden sich auf den behandelten Stellen dunkle Krusten, die keinesfalls weggekratzt werden dürfen. Die neue Haut, die darunter entsteht, ist extrem empfindlich und muss mit einem hohen Lichtschutzfaktor geschützt werden.

Make-up für reife Haut

Wer kleine Fältchen wegschminken möchte, muss auf eine gute Grundierung achten. Wer mag, kann vor dem Auftragen noch einen Faltenfiller auftragen, die können kleine Linien sehr schnell aufpolstern. Lichtreflektierende Mikropartikel stecken in den neuen Make-up-Produkten für reife Haut, sie glätten die Haut optisch. Ein Hauch pinkfarbenes Rouge schenkt Frische, gegen fallende Wangenpartien hilft ein Bronzepuder, das unterhalb des Kiefers aufgetragen wird.

Text: Sabine Rodenbäck

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